Druckschrift 
1 (1887)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

zu Nassau, die Löw zu Steinfurt, die Frankenstein, die Ingelheim, die Waldbott-Bassenheim, die Greiffenclau u. a.

III. Der Kanton Niederrhein(N-R.) hatte mit geringen Ausnahmen seinen Besitz in den heutigen Regierungsbezirken Trier und Koblenz; freilich war dieser Besitz keineswegs sicher: erst spät hatte der Adel im Erzstift Trier seine Reichsfreiheit durchgesetzt, und auch seitdem wurde der Besitz durch Veräusserungen bedeutend verringert. Die Boos von Waldeck, die Elz, die Hunold- stein, die von der Leyen, die Kesselstadt u. a. waren seine bedeutendsten Mitglieder.

Abkürzungen: A.= Altmuhl. B.= Baunach. D.= Donau. E.=(Unter-) Elsass. G.= Gebúürg. H.= Hegau-Allgau-Bodensee. K.= Kocher. Kr.= Kraichgau. M-R.= Mittelrhein. N.= Neckar-Schwarzwald. N-R.= Niederrhein. O.= Ortenau. Od.= Odenwald. O0-R.= Oberrhein. R.= Rhön-Werra. S.= Steigerwald.

von Abenberg, zur fränkischen Reichsritterschaft gehörig, angeführt in S. und A., aber frühzeitig erloschen. Mit den gleichnamigen Dynasten, mit denen sie Biedermann zusammenywirft, haben sie nichts als den Namen gemein. In S. gehörte ihnen Stübach(Lang, neuere Geschichte von Baireuth I, 11).

von Absberg, ebenfalls ein fränkisches Geschlecht, dessen Stammschloss A. bei Gunzenhausen (Mittelfranken) lag; gegen Ende des 12. Jahrhunderts zuerst erwähnt, gehörte es dem Kanton Od. an und erlosch 1647. Gefürchtet in ganz Franken war im 16. Jh. Thomas von A. als Stegreif- ritter(Baader, Verhandlungen über Thomas von Absberg, Pabl. des lit. Vereins 1873). Ihr Stamm- gut A. kam an die vom Holtz, aber schon 1652 von diesen durch Tausch an den Deutschorden.

Adelmann von Adelmannsfelden, eine schwäbische Familie, nach dem Orte Adelmannsfelden (württ. Oberamt Aalen) genannt, der aber schon frühzeitig in andere Hände uberging. Dafür erwarb sie seit dem 14. Jh. in der Nähe mancherlei Besitz(K.), den sie teilweise heute noch behauptet (Schechingen, Hohenstadt). Vgl. Oberamtsbeschreibung von Aalen unter den angegebenen Orten. Bei der Propstei Ellwangen bekleidete die Familie das Erbmarschallamt, und in der Geschichte dieses geistlichen Fürstentums spielten viele Mitglieder eine wichtige Rolle. So besonders Joseph Anselm ( 1805), der zugleich Ritterhauptmann des Kantons K. war und für seine mannigfachen Verdienste 1790 in den Reichsgrafenstand erhoben wurde. Cast, württemb. Adelsbuch 107 ff.

von Adelsheim, fränkisch, ein Zweig der Ritter von Düren, der Ende des 13. Jhs. den Ort Ad. gründete und sich darnach nannte; 1374 wurden von Kaiser Karl IV. dem Orte(jetzt Sitz eines Bezirksamts in Baden) Stadtrechte verliehen. Dieser Besitz und anderer in der Nähe dieses Stammsitzes, sowie bei Mergentheim hat sich der Familie, die zu Od. gehörte und jetzt im freiherr- lichen Stande blüht, erhalten. Auch in M-R. waren sie begütert, z. B. in Miehlen(nassauisches, Amt Nastätten); einer der Familie war um die Mitte des vorigen Jhs. Ritterrat bei diesem Kanton. Cast, badisches Adelsbuch 25 ff; Ersch und Gruber, Encyclop. unter Adelsheim; Vogel histor. Topographie des Herzogtums Nassau 76; 95.

von Affenstein, eine in pfälzischen Diensten öfters genannte Familie, die zu O-R. gehörte,