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2 (1894) Sachlich-historischer Teil
Entstehung
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Prinz Eugen. Im Anschlufs an die ersten dem Christentum im Westen Europas drohenden Gefahren wird unter Bezugnahme auf das im Gesangunterrichte gelernte Gedicht Prinz Eugen die fortwährende Türkengefahr im Osten Europas und ihre Beseitigung betrachtet. Reihe: Karl Martell Aruber, Karl der Grolſse Mauren, Barbarossa Sarazenen. Prinz Eugen Türken. Lesestücke: die Türken vor Wien, Prinz Eugen. Gedichte: Schwäbische Kunde, Prinz Eugen. Schülerbibliothek: Die Türken vor Wien v. Fr. Schmidt(drei Ausgaben).

Deutschland im Zeitalter Ludwigs XIV., seine Schwäche und Zersplitterung. Rückgriff auf die Uneinigkeit der alten Germanen¹. Benutzung der Lesestücke: Der dreilsig- jährige Krieg, Friedrich Wilhelm, der grolse Kurfürst. Geographie: die Verwüstung der Pfalz, Zerstörung von Worms, Oppenheim(Katharinenkirche), des Heidelberger Schlosses, Plünderung der Kaisergräber in Speyer, der Elisabethenkirche in Marburg; Metz, Stralsburg. Lesestück: die Verwüstung der Pfalz.

Die Ergebnisse des heimatkundlichen Unterrichts sind im wesentlichen folgende:

1. Kenntnis der Hauptsachen aus der Walter-, Siegfrieds- und Dietrichsage. Die darauf verwendete Zeit beträgt 810 Stunden, da eine ausführlichere Behandlung der Quarta pleibt. Einzelnes erfordert mit Rücksicht auf die Heimatkunde genauere Hervorhebung z. B. die Wohnsitze der in Frage kommenden Völker,(Burgunden, Franken, Sachsen, Dänen, Niederländer, Hunnen, Goten); alte Verkehrswege: Donau,(Eintall Etzels, Flucht Walters, Zug der Burgunden nach dem Hunnenlande), Rhein(Fahrt zu den Nibelungen und nach dem Isenstein); Aussehen und Kampfesweise der Hunnen(Vorbereitung auf Bild 6); königliche Erziehung(Walter, Siegfried, Dietrich[Waffenmeister Hildebrand], Ritterschlag, Turnier); Be- deutung der Sänger?(Vorbereitung auf U III). Ferner mit Benutzung der GedichteSiegfrieds Schwert undBurg Nidek Betrachtung der Riesen und Zwerge; Aussehen, Eigenschaften, Bewaffnung. Wohnung; Ausrüstung mit überirdischen Mitteln(Tarnkappe, vgl. das Riesen- kleinod inRoland Schildträger, den Ring und Gürtel der Brunhilde; aus Sexta bekannt: der Riese Antäus); Drachen und Lindwürmer(der hörnene Siegfried); Aberglaube(Traum der Krimhilde; Prophezeiung der Wasserfrauen an Hagen); heidnische und christliche Vorstellun- gen vermischt.

2. Für die Heimatkunde. a. das Land. Früheres Aussehen, Pflanzenwelt(Urwald, Wiesen[Weideland], Felder[Gerste, Hafer, Flachs Leinwand. Webstuhl der Frau]), Tier- welt(Schafe, Rinder, Pferde[Thüringen], Bären, Wölfe[Ardennen, Vogesen, Eifel noch heute, Elentiere, Auerochsen), Bodenbeschaffenheit(Sümpfe, Wälder), Bodenschätze(Salz, Saale Halle), Landesgrenzen,(Pfahlgraben, Rennsteig, Danewerk, vergl. Mainlinie, Lech). b. der Mensch. Germanen(Aussehen!), Kelten. Deutsche Stämme: Cherusker, Chatten, Sachsen, Thüringer, Friesen, Franken, Markomannen, Goten. Alemannen, Bayern, Schwaben. Fremde Völker: Römer, Hunnen, Avaren, Ungarn, Slaven(Wenden), Dänen, Normanen[Wikinger], Araber (Mauren), Sarazenen, Türken, Franzosen. Seſshafte Völker Nomaden.

1 Späterer Anknüpfungspunkt für den Rheinbund; vgl. die Uneinigkeit im alten Griechenland, auch dort durch die geographischen Verhältnisse mitbedingt.

² Fahrende Sänger bei den alten Germanen(Freytags Ingo p. 47 fl.); Werbel und Schwemmel; Volker von Alzey; fahrende Sänger bringen wohl Gunther Kunde von Brunhilde und rühmen Siegfried die Schönheit Krimhildens. Vgl. die Gedichte Klein Roland und Grab im Busento. Deutsches Lesestück; der Sänger Or- pheus; lateinische: Tyrtäus, Arion; aus Sexta bekannt: der phäakische Sänger Demodokos.

3 S. Teil 1 p. 16.