14
“
Familie wird schon 1151 erwähnt; ihr Stammgut Bibra bei Meiningen besassen sie als henne- bergisches Lehen in Gemeinschaft(im Burgfrieden von 1467 erscheinen 21 Mitglieder des Ge- schlechts). Seit 1405 bekleidete der Geschlechtsälteste das Untererbmarschallamt im Hochstift, Wuürzburg; später gehörte dem Geschlecht auch das Untertruchsessamt im Bistum Bamberg. Wie zu den Grafen von Henneberg standen sie- auch frühzeitig zu denen von Wertheim und Rieneck u. s. w. im Lehensverhältnis. Ausser in R. werden sie noch mit Besitz in G., S. und A. aufge- zählt; bei R. bekleideten Mitglieder der Familie wiederholt die Würde eines Ritterhauptmanns.— Brückner, Landeskunde von Meiningen II, 179— 182; Aschbach, Gesch. der Gr. v. Wertheim 1, 376; u. a.
von Bicken stammen vom Westerwald, wo ihre Burg bei dem Dorfe B.(nassau. Amt Herborn) noch 1347 bestand. Einst in dieser Gegend mächtig und reich begütert— hatten sie doch selbst adlige Vasallen, wie die v. Mudersbach— scheinen sie durch die Übergriffe der Grafen von Nassau besonders gelitten zu haben, so dass sie in die neuere Zeit nur geringen Besitz hinüber- retteten. Sie erloschen 1732. Mitglieder waren sie ausser in M-R. auch in Od.— Vogel, histor. Topogr. v. Nassau 135; 144 ff; 156 f; 234 u. a.; Wagner, Beschr. v. Hessen III, 35.
von Bidenbach-Treuenfels besassen von 1694/98 bis 1746, in welchem Jahre Hercules Felix von B. ohne Nachkommen starb, bei K. einen Anteil an dem Rittergut Ossweil.— Beschr. des O. a. Ludwigsburg unter Ossweil.
von Bissingen-Nippenburg. Diese schwäbische Familie, ein Zweig der meissnischen Familie von Bissing, war 1636— 1789 bei dem Kanton D. wegen Grunzheim(nicht Graupheim, wie Cast, württ. Adelsbuch 152 schreibt) immatrikuliert, das sie von den v. Nippenburg durch Heirat erlangt hatte. 1746 wurden sie in den Reichsgrafenstand erhoben. Als sie 1789 das genannte Gut an Thurn und Taxis verkauften, erwarben sie dafür die Güter Dotternhausen und Rosswangen und er- langten dadurch die Aufnahme bei N. Diese Güter lagen der bedeutenden Herrschaft Schramberg näher, die sie 1699 erkauft hatten; doch waren sie mit letzterer österreichische Landsassen, wenn- gleich auch Schramberg ehemals dem Kanton N. einverleibt gewesen war.— Beschr. d. O. A. Ehingen(unter Grunzheim); O. A. Rottweil(unter Dotternhausen); O. A. Oberndorf(unter Schramberg).
Blarer von Wartensee, jetzt Freiherrn, stammen aus der Schweiz, wo sie mehrere Herr- schaften besassen; schon im 13. Jh. in Konstanz eingewandert, gehörten sie zu den patrizischen Familien dieser Stadt. Der in Konstanz geborene württembergische Reformator Ambrosius Blaurer (eig. Blarer, 1492— 1564) gehört der Familie an. Seit Ende des 16. Jhs. erwarben sie mehrere- zum Kanton K. kollektable Rittergüúter(Unterböbingen, Baiershofen und Wagenhofen). Von da an wird die Familie vielfach in Diensten der Propstei Ellwangen erwähnt. Ihren Besitz veräusserten sie noch im 17. u. 18 Jh.— Beschr. d. O. a. Gmünd unter Unterböbingen; Beschr. d. O. a. Ell- wangen 788 f., 792.— Die unter der rheinischen Reichsritterschaft aufgeführten Blarer von Geiers- berg(Gyrsperg) sind ein Zweig derselben Familie.
Bletz von Rothenstein, eine Patrizierfamilie der Reichsstadt Rottweil, in deren Nähe ihr Besitz lag, mit dem sie zum Kanton N. gehörte(darunter auch Schloss und Feste Rothenstein, nach dem sie sich nannte). Sie starben 1789 mit dem Freiherrn Joseph Anton v. u. z. Rothenstein aus; schon vorher hatten sie ihren Besitz veräussert.— O. a. beschr. von Rottweil unter Rottweil und Hausen ob Rottweil..
Blick von Lichtenberg, eine rheinische Ritterfamilie, aus der Hans i. J. 1514 als Gemeiner


