Druckschrift 
1 (1899)
Entstehung
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27 leitet. Der Feldherr liess zum UÜbersetzen der Truppen Schiffe bauen. Die Mauer diente zum Schutz der Einwohner.

3. auf die Fragen: unter welcher Bedingung? unter welcher Voraussetzung? den an- genommenen, möglichen Grund, die Bedingung. Die hierbei zur Verwendung kommenden Präpos. sind: unter, bei, mit, ohne. Bei schlechtem Wetter verschieben wir unseren Gang. Ohne Hannibals Zureden(wenn H. nicht zugeredet hätte) hätte Antiochus den Krieg nicht be- gonnen. Mit euerer Hülfe werden wir siegen(wenn ihr uns helft). Unter günstigeren Verhält- nissen(wenn die Verhältnisse günstiger gewesen wären) hätte Hannibal mehr Erfolge errungen.

4. auf die Fragen: trotz welcher Umstände? ungeachtet welcher Verhältnisse? den entgegenstehenden, wirkungslosen Grund, den Gégengrund. Die hierbei üblichen Präpositionen sind: ungeachtet, trotz, bei. Trotz ihrer geringen Zahl leisteten die Spartaner lange Wider- stand. Bei aller Undankbarkeit seiner Mitbürger blieb Hannibal stets auf deren Wohl bedacht.

Anmerkung zu den Adverbiala überhaupt.

Nicht zu verwechseln sind mit den Adverbialia:

1. Die Präpositionalobjekte. Eine Reihe von Zeitwörtern hat nämlich das Objekt nicht im Genetiv, Dativ oder Akkusativ bei sich, sondern in einem Kasus, der von einem Vor- oder Verhältniswort abhängig ist; es sind dies hauptsächlich Verba der geistigen Thätigkeit: denken, glauben, erinnern an eine Person oder Sache; zweifeln an einer Sache; hoffen auf; danken für; trachten, streben, sich sehnen nach: reden, sprechen, schweigen, träumen von; er- schrecken, sich fürchten, sich hüten vor; sich bemühen, sich kümmern, sich streiten um; herrschen, klagen, weinen, singen über. Man nennt das von den genannten Verben abhängige Objekt Präpositionalobjekt, weil es nicht unmittelbar, sondern erst vermittelst der Präpositionen von dem Verbum abhängt. Das Präpositionalobjekt unterscheidet sich von dem Adverbiale dadurch, dass es nicht die Zeit, den Ort, die Art und Weise oder den Grund der Thätigkeit, sondern das Objekt angibt, auf das sich die Thätigkeit des Verbums erstreckt.

2. Die präpositionalen Attribute. An Stelle des attributiven Adjektivs und des attri- butiven Genetivs(von Subst.) steht oft ein Substantiv mit Präposition. Statt:Ein mutiger Mann kann man auch sagen: ein Mann von Mut. Statt:Ein athenischer Bürger: ein Bürger aus Athen. Nach dem präpositionalen Attribut fragt man ebenso wie nach den übrigen Attributen mit der Frage: was für ein? Es ist ein Unterschied zwischen:Themistokles aus Athen(was für ein Themistokles?) floh und: Themistokles floh aus Athen(von welchem Ort floh Themistokles?). Nach den Adverbialia wird mit Fragen gefragt, welche das Subst. Ort, Zeit, Art und Weise oder Grund enthalten.

B. Satzlehre.

a. Die Nebensätze als Vertreter von Satzteilen.

An einer Reihe von Beispielen wird gezeigt, dass sich die Fragen, die von den Haupt- sätzen aus nach den Nebensätzen gestellt werden, mit den Fragen nach den einzelnen Satz- teilen decken; es seien folgende Beispiele erlaubt: Wer viel besitzt, verlangt mehr. Von dem Hauptsatze aus gefragt: Wer verlangt mehr? Der viel Besitzende; also ist der Nebensatz, beginnend mit dem substantivischen Relativ, ein Subjektnebensatz. Aristides war, was er zu scheinen wünschte(sc. gerecht). Was war Aristides? Man fragt hier nach dem Präd. ebenso wie in dem Satze:Aristides war ein Gerechter; also Prädikatsatz. Eumenes erwühnte, dass Hannibal sich bei Prusias aufhalte. Wen oder was erwühnte Eumenes? Hannibals Aufenthalt bei Prusias; also Objektsatz. Hannibal hielt den Eid, den er geschworen hatte. Was für einen oder welchen Eid hielt Hannibal? Den geschworenen Eid; also Attributsatz. Hannibal

starb, als M. Claudius Marcellus und Q. Fabius Labeo Konsuln waren. Wann starb Hannibal? 4*