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1 (1887)
Entstehung
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Landskron(Kr. Ahrweiler), mit dem sie dem Kanton N-R. angehörte; 1723 ging dieser Besitz, als der Freiherr Moritz Bernhard ohne Kinder starb, durch seine Schwester an die Grafen von Nessel- rode über. Zu diesem Anteil gehörte besonders das Dorf Bodendorf(Leo, Territorialgesch. IV, 903 ff.; Bärsch, St. u. O. der Eifel I 1, 463).

Brendel von Homburg, eine dem Kanton M-R. angehörige und allda weit verbreitete Familie. Ausser dass sie manchen Besitz in der Nähe ihres Stammsitzes, des alten Burgschlosses bei der ehemaligen landgräflich-hessischen Residenz Homburg(Gerning, die Lahn- und Maingegenden 178) hatte, wovon der bedeutendste wohl Burg und Thal Gräveneck an der Lahn war(Vogel, hist. Top. v. Nassau 246), als nassauisches Mannlehen noch 1561 im Besitz der Familie, gehörte sie zu den Burgmannen der wichtigsten Ganerbenschlösser der Wetterau(so zu Reifenberg 1384 und 1400, Archiv f. Frankf. Gesch. I 3, 87 113), besonders der Reichsburg Friedberg, wo einer der Familie Johann 1554 Burggraf war(Wagner, Beschr. v. Hessen III, 39). Auch in Od. wird das Geschlecht aufgeführt; doch vermag ich für dasselbe keinen Besitz in diesem Kanton nachzuweisen. Zu dieser Familie gehört der Erzbischof Daniel Br. v. H. von Mainz, mit dem 1582(nicht 1584) Gerning a. O. den Mannsstamm ausgehen lässt; doch finde ich auch 1630 als Jahr des Erlöschens(mit einem Daniel) angeführt. 1

Breuning von Buchenbach, eine alte schwäbische Familie, die zu den alten Pfalzgrafen von Tübingen im Lehensverhältnis stand, wird im Kanton K. mit Buchenbach angegeben. Dieses Rittergut besassen sie 1587 1616 und vererbten es auf die Imhof zu Kirchentellinsfurt; doch ist nicht deutlich, ob schon damals das genannte Gut der Reichsritterschaft steuerbar war(s. v. Breit- schwert). Das Gut Kochendorf(ehemals zu Od. gehörig) erwarben die v. Br.(jetzt Freiherrn) erst nach dem Untergang der Reichsritterschaft.

von Brinck von Biedermann in R. angegeben.

von Britzke, eine aus dem Magdeburgischen stammende und dort noch blühende Familie, aus der Carl Friedrich in trierische Dienste getreten war und Mitte des 17. Jhs. den Rittersitz zu Weiskirchen von den v. Hagen erkaufte. Damit trat er dem Kanton N-R. bei; schon um die Mitte des folgenden Jhs. brachte eine Erbtochter den Besitz an die von Zandt(v. Briesen, urkundl. Geschichte des Kreises Merzig 223; Bärsch, Beschr. des Reg.-Bez. Trier 113).

von Brockdorf, Grafen, eine noch jetzt im Holsteinischen begúͤterte und wohl von dort entsprossene Familie, die in mehrere Kantone der fränkischen Reichsritterschaft aufgenommen wurde. Bei B. besassen sie Schney(nicht Schwey) bei Lichtenfels schon 1747(Jäck, Materialien zur Gesch. u. Statist. Bambergs III, 47); bei G. war Unterleiterbach in ihrem Besitz. Wenn Berghaus die Familie auch bei R. mit Letterbach anführt, so liegt wohl eine Verwechselung mit Unterleiter- bach in G. vor.

Brömser von Rüdesheim, der berühmteste, auch durch die Sage vielfach verherrlichte Zweig des reichsten und ausgebreitetsten Geschlechtes des Rheingaus, der von Rüdesheim, dessen übrige Kste er sämtlich uberdauerte. Seinen unterscheidenden Namen soll der in Rede stehende Zweig von dem alten Stammsitz Presberg an der Wisper(1391 Brensbur und Breusper) führen; in Rüdesheim erbauten und bewohnten sie später die Brömser-Burg. Verbreitete sich auch die Familie weiter in den rechtsrheinischen Gebieten(1464 waren sie Gemeiner der Burg Holenfels bei Katzenelnbogen, Vogel, hist. Top. v. Nassau 211; um 1530 erwarben sie ein Gut zu Rumpenheim bei Hanau, Landau, Beschr. des Kurf. Hessen 581), so scheint doch ihr Hauptbesitz stets im Rheingau(M-R.)