den Rhein in die Ortenau; Meilach v. D. ererbte 1652 einen Teil der Burg zu Altdorf(zu O. gehdrig), veräusserte ihn aber schon 1654. Das allerdings sehr unkritische Verzeichnis der im Kanton O. immatrikulierten Familien in der Vierteljahrsschrift f. Herald., Sphrag. u. Geneal. IX, 204 ff. erwähnt die v. D. nicht. Die Familie blühte im Elsass noch in der zweiten Hälfte des 18. Jhs.— Schopflin, Alsat. illust. II, 703; Beschr. d. O. a. Horb 254 f.; Maders Sammlung I, 702; Ruppert, Gesch. d. Mortenau I, 236.
von Deuring(Theuring), eine alte schwäbische Familie, die von Obertheuringen zwischen Tettnang und Ravensburg stammt, wo sie bereits im 12. Jh. auftritt. Ihren Besitz in der dortigen Gegend hielt sie bis in das 18. Jh. fest. Durch ihre Verbindung mit dem Patriziat der schwäbischen Städte— Zweige der v. D. sassen in Ravensburg und Bregenz— scheint sie sich geldkräftig erhalten zu haben: 1649 kaufte Johann Georg v. D. von der Stadt Ravensburg die Herrschaft Neuhaus, mit der die Mitgliedschaft des schwäbischen Kreises, wenn auch ohne Sitz und Stimme(?), verbunden war. 1764 verkaufte der speirische Oberstjägermeister Frhr. v. D. diesen Besitz wieder an Ravensburg. Damals war der Hauptsitz der Familie Kempten: in der Nähe besassen sie(wohl nur vorübergehend als Pfandschaft) die Herrschaft Hohenthann, die, ehe sie an das Stift Kempten gekommen war, zu dem Kanton H. gesteuert hatte(s. v. Heimenhofen). Mitglieder dieses Kantons waren dagegen die v. D. mit den Herrschaften Heilsberg und Randeck; beide lagen im eigent- lichen Hegau zwischen Radolfzell und Schaffhausen; erstere Herrschaft war vauch mit dem Blutbann von Osterreich belehnt und von dem Nellenburger Landgerichte in Bürgerlichen und Kriminalfällen befreit«, während mit der andern nur das Niedergericht verbunden war. Die Familie, die auch sonst begütert war(Anhoten und Autenried bei Günzburg an der Donau: deshalb vielleicht zum Kanton D. zu rechnen(?); ferner Stäzling bei Friedberg in Bayern), überlebte das Ende der alten Reichsverfassung; eine gräfliche Linie erlosch 1812. Die freiherrlichen Linien blühen wohl noch.— Beschr. d. O. a. Tettnang 225— 229;(Röder), Topogr. Lex. v. Schwaben II. 645; Baumann. die Territorien des Seekreises 1800(Badische Neujahrsblätter IV) 32 f.; Pl. Braun, Beschr. d. Diécese Augsburg I, 251; Steichele, das Bistum Augsburg IV, 238; Mitteil. d. bad. hist. Kommiss. 3(1884), 97; Maders Samm- lung XI, 674— 680.
von Deutsch(D. von Kaulen) erscheinen in der Matrikel der im Kurfürstentum Trier begüterten Reichsritterschatt von 1731(N-K.) mit dem Haus Reuland und dem Balduinshäuschen in der Stadt Trier: dieser Besitz ist Ende des Jhs. in den Händen der Freiherrn v. Berg zu Dürfenthal. Mit anderm Besitz(z. B. Herrschaft Seinsfeld im Kreise Wittlich 1646— 1701) waren sie landsässig.— Bärsch, Beschr. d. Reg.-Bez. Trier 115.
von Dhane s. von Tan.
von Diede(D. von Fürstenstein) gehörten ihrem Ursprung nach zur niederhessischen Ritterschaft und waren namentlich in der Nähe von Eschwege begütert; aus dem Geschlecht der v. Ubach entsprossen, nannten sie sich nach der Burg Fürstenstein am rechten Werraufer bei genannter Stadt. Seit der Mitte des 14. Ihs. erscheinen sie schon in der Wetterau; dadurch erlangten sie auch Aufnahme in die Burgmannschaft der Reichsburg Friedberg. Mehrere Mitglieder der Familie bekleideten die Würde eines Burggrafen in dieser Gemein-
schaft; so Hans Eitel D. zum F.(f 1685), der zugleich zum Ritterhauptmann des Kantons 3


