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2 (1901) Die Familien der ehemaligen unmittelbaren Reichsritterschaft in Schwaben, Franken und am Rhein / Edward Stendell
Entstehung
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von Dachröden, eine jedenfalls erst eingewanderte Familie(eine Familie gleichen Namens blüht noch heute), war bei Od. Mitglied wegen Unterbalbach bei Tauberbischofs- heim, das später dem deutschen Orden gehörte. Durch Heirat kamen die v. D. 1740 zu einem Anteil an Helfenberg(O. a. Marbach) bei K., vererbten diesen Besitz in gleicher Weise an die v. Bouwinghausen(s. d.). Mader, Mag. I, 512; Beschr. d. O. a. Marbach unter Helfenberg.

von Dahn s. von Tan.

von Dalberg genannt Cüämmerer von Worms. Dieses alte, in der letzten Zeit des heiligen römischen Reiches zu hohem Ruhm, ja weltgeschichtlicher Bedeutung erhobene Adelsgeschlecht führte ursprünglich den Namen Cämmerer v. Worms und bekleidete seit alten Zeiten das Erbkämmereramt des Hochstifts Worms. Den Namen D. nahm es an, als es um 1330 mit der Erbtochter der v. Dalberg deren gleichnamige Herrschaft bei Kreuznach erwarb. Die älteste Geschichte des Geschlechts ist durch unhistorische Angaben sehr entstellt. Infolge seiner Stellung zu dem Bistum Worms gelangte es früh zu An- sehen, vermehrte durch kluges Wirtschaften seinen Besitzstand beträchtlich und trat in das Erbe mancher erloschenen Familie ein. Nicht wenig trug zu dem Ansehen das alte Pri- vilegium des ersten Ritterschlages bei der Kaiserkrönung(oIst kein Dalberg da?«) bei, das noch Napoleon I. zur Anwendung kommen liess. Seit dem 15. Jh. ist die Familie reich an geistig hervorragenden Männern gewesen, von dem Bischof Johann von Worms ( 1503), dem»Wiederhersteller deutscher Wissenschaft und Kunst, alles Trefflichen seiner Zeit Freund, Förderer und Schutz«, bis zu dem Fürst-Primas des Rheinbundes und Gross- herzog von Frankfurt Karl v. Dalberg und seinem Neffen, dem französischen Pair Herzog Emerich Joseph v. D.; erwähnt mögen nur noch sein der Kurfürst Wolfgang von Mainz ( 1601) und der Fürstabt Adolf von Fulda( 1737), der Stifter der Universität Fulda (1734). Das Geschlecht, das in vielen Zweigen geblüht hatte, beschränkte sich seit 1722 auf die Nachkommenschaft des kaiserlichen Geheimrats Philipp Franz Eberhard; zwei seiner Söhne sind die Stifter der Linien Dalberg-Dalberg, die noch blüht, und D.-Hernsheim, die 1833 mit dem oben erwähnten französischen Herzog erloschen ist. Mit ihren Besitzungen gehörte die Familie zunächst und hauptsächlich zum Kanton O-R., wo ihre Glieder wieder- holt die Würde eines Direktors versahen, wie überhaupt die Familie in hervorragender Weise bei allen Veranstaltungen beteiligt war, in denen die Standesinteressen verhandelt wurden. Franz Eckenbert C. v. W. Freiherr v. u. z. D., unter dem(d. d. Mainz 1723) der Erbvertrag der hochfreiherrlichen Dalbergischen Familie errichtet wurde, war Generaldirektor aller drei Ritterkreise. Bis zur tranzösischen Revolution gehrte den v. D. in dem genannten Kanton: das Amt Wallhausen mit dem Dorfe Dalberg(bei Kreuznach), das Erbe der alten(Dynasten?) v. D., Lehen vom Stift Speyer; die Burg Erphenstein mit dem Dorfe Esthal(leiningisches Lehen); die Burg Krobsberg, schon seit 1323 zur Hälfte, seit 1439 ganz im Besitz der v. D.; Essingen, 1585 vom Erzbischof Wolfgang(s. o.) für seine Familie erworben; Rupertsberg, mit einer v. Fleckenstein verheiratet; Hernsheim, Abenheim, Hess- loch und Gabsheim, sowie Anteil an den Ganerbschaften Bechtolsheim und Mommernheim; manches andere Gut war schon vorher wieder abgekommen, wie Ramberg(1520 erworben,

1540 veräussert), Güter zu Dittelsheim(1602 und 1606 an Kurpfalz) u. a. Im Kanton 2*