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1 (1887)
Entstehung
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schaft B. mit 13 Dörfern zum Kanton R. gehört habe, irrtümlich. Wohl aber besassen sie seit alter Zeit in diesem Kanton die Herrschaft Lengsfeld(mit der gleichnamigen Stadt und einigen Dorfern im Eisenachschen) zur Hälfte wenigstens bis auf die jetzige Zeit; erbten überdies im 15. Jh. von den v. Lüder bedeutende Güter und erkauften im 17. und 18. Jh. einen Teil der Gerichte Buchenau und Neukirchen, um nur der wichtigsten Erwerbungen zu gedenken. Landau, Beschr. des Kurfürstentums Hessen 317 f; 488; 504 f; Schneider, die Rhöngegend in historischer Be- ziehung 61. Nur vorübergehend war die Familie auch im benachbarten Kanton B. ansässig, wo das Rittergut Weisenbrunn 1696 vom General-Feldmarschall-Lieutenant Georg Philipp v. B. erkauft wurde(Lehnes, Geschichte des Baunachgrundes im Archiv des histor. Vereins für Unterfranken und Aschaff. VII 1, 119). Die Familie hat in ihren mancherlei Asten und Zweigen schon 1221 teilte sie sich in die beiden noch blühenden Hauptstämme der weissen und schwarzen Fahne viele be- deutende Männer des Krieges und des Friedens hervorgebracht; unter den ersteren ist hier Konrad v. B., derKleine Hesse genannt(1527 unter Frundsberg bei der Eroberung Roms General aller deutschen Landsknechte), deshalb zu erwähnen, weil er sein Geschlecht nach Schwaben verpflanzte, wo es erst Anfang dieses Jhs. erlosch. 1568 erwarb er die Herrschaft Hohenburg(bei Donauwörth im Kanton K.) von Sebastian Schertlin von Burtenbach; seine Nachkommen vermehrten den Besitz (1594 kam Erolzheim im Kanton D. an sie u. s. w.); wurde auch die Herrschaft Hohenburg schon 1661 an die Grafen von Ottingen verkauft, so blieben sie doch bis in unser Jh. Mitglieder bei D.; 1826 erlosch dieser Zweig mit dem Freiherrn Alois v. Bemelberg(so nannten sie sich mit demälteren Namen, den früher auch die fränkische Hauptlinie führte). Solger, der Landsknechtsoberst Konrad von Bemelberg, der kleine Hess; Steichele, das Bistum Augsburg III 909; O. a. beschr. v. Biberach unter Erolzheim.

Bombast von Hohenheim, die Familie, der der berühmte Arzt Paracelsus angehörte, wird von Mader in N. aufgefuhrt. Uber ihren Besitz daselbst habe ich nichts finden können; doch hatte sie 1430 Anteil an dem später zum Kanton K. gehoôrigen Rittergut Steinbach(O. a. Esslingen; s- O. a. beschr. von E. unter Steinbach). Das Geschlecht kommt noch spät im 16. Jh. vor.

Boos von Waldeck. Dieses alte, jetzt gräfliche Geschlecht stammt von der Burg Waldeck auf dem Hundsrück, einem der wichtigen Ganerbenhäuser dieser Gegend, das die Boos mit andern Familien des Namens von Waldeck seit 1242(Günther cod. dipl. rh. m. II 197) als kölnisches ELehen bewohnten. In der Nähe dieses Schlosses besassen sie reichen Besitz, mit dem sie sich dem Kanton N-R. anschlossen(v. d. Nahmer, Entwickelung u. s. w. 645); doch erstreckte sich derselbe bis in die Eifel(Bärsch, Städte u. Ortsch. der Eifel III 2, 1, 37; III 2, 2, 9; Büärsch, Beschr. des Regierungsbez. Trier 115). Andererseits erwarben sie auch Besitz im Kanton O-R.(Simon, Annalen I, 129; vielleicht durch die von Montfort, deren Namen sie dem ihrigen beifugten; vgl. auch Kolb, statist.-topogr. Schilderung v. Rheinbaiern II, 67). Endlich erschienen sie auch fruhzeitig(wenigstens schon im Anfang des 15. Jhs.) im Gefolge der Erzbischöfe von Trier und Mainz auf dem rechten Rheinufer und erwarben Rittergüter, so dass sie auch in M-R. Mitglieder waren; namentlich im Quartier Rheingau war ihr Besitz nieht unbedeutend. Vgl. Vogel, histor. Topogr. von Nassau 50; 209; 211; v. d. Nahmer a. a. O. 590 f. Anm.

von Bornheim s. Waldbott von Bassenheim.

von Bose nennt Biedermann in R.; ausserdem erwarb ein v. B. 1762 durch Heirat einen

Teil des zum Kanton K. kollektierenden Rittergutes Neubronn, veräusserte ihn aber schon 1780 an 3