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Apperceptionsstützen für den Sachunterricht der folgenden Glasse verwenden lassen.“ Schon oben ist angedeutet worden, dals die mit 2 a bezeichnete Forderung in unserem Lesebuche am wenigsten erfüllt wird; dagegen bietet sich hinsichtlich der übrigen Fragen unter den vor-- handenen Lesestücken reiches Material. Der lateinische Lesestoff der Sexta führte die Schüler) in die griechische Götterlehre, die Heroenzeit und das griechische Volksleben,'speciell das der. Spartaner ein. In Quinta wird nun zunächst dieser Vorstellungskreis durch eine verhältnis- mälsig grosse Anzahl von Stücken pefestigt und erweitert, stets mit Wiederholung der in Sexta- gelesene Stücke. Auf die Götterlehre beziehen sich: Die Wohnung des Gottes Somnus, Die: Orakel Griechenlands, Merkur, Idomeneus, Apollo und Der bestrafte Uebermut. 2 Aus der griechischen Geschichte sind von der vorhergehenden Classe besonders die Spartaner bekannt. Ausführlich erweitert wird dieser Vorstellungskreis durch die Lesestücke: Laconischer Mut, Strenge der laconischen Mütter, die laconische Mutter, Pausanias, Pädaretus., die Ehrerbietung der lacedümonischen Jünglinge vor dem Alter, Leonidas, Eine spartanische Antwort, Lycurg, Tyrtäus. 3 Aus der athenischen Welt lernt der Schüler ebenfalls einiges kennen durch dier Stücke Phocion, die Lernbegierde des Euclid und die Schlacht bei Marathon. Gelegentlich der. letzteren wird auf den Freiheitskampf der Griechen gegen die Perser, der aus Sexta schont pekannt ist,“ nochmals eingegangen, mit besonderer Hervorhebung der Athener als Vorkämpfer im Befreiungskriege. Auch von anderen griechischen Völkern hört der Schüler mehr oder weniger, so von den Thebanern(der Tod des Epaminondas),? den Eleern(Salmoneus), den. Messeniern(Tyrtäus) und den Bewohnern der Insel Creta(Idomeneus). Eine besondere Gruppe bilden noch die Macedonier unter ihren Königen Philipp und Alexander. UÜber sie handeln die Stücke Apelles, Philipps Brief an Aristoteles, Philipps Urteil, Alexander, der fromme Sinn Ale- xanders des Grolsen, wozu sich noch Cäsars Ruhmbegierde verwenden läſst. 6 Nach Zusammen- fassung dieser Stücke und Gruppierung ihres Inhalts werden im letzten Tertial aus Müllers lateinischem Lesebuch für Quarta ausgewählte Capitel aus der Geschichte Alexanders des Grofsen gelesen; dabei lernt der Schüler zugleich manches aus der persischen Geschichte kennen. Der Zug des unter Alexander geeinigten Griechenlandes gegen die Perser erscheint ihm als ein Vergeltungskrieg für die vielfachen Versuche dieses Volkes, die griechische Freiheit zu unter- drücken..
Der Gesamtstoff der im Vorstehenden angegebenen Lesestücke gibt also dem Schüler einen mehr oder weniger ins Einzelne gehenden Uberblick über die griechischen Verhältnisse, die Geschichte des Volkes und seine Schicksale, und zwar nicht nur die Kämpfe der einzelnen Staaten untereinander, sondern auch die gegen Philipp und Alexander sowie gegen die Perser. Hierbei treten Athen und Sparta als Vertreter der See- und Landmacht einerseits, der demokratischen
. ¹ Diese Forderungen schliefsen es natürlich nicht aus, dafs auch einmal ein inhaltlich weniger be- deutendes Stück gelesen werden kann, wenn es sich durch formal oder syntactisch wichtige Beispiele be- sonders auszeichnet.
² Dazu aus dem deutschen Lesebuche: die Unterwelt, der Sänger Orpheus.
3 Diese brauchen nicht sämtlich gelesen zu werden; die, aus denen nur einzelnes brauchbar ist, kann der Lehrer vor der Zusammenfassung über die Spartaner selbst vorübersetzen.
4 Vgl. die Stücke: das Verderben der Schmeichelei, Griechenlands Kämpfe mit Datis und Artaphernes, mit Xerxes und Mardonius..
5 Vgl. das deutsche Lesestück: Epaminondas.
6 Dazu aus dem deutschen Lesebuche: Alexander der Groſse.


