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2 (1901) Die Familien der ehemaligen unmittelbaren Reichsritterschaft in Schwaben, Franken und am Rhein / Edward Stendell
Entstehung
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206; Wetterauischer Geographus 38; v. Stramberg, Rh. Antiqu. II, 3, 374; 303 f.; v. Briesen, Kreis Merzig 223; 295.

von Dobeneck, eine vogtländische Familie, von D. bei Oelsnitz im sächsischen Vogtlande stammend, besass schon Ende des 15. Jhs. in der Gegend von Hof Güter (Brandstein, Schnarchenreut, Gottsmannsgrün, Rudolfstein), mit denen sie sich dem Kanton G. anschloss. Alban und Ernst v. D. begegnen in einer langen Reihe von Morosen des Kantons G., gegen die 1576 ein Kaiserliches Mandatum poenale erwirkt wurde. 1587 er- scheint das Geschlecht unter dem Adel des Oberlandes begütert zu Gottsmannsgrün, Schlegel und Stöcken. Mit dem übrigen vogtländischen Adel teilte diese Familie, die noch jetzt in Bayern und Preussen blüht, in der Folge das Schicksal der Landsässigkeit. Lang, neuere Gesch. d. Fstts. Baireuth I, 8; III, 280; Maders Sammlung V, 183.

von Döla(Dela, Thelein), zu Schönwald gesessen, gehörten 1587 zum Adel des Baireuther Oberlandes, der sich dem Kanton G. angeschlossen hatte. 1576 begegnen die Erben des Hans v. D. zum Schönwald unter den Morosen dieses Kantons(s. v. Dobeneck). Lang, neuere Gesch. v. Baireuth III, 282(Thelein); Maders Sammlung V, 184. Eine Familie von Dôlau(Dôéhlau), vermutlich dieselbe, erscheint Ende des 16. Jhs. auf kurze Zeit im Kanton Od.; sie besass damals Anteil an Jagstheim und den Weiler Beeghof, beides bei Crailsheim gelegen, wahrscheinlich 1582 durch Heirat(von den v. Ellrichshausen) erworben. Den Beeghof veräusserte Hans v. D. 1597 schon wieder; auch der übrige Besitz gelangte bald in andere Hände. Beschr. d. O. a. Crailsheim 253; 328.

von Dörnberg(Doringenberg), eine alte hessische Familie, die in der hessischen Geschichte mit Auszeichnung erwähnt wird und auch in der allgemeinen Geschichte durch den Freiherrn Ferdinand Wilhelm Kaspar v. D. bekannt geworden ist, der i. J. 1800 den Aufstand gegen die Fremdherrschaft in Niederhessen ins Werk setzte. Sie stammt von dem Dorfe D. am Habichtswald, westlich von Cassel, gehört ihrem Ursprung nach wohl zu den hessischen Freien und zählt seit alter Zeit zu den begütertsten Familien der hessi- schen Ritterschaft. Auch nach der Wetterau und dem Westerwald verbreitete sie sich; dort waren die v. D. im 16. Jh. mit den Schenk zu Schweinsberg Pfandinhaber eines Sechstels des Gerichts Oberohmen, das 1612 an die Riedesel überging, die bereits das übrige besassen; auf dem Westerwald gehörten ihnen in derselben Zeit adlige Hôfe zu Gersassen und Westert. Deshalb erscheinen sie in den Listen des Kantons M-R.; 1542 wurde Raban v. D. zum Kassier bei der rheinischen Ritterschaft bestellt. Auch bei R. er- langten sie Aufnahme, indem sie Güter zu Wenigentafta im Fuldischen erwarben; 1700 waren diese Güter bereits an das Stift Fulda veräussert. Carl v. Doringenberg wird 1603 als buchischer Ausschuss erwähnt. Landau, Beschr. d. Kurf. Hessen 216; Schenk zu Schweinsberg, Beitr. z. Gesch. u. Geneal. d. hess. Adels in Zeitschr. des Vereins f. hess. Gesch. u. Landesk., n. F. II, 48; Landau, Beschr. d. Gaues Wettereiba 170; Voge!l, hist. Topogr. v. Nassau 175; 185; Mosers neueste Gesch. d. unm. Reichsrittersch. 728; Mader, Magazin X, 627; 632.

Donner von Larheim(Lohrheim) s. von Lahrheim.

von Darfelden, ein altes wetterauisches Geschlecht, dessen Stammburg in dem Dorfe Niederdorfelden an der Nidder zu suchen ist. Daselbst wohnte die Familie, die mit