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eitens der oberſten Schulbehörde an die Erfüllung weſentlicher Bedin ügli S
in Lehrer geknüpft iſt. 1 f g weſentlicher Bedingungen bezüglich der Stellung 6— aus dem Monat März haben wir ein höchſt wichtiges und erfreuliches Ereigniß zu erichten.
Herr Geheimer Regierungsrath Dr. Stauder, Decernent der höheren Lehranſta weſtlichen Provinzen im Miniſterium der geiſtlichen, Unterrichts⸗ und— beſuchte auf einer Viſitationsreiſe in der Provinz Heſſen⸗Naſſau am 12. März unſere Schule. Er hospitirte in allen Klaſſen und bei allen Lehrern, griff auch zuweilen ſelbſt in den Unterricht ein und richtete am Schluße eines Lehrgegenſtandes auf die gemachten Wahrnehmungen gegründete ermahnende und aufmunternde Worte an die Schüler. An dieſe Reviſion ſchloß ſich eine längere Conferenz mit den Lehrern, in welcher Herr Geheimer Rath Stauder ſeine volle Zufriedenheit über den Stand der Schule gegen die Lehrer ausſprach. Dieſes ſehr günſtige Reſultat war dem Lehrer⸗Collegium um ſo angenehmer, als hierdurch bewieſen wurde, daß die ohne vorausgegangene Reviſion der höheren Bürgerſchule verliehene Vollberechtigung einer Anſtalt zu theil geworden war, welche auf dem vorgeſchriebenen Standpuncte ſteht.
Aenderungen im Lehrerperſonal kamen nur inſoweit vor, daß Herr Schreiber, Hauptlehrer an der hieſigen Mädchenſchule, auf ſeinen Wunſch von dem Auftrage, den Geſang⸗ und Schreib⸗ unterricht an der höheren Bürgerſchule zu ertheilen, zu Anfang des Schuljahres entbunden wurde, nachdem derſelbe zehn Jahre hindurch mit gutem Erfolg den genannten Unterricht an der Anſtalt ertheilt hatte. An ſeine Stelle trat Herr Corell, Lehrer an der Bürgerſchule dahier; er kam ſeinen Obliegenheiten mit Treue und Pünctlichteit nach. Durch Verfügung Koͤnigl. Provinzial⸗ Schulkollegiums vom 13. Februar S. 768 iſt jedoch beſtimmt, daß ein beſonderer Elementarlehrer beſtellt werden ſoll, der außer dem Geſang- und Schreibunterricht auch noch die Stunden eines Hülfslehrers, deſſen Stelle durch andere Lehrer der Anſtalt gegen beſondere Remuneration bisher verſehen worden iſt, zu übernehmen hat. Zu dieſer Stelle iſt auf Vorſchlag des Curatoriums Herr Haaſe, Cantor und Lehrer an der Stadtſchule zu Gelnhauſen, vom Koͤnigl. Provinzial⸗Schul⸗ kollegium ernannt worden; jedoch iſt es nicht möglich, daß derſelbe ſeine neue Stelle ſchon mit dem Beginne des neuen Schuljahres antritt, ſondern erſt mit dem 1. Juni. Mit dem Eintritt dieſes Lehrers werden auch einige Verbeſſerungen in dem Lectionsplan möglich werden.
Zur Feier des 2. September und 22. März fanden Schulactus in herkömmlicher Weiſe ſtatt. Die Feſtrede an jenem Tage hielt, wie auch bei dieſer Nationalfeier in den früheren Jahren, der Unterzeichnete, in welcher er ein Lebensbild des General⸗Feldmarſchalls Graf Roon zu ent⸗ werfen ſuchte. Am Geburtsfeſt Sr. Majeſtät unſeres allgeliebten Kaiſers ſchilderte Herr Ober⸗ lehrer Dute Leben und Thaten des Generals von Werther. Bei beiden Schulfeierlichkeiten wechſelten außerdem in geeigneter Weiſe Geſang und Declamation von Liedern und patriotiſchen zur betreffenden Feier in naher Beziehung ſtehenden Gedichten. 1
Den 8. Juni 1877 machten Lehrer und Schüler einen Ausflug und zwar in drei Abtheilungen: Die beiden oberen Klaſſen gingen mit Herrn Schneider und dem Unterzeichneten über Fron⸗ hauſen durch den Kroffdörfer Wald nach dem Gleiberg und nach Gießen; Quarta und die gröͤßeren Schüler der Quinta beſuchten mit den Herren Wachsmuth und Schürmann den Chriſtenberg und die übrigen Quintaner machten mit der Sexta unter der Führung der Herren Oberlehrer Dute und Leimbach einen Spaziergang nach Goßfelden..
Die 3 ½ wöchentl. Sommer⸗ und 2 ½ wöchentl. Herbſtferien fielen auf die Zeit vom 9. Juli bis zum 1. Auguſt bezw. vom 23. September bis 10. October; die zweiwöchentlichen Weihnachts⸗ ferien dauerten vom 23. December bis 7. Januar. Um die rechtzeitige Anfertigung der Arbeiten in den längeren Ferien zu controlliren, mußten die hieſigen Schüler der drei unteren Klaſſen an beſtimmten Tagen die Arbeiten dem Unterzeichneten vorzeigen. Für die Sexta hatte Herr College Leimbach, als Ordinarius dieſer Klaſſe, die Cöntrolle ſelbſt übernommen. Hierbei erwähne ich ſehr gern, daß Herr College Leimbach während des verfloſſenen Schuljahres an einem Abend wöchentlich mit den Schuͤlern der Secunda, um eine genauere Kenntniß unſerer großen Dichter zu erzielen, einige Werke derſelben geleſen und erklärt bat. 2 u,TE
Wie ſeither war auch im letztverfloſſenen Schuljahre die Einrichtung getroffen, daß am Mittwoch⸗ und Sonnabend⸗Nachmittag von 2—4 Uhr noch facultativer Zeichenunterricht an ſolche Schüler, welche zu ihrem künftigen Beruf in den zwei obligatoriſchen Stunden nicht genügende Uebung fanden, ertheilt wurden; ſo mußten auch diejenigen Confirmanden 2 dieſer Stunden
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