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sassen am Oberrhein im heutigen Rheinbayern und Rheinhessen, wo sie allerdings mit dem ritterbürtigen Adel in vielfache Verbindungen(Besitzgemeinschaft) traten; sie erbten die Herrschaft Falkenstein am Donnersberg, wurden deshalb 1518 zu Grafen von Falken- stein erhoben und erloschen 1682. Der»Rheinische Antiquarius« hält sie für einen Zweig der Eifel-Familie; der ihnen eigentümliche Vorname Wirich, den auch später Glieder der niederadligen Familie führen, könnte dafür sprechen. Wegeler(Beitr. z. Spezialgesch. d. Rheinlande II, 11) sagt:»Daun v. Oberstein, welche aus der Eifel stammen.«(?) Die Stammherrschaft Oberstein lag im jetzigen oldenburgischen Fürstentum Birkenfeld. v. Stram- berg, Rhein. Antiqu. II, 17, 354 ff.; Bärsch, Beschr. d. R.-B. Trier 112; 115; ders., d. Mosel- strom v. Metz bis Coblenz 336; 344 f.; Leo, Territorialgesch. IV, 842; Wolft, d. unmittelb. Teile d. ehem. rm.-d. Kaiserreiches 500.
von Degenfeld, ein altes schwäbisches Geschlecht, das von den alten Freiherrn von Tägerfelden aus dem Aargau abgeleitet wi[rd. Um 1280 sollen sie von da nach dem eigentlichen Schwaben übergesiedelt sein und sich bei Schwäbisch-Gmünd niedergelassen und das Schloss D. an der Lauter gegründet haben. Seit dieser Zeit wenigstens erscheinen sie in dieser Gegend, doch keineswegs anfangs an Besitz besonders hervorragend. Die Herleitung der v. D., die zunächst als Lehensmänner der benachbarten Reichsministerialen v. Rechberg(s. d.), ihrer späteren Standesgenossen, auftreten, von den schweizerischen Dy- nasten ist aber entschieden in das Reich der Fabel zu verweisen, wenn sie auch neuerdings immer wieder verteidigt wird. Dass die v. D. erst so spät auftreten, hat seinen Grund nicht in jener Einwanderung, sondern wohl darin, dass sie früher einen anderen Namen (v. Weissenstein?) führten. Zu höherem Ansehen und in der Folge auch zu umfang- reicherem Besitz gelangte das Geschlecht erst im 17. Jh., wo es mehrere Kriegshelden her- vorbrachte, die in Diensten der Republik Venedig sich hervorthaten, Vater und Sohn, Christoph Martin(1599— 1653), der 1625 in den Reichsfreiherrnstand erhoben wurde, und der venetianische Generalfeldmarschall Hannibal(1648— 1691). Neuen Glanz brachte der Familie das folgende Jahrhundert. Christoph Martin(1689— 1762), ein Enkel des gleich- namigen ersten Freiherrn, zeichnete sich in der ersten Hälfte des 18. Jhs. in Krieg und Frieden aus(er war preussischer Staatsminister), brachte durch seine Heirat mit der Erb- tochter des Herzogs von Schomberg(s. v. Schönburg) die reichen Güter dieses Geschlechts an sein Haus, fügte den Namen seiner Gemahlin dem seinigen hinzu(v. D.-Schonburg) und wurde 1716 in den Reichsgrafenstand erhoben. Bekannt machte sich auch eine Frau aus der Familie, Maria Susanna Loysa, die Tochter des älteren Christoph Martin, als zweite Gemahlin des Kurfürsten Karl Ludwig von der Pfalz zur Raugräfin erhoben(1636— 1677); ihre Nachkommen sind die Raugrafen von Staufeneck(s. d.). Die Familie blüht noch jetzt in einer älteren freiherrlichen und einer jüngeren gräflichen Hauptlinie und mehreren Speciallinien in den süddeutschen Staaten und in Osterreich-Ungarn.— Mit ihrem Besitz gehorten die v. D. zunächst zum Kanton Ko.: ihren Stammsitz Degenfeld, der ihnen zur Hälfte als rechbergisches Lehen zustand, veräusserten sie, der unaufhörlichen Streitig- keiten über die Hoheit müde, schon 1597 an Württemberg; Eybach bei Geiss- lingen gehörte ihnen seit 1456; Dürnau gelangte 1628 durch Heirat an die Familie; 1665 wurde Staufeneck erkauft, 1696 und 1697 ein Drittel des KRitter-


