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1 (1887)
Entstehung
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Familien des Hegaus eine der angesehensten. Ihre Stammburg Alt-Bodman lag am westlichen Ufer des UÜberlinger Sees bei dem Marktflecken Bodman; dieses Besitzes erfreut sich noch jetzt die Familie, während das Dorf Hohenbodman(im Linzgau), schon im 12. Jh. in ihrem Besitz, jetzt abgekommen ist. In den Rittergesellschaften, den Vorläufern der reichsritterschaftlichen Vereinigung, spielt das Geschlecht eine wichtige Rolle, wie es auch späterhin oft hohe Chargen, mehrere Male die Würde des Ritterhauptmanns beim Kanton H. bekleidete. Im 15. Jh. teilte es sich durch die Brüder Wildhans und Frischhans in zwei noch jetzt(als Freiherrn) blühende Familien. Sie beerbten mehrere Familien der Nachbarschaft, wie die Fridingen und Homburg; doch blieb dieser Zuwachs nicht lange bei dem Geschlecht. Auch Versuche, ausserhalb des Kantons H. Besitz zu gewinnen, waren wenig erfolgreich; die Herrschaft Ebringen im Breisgau, Lehen von St. Gallen, wurde 1559 erworben und schon 1580 veräussert. So beschränkten sie sich auf ihren reichen Besitz in H. Schönhuth a. a. O. IV 3 63; Cast, badisches Adelsbuch; O. a. beschr. von Spaichingen unter Mahlstetten.

Böcklin von Böcklinsau. Ein Zweig der elsässischen Familie Bock(s. Bock v. Bläsheim), mit bedeutendem Besitz in E. und O.(in letzterem war Rust ihnen gehörig) bis zur Auflösung der Reichsritterschaft Mitglied, war dieses Geschlecht schon frühzeitig im Bezirk des späteren Kantons N. vielfach begütert(besonders der Nebenzweig der Böcklin vom Eutingerthal, welches Gut sie schon 1295 besassen), entäusserte sich aber dieses beträchtlichen Besitzes, wie es scheint, noch vor Ab- lauf des 15. Jhs., so dass es in den Verzeichnissen der Mitglieder dieses Kantons nicht vorkommt. Jedoch wird es in K. aufgeführt, obgleich auch hier sein Besitz(Helfenberg im 17. Jh. durch Heirat erworben) nur vorübergehend war. O. a. beschr. v. Marbach unter Helfenberg; O. a. beschr. v. Horb unter Eutingen etc. Simon(Annalen 130) nennt die Böcklin ebenso wie ihre Stammes- vettern, die Bock(s. d.). Die Familie bluht noch jetzt in Baden als Freiherrn.

von Bödigheim zählten zur Reichsritterschaft in E. mit geringem Besitz.

von Bohn erhielten 1653 nach Aussterben der Landschad von Steinach von Mainz das zum Kanton Od. steuernde Rittergut Birkenau(in Hessen-Darmstadt an der badischen Grenze) zu Lehen; 1721 erlosch die Familie. Wagner, Beschr. v. Hessen I 20 f. Dieselbe Familie ist es wohl, die Biedermann in Od. alsvon Bonn in der Bergstrasse(Birkenau liegt an der Bergstrasse) angiebt. Verschieden dagegen ist wohl die am Rhein genannte Familie Bonn(Bunde) von Wachenheim (C. Wachenheim).

von Boineburg. Diese alte berühmte, noch heute weitverzweigte Familie gehört ihrem Ur- sprung nach allerdings Niederhessen an, ist aber von Anfang an infolge ihres Verhältnisses zum Kaiser und zu den hessischen Fürsten und ihres grossen Besitzstandes mit der Reichsritterschaft in steter Verbindung gewesen und später mit einem Teil ihrer Güter dem Kanton R. einverleibt ge- wesen. Reichsministerialen und Burgmannen auf der Reichsburg B.(im Kreise Eschwege), wurden sie in ihrer Stellung schwer bedroht, als König Adolf 1292 die Burg dem Landgrafen Heinrich von Hessen zu Lehen gab. Sie blieben Burgmannen der nun hessischen Burg, in deren Nähe sie schon viele Güter besassen und weiterhin noch mehr erwarben; aus Burgmannen wurden sie Besitzer der Burg, die sie als Stammsitz gemeinschaftlich besassen(Boineburgische Burgfrieden von 1430 bei Ludolff, Symphorem. II 552). Doch gelang es ihnen nicht, mit der Stammherrschaft der Reichsritterschaft beizutreten; deshalb sind die Angaben bei Berghaus und bei Wolff(die unmittelb. Teile des ehemal. römisch-deutschen Kaiserreichs 513), nach denen die Herr-