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den Burgfrieden von Steinkallenfels mitunterzeichnete.— Wigand, Wetzlarische Beiträge II p. 173. — Die Blick von Rothenburg, die ebenfalls zur rheinischen Reichsritterschaft zählten, sind wohl ein Zweig desselben Geschlechtes.
von Blittersdorf(Plittersdorf) stammen aus dem Erzstift Bremen(Bliderstorp bei Horneburg), kommen aber schon von Mitte des 13. Jhs. an im Kölnischen vor. Den Freiherrntitel erhielten sie 1664. Eine Linie des Geschlechts erwarb Rittergüter bei O.(Waldseg, Neusatz); doch erlosch sie Ende des vorigen Jahrhunderts, worauf die im Jülichschen angesessene Millendorfer Linie diesen Besitz überkam.(Cast, bad. Adelsbuch).— Bis 1717 hatten sie auch Anteil an dem Derfe Merchweiler in der Herrschaft IIlingen(Kanton N-R.), verkauften ihn aber damals an die v. Kerpen (v. Schlechtendal, Versuch einer statist. Darstellung des Kreises Ottweiler 12 ff.).— Geht auf letzteren Besitz die Angabe bei Simon(Annalen I 1, 130), wonach sie auf der linken Rheinseite Besitz hatten?— Die Familie blüht noch in Baden und Pommern.
von Bobenhausen. Diese fränkische Familie hat wohl ihren Ursprung im Kanton R., wo sie noch bei der Auflösung der Reichsritterschaft begütert war. Ausserdem war sie früher auch bei Od. mit ziemlich bedeutendem Besitz immatrikuliert, verlor denselben aber teils durch Erlöschen einzelner Linien, teils durch Veräusserung. Endlich gehörten sie auch zur rheinischen Reichsritter- schaft, Kantons M-R., wo sie z. B. im vor. Jh. ein Gut zu Obbornhofen(i. d. Grafsch. Solms) be- sassen. Wagner, Beschr. v. Hessen I, 204; Wetterauischer Geographus 303.— Simon(Annalen u. s. w. I 1, 131) führt sie auch mit Besitz auf dem linken Rheinufer an, ohne dass sie zu den Kantonen O0-R. oder N-R. gehörten.
Bock von Bläsheim. Dieses dem Elsass entstammende Geschlecht besass in seiner Heimat beträchtlichen Besitz, darunter Bläsheim, das Reichslehen war. Ausserdem werden sie auch 1772 in der Matrikel des Kantons O. als Mitglieder aufgefuhrt. Leo, Territorien IV, 167(Blesheim(sic!) Reichslehen).— Simon a. a. O. 130 nennt auch diese Familie mit Besitz auf dem linken Rhein- ufer.— Dagegen ist es mir sehr zweifelhaft, ob die in K. angegebene Familie v. Bock(bei Mader, Magazin) die elsässische ist.
Bock von Erphenstein s. von Erphenstein.
von Bodeck und Elgau werden in O. angegeben(z. B. 1772); auch in E.(?). Simon (Annalen) führt auch diese Familie unter gleichen Verhältnissen wie die vorhergehende an. Ferner war in M-R.(Quartier Wetterau) eine Familie v. B., vermutlich dieselbe, Mitglied; der Wetterauische Geographus(77) giebt ein adliges Gut dieser Familie in Praunheim an der Nidda an, zu seiner Zeit(1747) freilich schon veräussert.
Bodemer von Rohrburg, in älteren Verzeichnissen des Kantons O. genannt. Rohrburg be- sass später der Fürst von Nassau-Usingen.
von Bodman, eine der ältesten schwäbischen Ritterfamilien, deren Ursprung den älteren Geschichtschreibern viel Sorge bereitete. Denn der grosse Umfang ihres Besitzes, dazu ihr Name schien es ihnen zur Notwendigkeit zu machen, die Ahnen derer v. B. unter einem der Grafengeschlechter des Bodensees suchen zu müssen. Schönhuth(die Ritterburgen des Höhgaus IV, 3 ff) teilt die Versuche mit und vermehrt sie noch. Jedenfalls ist der Ursprung der Familie der gleiche, wie ihrer ritter- bürtigen Genossen(vgl. z. B. die von Boineburg); die Frage, ob ihre Ahnen Gemeinfreie oder Ministerialen des Reichs oder eines mächtigen Reichsfürsten waren, wird sich in vielen Fällen nicht entscheiden lassen und ist von nicht erheblicher Bedeutung. Jedenfalls waren die v. B. unter den


