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2 (1894) Sachlich-historischer Teil
Entstehung
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3. Staatseinrichtungen: Patriarchalische Verhältnisse. Familie, Gau, Stamm, Volk, Völkerbund. Theokratie,¹ Richter, Könige. Wahl(Schilderhebung), Ehrenstellung, Ehren- bezeugung, Nachrufe, 3 Hünengräber, Denkmäler(Hermannsdenkmal), Wohnung, Obliegenheiten, Herzöge. Häuptlinge. Typus eines kriegerischen, siegreichen, von den Göttern unterstützten (Schlacht im Teutoburger Wald; vergl. Drusus' Tod: Schläft er, wird ein Gott ihn wecken), eines frommen, für das Christentum kämpfenden(Chlodwig, Karl Martell, Karl der Groſse, Bar- barossa) und eines von seinem Volke geliebten Königs(Alarich; vergl. Eberhard von Würtem- berg, Ludwig der Eiserne). Hof des Königs Gefolge, Paladine; Aemter und Obliegenheiten derselben= Rat. Reichstag, Volksversammlung(Dorflinde in Gleiberg) Heerschau. Lehens- wesen. Werth der politischen Einigkeit(Einigkeit macht stark), Unsegen der Zwietracht. Rechts- pflege(mit besonderer Hervorhebung derselben unter Karl dem Groſsen).

4. Culturverhältnisse. Typische Züge der Germanen(Treue, Gastfreundschaft, Frei- heitssinn, Heimatliebe, Sangesfreude). Wohnung,(Lage.[Einzelsiedelung; Hütte, Herren(Edel-) sitz], Bauart lauch Pfahlbauten],5 Aulseres, Inneres[Halle Diele(Tenne) Rittersaal], speciell sächsischesé und fränkisches Bauernhaus, Schmuck[Hufeisen, Pferdeköpfe, Raben, Krähen und ihre Bedeutung, Beschäftigung der Männer(Krieg, Jagd, Spiel), Stellung der Frauen, Sklaven, (Kriegsgefangene), Erziehung(körperliche und geistige; Schulen), Bauern, Bürger, Adel(Ritter).

5. Verkehr. Römische Kaufleute, römischer Luxus. Bedeutung der Castelle und Römer- städte. Entstehung der Städte in der Römerzeit, unter Karl dem Groſsen und Heinrich I. Verkehrsbegünstigungen(zugleich Gründe zum Wachstum: Marktrecht, Messen). Verkehrs- stralsen(Bedingungen derselben; Rhein, Donau, mährische Pforte). Förderung des Verkehrs durch die Kreuzzüge. Verkehrshindernisse und Erschwerungen(Raubritter, Wegelagerer, See- raub(Normannen); Zölle[Mäuseturm, Pfalz b. Caub]).

6. Kriegswesen. Erziehung zum Kriegsdienst(Abhärtung, Waffenübungen). Wehr- pflicht, Bewaffnung(Schutz- und Angriffswaffen). Kriegskunst, Kriegführung(Kampfesweise; Germanen Römer[Teutoburger Wald], Hunnen(Ungarn) Germanen, Sachsen Karl der Grolse). Heeresreorganisation(Heinrich I., Landwehr 1813, König Wilhelm). Kriegsge- fangene, Kriegsbeute(Ehrenanteil des Herzogs, Anteil des Gefolges). Tod im Kampfe(Helden- tod: Roland, Rüdiger, Hofer; dagegen Siegfried, Hagen, Armin; Walhalla, Walküren). Feldherr (typisch Armin, Blücher, Moltke). Volksheer, Reiterheer. Auswärtige und innere Kriege(Bruder- kriege). Groſse Züge(Völkerwanderung, Kreuzzüge, Zug Napoleons nach Russland, vergl. Aus- zug der Juden aus Agypten, Argonautenzug, Alexanderzug, Perserkriege, Dorische etc. Wande-

¹ Schiller, Zeitschr. f. d. Gymn. XXXXII p. 407, 415.

² Ebdsbst p. 408.

3 Im Liede, vgl Grab im Busento: Und es sang ein Chor von Männern:»Schlaf in deinen Heldenehren.- Auch können die Worte des Tacitus über Armin verwertet werden: Caniturque(Arminius) adhuc barbaras apud gentes(Ann. II. 88)..

4 Schiller a. a. O. p. 424 f.

5 Mit Benutzung des Bildes in Gartenlaube 1880, p. 613.

s Vergrölsert nach Sach, die deutsche Heimat p. 87, Vgl. auch den betr. Abschnitt in: Hentschel und Märkel, Umschau in Heimat u. Fremde, Bd. I Deutschland.

7 Vgl. die in Freytags Ingo genannten Uebungen: Wurf mit der Holzkeule(Bumerang), Sprung über sechs Pferde(Königssprung), Schwerttanz; Hinweis auf den heutigen Turnunterricht.

8 S. die vorhergehende Anmerkung.