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1 (1887)
Entstehung
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Wetterau(M-R.) und nahm deren Namen zu dem ihrigen an; u. a. besassen sie die Burg Philipps- eck bei Höchst(Vogel a. a. O. 300). Doch waren sie schon weit früher diesseits des Rheins be- gütert, namentlich im Rheingau(Vogel a. O. 61), wo sie das Gericht Espenscheid schon 1505 von Mainz zu Lehen trugen. Dagegen sind die auf dem Westerwald im 15. und 16. Jh. angegebenen von Breidbach wohl dem hessischen Geschlecht von Breidenbach zu Breidenstein zuzuweisen (Vogel ebd. 59; 158). Bärsch, Städte u. Ortsch. der Eifel I, 2, 180 ff; Wegeler, Bei⸗- träge II, 19 f.

von Breidenbach und von Breidenstein, zwei gleichzeitig nebeneinander erwähnte Familien wohl gleichen Ursprungs, die ihren umfangreichen Besitz in dem Grund Breidenbach(Kr. Bieden- kopf) seit alter Zeit hatten, denselben aber gegen die UÜbermacht der hessischen Fürsten in seiner Reichsunmittelbarkeit nicht behaupten konnten, sondern damit frühzeitig der Landsässigkeit verfielen. Sie teilten darin das Schicksal ihrer Nachbarn, der Hatzfeld, der Buseck u. a. Während noch im Jahre 1398 Gerlach und Johann von Breidenbach von Kaiser Wenzel eine Urkunde auswirkten, um bei ihrer Veste Breidenstein eine Stadt zu bauen, womit unzweifelhaft ihre reichritterschaftliche Stellung anerkannt wurde, hatten schon 1395 dieselben durch Lehensauftragungen anderer Güter an die hessischen Fürsten den Grund zu weiteren Eingriffen dieser gefährlichen Nachbarn gelegt (Wagner, Beschr. v. Hessen III, 35 f). Doch scheinen sie mit anderm Besitz auf dem Westerwald sich der dortigen Reichsritterschaft angeschlossen zu haben(s. v. Breidbach); ferner waren mehrere des Geschlechts Burgmannen auf der Reichsburg Friedberg. Verschieden davon ist nach Landau (hess. Ritterburgen) die in Gelnhausen unter den Adelsgeschlechtern bis ins 16. Jh. vorkommende Familie v. Breydenbach(Zeitschr. des Vereins für hess. Gesch. u. Landesk. N. F. XII, 191 f.), die sich auch nach Frankfurt a/M. verzweigte, wo sie zum Hause Limpurg gehörte. Zum Kanton R. zählte in den letzten Zeiten eine Familie v. Breidenbach oder Breitenbach mit beträchtlichem Besitz(Aura im Sinngrunde, Trimberg u. a.). Uber die Zugehörigkeit dieser Familie zu der hesssi- schen habe ich nichts finden können; doch nennt Biedermann im Kanton R. eine Familie v. Br. gen. Breidenstein. Eine Familie v. Breitenbach(Breitbach) von dem Orte Burgpreppach im Baunachgrund benannt, erlosch wohl schon frühzeitig(Archiv des histor. Vereins von Unterfrank. u. Aschaff. VII 1, 107; 120). Ganz verschieden von allen diesen Familien ist die von Mitte bis Ende des 16. Jh. in K. begüterte Familie v. Braitenbach(Breitenbach) auf Rostwitz, die in dieser Zeit einen Anteil am Rittergut Bromberg und das Rittergut Beihingen a/Neckar besass(O. a. beschr. von Brackenheim unter Ochsenbach; O. a. beschr. v. Ludwigsburg unter Beihingen); sodann besassen sie Schloss Zavelstein, dessen Zugehörigkeit zur Reichsritterschaft(N.) aber starken Zweifeln unter- liegt(O. a. beschr. v. Calw).

von Breitschwert stammen von Lucas v. B., einem geborenen Württemberger, ab, der für seine Verdienste im Hussitenkriege von Kaiser Sigismund zum Ritter geschlagen wurde. Einer seiner Nachkommen erwarb 1554 das obere Schloss zu Ehningen(O. a. Böblingen) und soll des- halb(Cast, württ. Adelsbuch 157 f.) die Aufnahme in die Reichsritterschaft(N.) erlangt haben; doch findet sich die Familie in den Mitgliederverzeichnissen dieses Kantons nicht aufgeführt. Da- gegen erkauften die v. B. 1659 Schloss und Gut Buchenbach, mit dem sie dem Kanton K. ange- hörten. Doch veräusserten sie 1711 diesen Besitz(O. a. beschr. v. Waiblingen).

von Brempt zu Landskron. Diese niederrheinische in Jülich und Cleve angesessene Familie gelangte 1633 durch eine quadtische Erbtochter zu einem Anteil an der Burg und Herrschaft