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4. die Verbreitung des Christentums. Mittelpunkt Fulda und Bonifatius(mit Benutzung von Freytags Ingraban). Betrachtung der Missionsthätigkeit und ihrer Gefahren; Vergleich mit den Aposteln und der heutigen Mission(Afrika). Verwandlung heidnischer in christliche Bräuche(nach Frick, Lehrpr. II, p. 111).
5. Karl der Grofse. Den Ausgangspunkt bildet die Sage, an welche die Kümpfe mit den Longobarden, Arabern, Avaren, Slaven und Sachsen(Name lvgl. Cherusker], Charakter (typisch Widukind)]. Kriegführung) angeschlossen werden. Dabei stete Berücksichtigung des geographischen Bildes. Die inneren Verhältnisse werden durch die Wandlung der altgerma- nischen Einrichtungen(immanente Repetition derselben!) an der Kaiserkrönung, der Stiftung neuer Bistümer. der Gründung von Städten, Anlage von Verkehrstraſsen, Einrichtung von Schulen, den Marken, Grafen, Pfalzen, den Gau- und Reichsversammlungen dargelegt. Ver- waltung des ungeheuren Reiches und Controlle derselben. Thätigkeit Karls in religiöser, commercieller, organisatorischer, administrativer Hinsicht. Beiname„der Groſse“.
6. Heinrich I. Die inneren und äufseren Reichsfeinde. Beseitigung der durch die Ungarn drohenden Vernichtung deutschen Wesens. Die Sachsen(Gegensatz zu Bild 5) jetzt Vorkämpfer des christlichen Glaubens. Die groſsen Vasallen(Stammesherzöge). Entstehung der Reichsburgen und späteren Städte. Das Reiterheer, zugleich als Grundlage für die spätere Betrachtung des Rittertums.
7. Ludwig der Eiserne von Thüringen. Entstehung des Rittertums; Erziehung ¹, Bewaffnung, Aufgabe, Blüte(Kreuzzüge, Ritterorden) Entartung und Verfall(Raubrittertum, Fehdewesen); Ritterburg; verbunden wird hiermit ein Besuch der sehr gut erhaltenen, teil- weise wiederhergestellten Burg Gleiberge. Die Thüringer Landgrafen Besitzer von Hessen.
8. Bild einer mittelalterlichen Stadt. Rückgriff auf das 6. Bild. Die alten Teile von Gielsen und Wetzlar. Ritter- und Städtebund der Wetterau(Frankfurt, Friedberg, Wetzlar, Gelnhausen). Die Reichsstadt Friedberg. Kirche, Rathaus, Mauern, Thore. Gewerbe und Künste. Handel(Messen, Märkte; Marktrecht. Münzrecht). Wehrhaftigkeit der Bürger. Wachstum und Blüte der Städte(Kreuzzüge). Hansabund, rheinischer, schwäbischer Städte- bund. Ausgegangen wird überall von der heutigen Stadt.
9. Friedrich der Grolse, mit einem Ueberblick über die allmähliche Entwickelung des preulsischen Staates als Typus eines unter kraftvollen Fürsten zu selbständiger Bedeutung emporstrebenden Volkes(Rückblick auf die religiöse und culturelle Thätigkeit des deutschen Ordens in Preulsen; der groſse Kurfürst[Fehrbellin] als Vorläufer Friedrichs); Wert eines starken, gut disciplinierten Heeres und einer einheitlichen Kriegsleitung gegen viele Feinde (vgl. Napoleon I. und die Verbündeten). Typus der Thätigkeit eines Regenten(der alte Fritz) nach schweren Kriegen(Steuererlafs, fremde Colonisten. Cultivierung sumpſiger Landstriche [Oder], Einführung der Kartoffel, Schulen). Hinweis auf Preussens Befähigung zur künftigen Führerschaft in Deutschland.
10. Kaiser Wilhelm I. Ausgegangen wird von der politischen Lage Deutschlands und der Unterdrückung Preussens zu Anfang dieses Jahrhunderts durch Napoleon I. Einwirkung
Dabei Hinweis auf unsern Turnunterricht; die Turniere ähnliche Veranstaltungen wie die heutigen Turnfeste und die griechischen Spiele.
² Die Erklärung der Burg und die Zeichnung des Bergfrieds nach Ritgen, Geschichte von Burg Gleiberg, Giefsen 1881.


