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2 (1901) Die Familien der ehemaligen unmittelbaren Reichsritterschaft in Schwaben, Franken und am Rhein / Edward Stendell
Entstehung
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fluss und Reichtum zu erlangen strebte, i. J. 1620 die Anwartschaft auf die in der Ortenau gelegene Herrschaft Hohengeroldseck bekam und 1634 in dieses Reichslehen eingesetzt wurde. Damit hatte die Familie, nunmehr gräflich, die Reichsstandschaft als Mitglied des schwäbischen Kreises erlangt, bis 1692 durch das Erlöschen dieser Linie diese Stellung ihr Ende fand. v. Stramberg, Rhein. Antiqu. II, 15, 746 ff.; Vogel, hist. Topogr. von Nassau 290 flf.; Usener, Beitr. z. Gesch. d. Ritterburgen u. Bergschlösser i. d. Umg. v. Frankfurt aM. 187 192; Estor, kl. Schr. II, 723 725; v. Hefner u. Wolf, die Burg Tannenberg und ihre Ausgrabungen 13 21; v. Gerning, die Rheingegenden von Mainz bis Cölln 132; Wagner, Beschr. v. Hessen II, 32; 45; Simon, Gesch. d. Grafen z. Erbach 249 f.; Widder, Beschr. der Pfalz III, 408; Lehmann, urk. Gesch. der Burgen der bayer. Pfalz IV, 298; Ruppert, Gesch. d. Mortenau I, 296; 419; 464; Wolff, die unmittelb. Teile des ehem. röm.-deutsch. Kaiserr. 209; v. Gerning, Lahn- u. Main-Gegenden 34 ff. Eine niederadlige Familie v. Cr.(Cronburg) begegnet auch im Gebiete des Kantons N-R.; sie besass 1464 1575 einen Teil der Oberburg zu Ulmen(Kr. Cochem) als kurkölnisches Lehen, gehörte 1545 1599 zu den Brucker-Herren der Herrschaft Dagstuhl u. s. W.; V. Briesen weist diese Herren der Familie vom Taunus zu; doch dürfte es richtiger sein, in ihnen das gleichnamige nach der Burg Cronenburg an der Kyll(Kr. Schleiden) genannte Rittergeschlecht zu sehen, das 1505() erlosch. v. Briesen, urk. Gesch. d. Kreises Merzig 295; Wegeler, Beitr. z. Spezialgesch. d. Rheinlande II, 24.

Crümmel von Bell(Cr. v. Nechtersheim), ein niederrheinisches Geschlecht, das seinen Beinamen(v. B.) nach dem Orte Bell(Kr. Mayen) führte, wo es seit 1592 als Be- sitzer der Crümmelburg erscheint, womit es zum Kanton N-R. steuerte. Mit anderem Be- sitz war es landsässig; so mit dem KRittersitz zu Nettersheim(Kr. Schleiden), auch wohl mit Gartzem(Kr. Euskirchen), das es 1573 als blankenheimisches Lehen besass; unsicher ist die Stellung der Herrschaft Firmenich(Kr. Euskirchen): während Bärsch sie einen jülichschen Rittersitz nennt, führt Kaltenbach sie unter den 7 sogen. streitigen Herrschaften an, die weder kurkölnisch, noch jülichisch, aber auch nicht reichsständisch waren, noch zur Reichsritterschaft gehörten. Die Familie erlosch 1690. v. Stramberg, Rhein. Antiquar. III, 3, 102; Bärsch, Städte u. Ortsch. d. Eifel I, 1, 159; 161; Kaltenbach, der Regierungs- bezirk Aachen 494.

von Dachenhausen(Tachenhausen), eine Familie des schwäbischen Uradels, die aus der Gegend von Nürtingen stammte und seit Ende des 15. Jh. das Rittergut Mauren als Allod bei N. besass; 1616 wurde es verkauft. Michael v. D. begegnet 1578 und 1580 als Vertreter des Kantons N. auf den Korrespondenztagen zu Esslingen und Speyer. Anderer Besitz bei N. war schon vorher von der Familie abgekommen, wie Thalheim in der Steinlach(O. a. Rottenburg), das schon 1519 in den Händen der v. Karpfen war. Bei K. besassen sie seit 1478 teilweise, seit 1527 ganz Ebersberg(O. a. Backnang), verkauften es aber schon 1531; ebenso vorübergehend war der Anteil der Familie an dem Rittergut Freudenthal(O. a. Besigheim) im 17. JIhn.(Röder), Lex. v. Schwaben I, 413; Beschr. d. O. a. Böblingen unter Mauren; Mader, Magazin III, 160; 162; Beschr. d. O. a. Rotten- burg unter Thalheim i/St.; Beschr. d. O. a. Tuttlingen 336; Beschr. d. O. a. Backnang (Ebersberg); Beschr. d. O. a. Besigheim(Freudenthal).