M-R. erbeten wurde, obgleich er, wie es ausdrücklich heisst, bei diesem Kanton weder immatrikuliert noch angesessen war, und ein anderer desselben Namens(† 1747). Der ältere Hans Eitel leitete als Direktor des rheinischen Ritterkreises 1680 die Verhandlungen des Korrespondenztages zu Speier. Jedenfalls hatte seitdem die Familie reichsunmittelbaren, zur Reichsritterschaft steuerbaren Besitz erworben; 1691— 1706 besassen sie z. B. einen Freihof zu Usingen; ihre Hauptgüter Langenhayn und Ziegenberg waren wohl der Landes- hoheit von Hessen-Darmstadt unterworfen, obwohl es in Hübners realem Staats-, Zeitungs- und Konversations-Lexikon(1745) p. 1274 heisst:»Ziegenberg, Schloss, wozu einige Dörffer gehören, in der Wetterau, denen Dieden zum Fürstenstein gehörig«, was auf un- mittelbaren Besitz hinweisen könnte. Wilhelm Christian v. D. zum F. begegnet 1780 als Ritterrat bei M-R.; er ist wohl identisch mit dem dänischen Staatsminister Freiherrn Wil- helm Christoph D. zum F., mit dem die Familie i. J. 1807 erlosch.— Landau, hess. Ritter- burgen II, 11— 20; Landau, Wettereiba 51; Wetterauischer Geographus 140; Voge!l, histor. Topogr. v. Nassau 276; Maders Magazin I, 31; X, 102; Kronfeld, Landeskunde d. Ghzt. Sachs.-Weim.-Eis. II, 336.
von Dlemantstein, schwäbische Familie, eigentlich von Stein(1236 dominus Thiemo de Lapide), seit 1372 von Diemenstein, zuletzt Diemant- oder Demantstein, stammt von Diemenstein, nördlich von Höchstätt, mit dem sie zu K. steuerte. Ausserdem besassen sie 1572 bis 1641 eins der Schlösser in Trochtelfingen bei Neresheim. Seitdem beschränken sie sich, wie es scheint, auf ihre Stammherrschaft. 1560 willigte Ludwig v. D. für seinen Vater in die schwäbische Ritterordnung, während seine Vettern Beschwerden und Be- denken dagegen vorbrachten; Adam Freiherr v. D., als kurpfälzischer Minister 1712 in den Reichsgrafenstand erhoben, bekleidete 1722 bis 1730 die Würde eines KRitterhauptmanns bei K.; mit ihm erlosch 1730 die Familie im Mannesstamme. Die Herrschaft ging auf die Gräfinnen v. Schönburg(aus Sachsen) als Verwandte über.— Steichele, das Bistum Augsburg IV, 645 f.; Beschr. d. O. a. Neresheim 422; Moser, Beyträge zu reichsrittersch. Sachen 1, 50 f.; Maders Sammlung XII, 1— 180.
von Diemar, fränkische Familie, die zu den Vasallen der Grafen von Rieneck zählte. Sie besass an dem mittleren Main in der Nähe von Gemünden die zu R. gehörigen Ritter- güter Adelsberg und Wiesenfelden. Durch das Erlöschen einiger Linien des Geschlechts kamen diese Güter von der Familie ab, worauf sie sich ganz nach der oberen Werragegend gezogen zu haben scheint. Schon 1496 hatte sie daselbst Fuss gefasst, als Philipp v. D. mit seinem Schwager Eucharius v. Hessberg in das Erbe ihres Schwiegervaters Kunz Wolf v. d. Landeswehr(Walldorf, Melkers u. a.) eintrat; später mehrten die v. D. noch diesen Besitz; 1573 wurde Einõdhausen erworben. Das Rittergut Walldorf, nördlich von Meiningen gelegen, besassen sie bis in die neueste Zeit in Gemeinschaft mit den Marschalk von Ostheim und den Wolfskeel, später den v. Bibra. Die Familie blüht noch.— Dem Wappen nach gehôren zu derselben Familie die Diemar(auch Diemer) von Lindach, die anfangs unter den Bürgern der Reichsstadt Gmünd auftreten(1379 war Eberhard Diemer Bürgermeister dieser Stadt), später aber, nachdem sie in der Nähe das Rittergut Lindach (zu K. steuerbar) erwarben, mit Gmünd in vielfachen Fehden sich auseinandersetzten. Lindach besassen sie z. T. als württembergisches Lehen, c. 1500 bis c. 1580; ebenso die


