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2 (1879)
Entstehung
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12. October). Dieſe Einrichtung ſcheint ſich auch für die Zukunft zu empfehlen. Zu Weihnachten waren 14 Tage Ferien(vom 23. Dec. bis 4. Jan.). In allen dieſen Ferien war die Einrichtung getroffen, daß die Schüler der 3 unteren Klaſſen um eine geeignete Anfertigung der Ferieuaufgaben zu bewirken, an einigen beſtimmten Tagen der Ferien dem Unterzeichneten ihre Arbeiten vorzeigen mußten. In dieſer Controlle wurde er von dem Herrn Collegen Leimbach unterſtützt. Hieran ſchließe ich gern die Mittheilung an, daß Herr College Leimbach auch im verfloſſenen Jahre in einer Abendſtunde des Sonnabends mit den Schülern der Secunda, um eine ausgedehntere Kenntniß mit unſeren Klaſſikern zu erzielen, einige Werke derſelben geleſen und erklärt hat. Um auch eine Bekanntſchaft mit den beſten Schriften der griechiſchen Dichter zu vermitteln, wurden in paſſenden Stunden in der Secunda Antigone und Oedipus auf Kolonos von Sophokles, ſowie die Sieben vor Theben von Aeſchylos, in der Tertia die Odyſſee in guten Ueberſetzungen geleſen.

Um denjenigen Schülern, für welche wegen ihres künftigen Berufes die obligatoriſchen zwei wöchentlichen Zeichenſtunden nicht hinreichend ſind, Gelegenheit zu geben, ſich die erforderliche Fertigkeit anzueignen, beſtand auch in dieſem Schuljahre die Einrichtung, daß Mittwochs von 4 Uhr facultativer Zeichenunterricht gegeben wurde. An demſelben nahmen Theil aus:

II. Wöllenſtein, Greif, F. Schneider, Strippelmann, Diehl, H. Schneider, Schäfer, Schmidt, Grau.

III. Wick, Schmidt, Sälzer, J. Wolf, Brehm, Oppenheim, Lindemann, Schneider, Röhr.

IV. Nunckel, Raſſau, Grau, Amberg, Bolbach, Brauer, Wenzel, Gieß, Schmidt, Ed. Schulz, Dern..

V. Schmittmann, Briel I., Bremer, Fr. Schulz, Schmidt, Keßler I., Keßler II., Eckhardt, Hupbach, Fladung, Kern, Weber, Sälzer I., Müller, Paar, Birkenſtock, Herbig, Zeiße 1.

Da die Confirmanden der III. und IV. gehindert waren, den von 1112 Uhr ertheilten obligatoriſchen Zeichenunterricht zu beſuchen, ſo mußten dieſelben dem vorhergenannteu Zeichen⸗ unterricht Mittwochs von 24 Uhr beiwohnen.

Die ſchriftliche Prüfung wurde am 13., 14., 15., 17. und 18. Februar abgehalten; die Aufgaben waren folgende:

1) Im Deutſchen ein Aufſatz über das Thema: Wie ſah das Städtchen aus, welches Goethe zum Schauplatz ſeines Gedichtes:Hermann und Dorothea erwählt hat? Mit beſonderer Berückſichtigung des väterlichen Hauſes Hermanns.

2) im Lateiniſchen

3) im Franzöſiſchen ein Exercitium.

4) im Engliſchen

5) in der Mathematik und zwar

a) in der Planimetrie: Ein Dreieck zu conſtruiren, von welchem die drei Trans⸗ verſalen t, t' und t gegeben ſind.

b) in der Stereometrie: Von einem geraden, abgeſtumpften Kegel ſind gegeben die Seite a, der Radius o der kleineren Grundfläche und der Winkel 2 ¼, welche die verlängerten Seiten mit einander bilden. Es ſoll der Radius r der größeren Grundfläche, der Mantel M und das Volumen V dieſes Körpers berechnet werden. Nach Ausrechnung dieſer Größen in Buchſtaben ſind folgende Zahlenwerthe ein⸗ zuſetzen: S= 12,5 m; 6= 1,9 m; 2= 440 18 22.

c) in der Algebra: Eine dreizifferige Zahl zu finden, welche folgende Eigenſchaften hat: Die Ziffer der mittelſten Stelle iſt gleich der Summe der beiden andern Ziffern. Dividirt man die geſuchte Zahl durch ihre Querſumme, ſo iſt der Quotient= 27 mit dem Reſt 9. Die Summe der Quadratzahlen der drei Ziffern (ohne Rückſicht auf ihren Stellenwerth) iſt gleich 22. 1, a.

d) im Rechnen: N verkauft am 15. Mai 7 Stück à 100 Thlr. 4 ½ 0%ige preußiſche conſolidirte Anleihe zum Courſe von 101,5; Zinstermin und 181o und 8 Stück à 100 Thlr. 4% ige Eiſenbahn⸗Prioritäten zum Courſe von 92,5 mit 40% Ein⸗ zahlung; Zinstermin uwund. Courtage 1%o. Er kauft dafür zur Hälfte amerikaniſche 6% ige Staatspapiere zum Courſe von 102,5; Zinstermin ½ und 1%; (1 Doll.= 425 M.) und zur Hälfte öſtreichiſche 5, eigentlich 4% ige Silber⸗ rente zum Courſe von 55 ½; Zinstermin 11 und 1⁄; 1% Courtage. Wieviel von beiden Staatspapieren erhält er, und wie groß iſt der Reſt?

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