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Mit dem Adverbiale„wenige Schritte“ wird der Massunterschied angegeben, der zwischen dem Ort, wo er erschlagen wurde, und dem Platz, wo die Stadt liegt, besteht.
7. auf die Fragen: aber nur wonach? aber nur woran? die Beschränkung, mit der ein Zustand oder eine Thätigkeit dem Subjekte des Satzes zukommt. Meiner Meinung nach handelst du verkehrt. Die Aussage:„du handelst verkehrt“ trifft, wie ich selbst zugebe, nicht das Richtige; daher der beschränkende Zusatz. Oben, bei dem Ablativ der Beziehung, hiess das eine Beispiel: Pausanias war zuletzt seiner Gesinnung nach ein Perser. Das Adverbiale „seiner Gesinnung nach“ kann auch als Beschränkung aufgefasst werden. Der Satz:„Pausanias war ein Perser“ sagt zuviel; denn seiner Abstammung nach war er nicht Perser, sondern Grieche; darum die Beschränkung. Das Beispiel lehrt, dass Beziehung und Beschränkung nahe verwandt sind.
8. auf die Fragen: im Vergleiche wozu? im Vergleiche womit? die Person oder Sache, im Vergleich mit der ein Zustand oder eine Thätigkeit dem Subj. des Satzes mehr oder weniger zukommt, Themistokles war älter als Alcibiades. Dafür: Themistokles war im Vergleich mit(zu) Alcibiades älter.
d) Das Adverbiale des Grundes bezeichnet:
1. auf die Fragen: aus welcher Veranlassung? durch welche Veranlassung? den wirk- lichen(realen) Grund und zwar:
a) den Sachgrund, der die Veranlassung zu dem Zustande des Subjektes des Satzes wird; die hierbei in Verwendung kommenden Präpos. sind: aus, von, vor, wegen, durch, mit, vermöge, auf, bei, nach, laut, zufolge. Aus Mangel an Nahrungsmitteln gingen viele Zug- tiere Hannibals zu Grunde. Von dem steten Tropfen wird der Stein gehöhlt. Vermöge seiner Entschlossenheit wurde der Feldherr der Meuterei Herr. Auf die Meldung des Themistokles liess Xerxes angreifen.(Deutlicher tritt das Adverbiale des Grundes hervor, wenn wir sagen: Auf Grund der Meldung des Themistokles u. s. w.). Bei seiner Entschlossenheit musste der Feldherr der Meuterei Herr werden. Nach(laut) dem Befehle des Hannibal(dem Befehl zu- folge) brach Hasdrubal mit seinen Truppen auf. Vor und wegen bezeichnen den Grund, der die Thätigkeit des Subjektes des Satzes hindert. Vor Thränen brachten sie kein Wort hervor. Eine besondere Art des realen Grundes enthalten die Adverbialia, welche das Mittel angeben, durch das die dem Subjekt des Satzes prädizierte Thätigkeit oder der demselben zugesprochene Zustand erzielt wird. Die hierbei gebräuchlichen Präpositionen sind: mit und durch. Durch Feuer härtet man Eisen. Mit der Versicherung baldigen Erscheinens tröstete der Feldherr die Mutlosen. Die Adverbialia, welche das Mittel oder Werkzeug angeben, können modal oder kausal gefasst werden. Entweder betont man die Art und Weise, wie oder den Grund, warum die Thätigkeit oder der Zustand des Subj. des Satzes erzielt wird.
b) auf die Fragen: woran oder woraus wird diese Erkenntnis gewonnen? oder wonach ist diese Ansicht gebildet? den Erkenntnisgrund, der das Subj. des Satzes zu einer Erkennt- nis oder Ansicht veranlasst. Die hierbei in Betracht kommenden Präpos. sind: an, aus, nach. Aus dem Verhalten der Griechen schloss Themistokles, dass der Angriff bald erfolgen müsse. An den Klauen erkennt man den Löwen. Der Sachlage nach musste Themistokles die Uber- zeugung gewinnen, dass sich die Griechen entfernen wollten.
c) auf die Fragen: warum handelt man so? oder: wodurch wird man bewogen, so zu handeln? nach dem Beweggrund, der zu einer Handlung veranlasst. Die diesbezüglichen Präpos. sind: aus, um— willen, wegen, für. Sterben wir für unseren König! Um deines alten Vaters willen stehe von diesem Vorhaben ab! Nur aus Furcht vor Strafe bleibt mancher Plan unausgeführt.
2. auf die Fragen: wozu? zu welchem Zweck? in welcher Absicht? den beabsichtigten Grund, den Zweck, dem eine Sache dient oder die Absicht, die eine Person bei ihrem Thun


