behandelt und die Unterabteilungen der 4 Arten von Adverbialia vorgeführt. Ebenso wird gezeigt, dass Adverbialia nicht nur von Verben und prädikativen Adjektiven, sondern auch von attributiven Adjektiven und Adverbien abhängen können. Für die letztgenannten Er- scheinungen sei auf folgende Beispiele hingewiesen: 1)„Was wollt ihr“, rief der vor Schrecken bleiche Mann. Man kann das attributive Adjektiv als eine Art Particip(also Verbum) er- klären, dann erregt das Adverbiale dabei weniger Befremden; also hier vor Schrecken bleich= vor Schr. pleich seiend. Er weilt fern von den Wohnungen der Menschen. In diesem Fall kann man sagen das Adverb„fern“ und das Prädikatsverbum„weilen“ bilden gleichsam zu- sammen das Prädikat, man fragt dann: er wohnt fern: von welchem Ort aus? also Ad- verbiale des Ortes.
.) Das Adverbiale des Ontes bezeichnet:
1. auf die Frage: wo? den Ort der Thätigkeit des Subjektes des Satzes, auf die Frage: wohin? und woher? die Richtung, welche die Thätigkeit des Subj. des Satzes nimmt. Auf die Wofrage wird mit Substantiven geantwortet, die mit den Präpos. auf, über, oberhalb, neben, unter, an, bei, in innerhalb, zu, um(circa, circum), vor, zwischen, hinter, gegenüber, längs, entlang, diesseits, jenseits verbunden sind. Auf die Wohinfrage stehen Substantiva mit den Präp. auf, über, neben, unter, an, in, zu, um, vor, zwischen. Während diese Präp. auf die Frage wo? die Ruhe an dem betreffenden Ort bezeichnen, geben sie auf die Frage wohin? die Richtung nach dem betreffenden Ort an. Nur zur Angabe der Richtung„wohin“ dienen: durch, nach, gegen, wider, bis; z. B.: Er brach durch die Reihen der Feinde. Nur auf die Frage: woher? werden die Präp.„von“ und„aus“ verwendet.
2. auf die Fragen: wie lang, wie breit, wie hoch, wie weit, wie tief, wie dick? die Entfernung und Ausdehnung im Raum. Auf diese Fragen antworten Adverbialia, die aus Sub- stantiven mit Attributen bestehen und von den in den Fragen enthaltenen und in der Ant- wort wiederkehrenden Adjektiven und Adverbien abhängig sind; der Abhängigkeitskasus ist hier der Akkusativ. Der Feldherr liess einen drei Fuss tiefen Graben auswerfen. Einen wie tiefen Graben? Der Graben war drei Fuss breit. Wie breit?
3. bei den transitiven wie intransitiven Verben der Bewegung: den Weg, den die Bewegung nimmt. Ephialtes führte die Perser einen verborgenen Pfad. Themistokles ging seine eignen Wege. Dieser Akkusativ ist ebenso wie der Genetiv bei den Verben der Be- wegung(z. B. er geht seines Wegs) ein Mittelding zwischen einem Objekt und Adverbiale des Ortes; man kann fragen: wen geht er? und wo geht er?
9) Das Adverbiale der Zeit bezeichnet:
1. auf die Frage: wann? den Zeitpunkt der Thätigkeit des Subjektes des Satzes. Im Jahre 146 v. Chr. zerstörte Mummius Korinth. Beim Anhlick der Gesandten ergrimmten die Lakedämonier. Am Tag, bei Tag, um Mitternacht, gegen Mittag, zu Anfang des Jahres, vor seinem Lebensende, nach der Geburt, über Nacht. Auch einige Genetive finden sich auf die Frage wann? des Tages(tags), des Nachts(nachts), des Mittags(mittags), des Abends(abends).
2. auf die Frage: wie lange, seit wann, seit welcher Zeit?, auf wie lange? die Zeitdauer der Thätigkeit der Subj. des Satzes. Die bei der Antwort verwendeten Präpo- sitionen sind: während, unter, innerhalb, binnen, seit, von-an, bis, bis-an, hindurch. Er erlernte das Lateinische innerhalb weniger Monate. Die Thätigkeit dauerte wenige Monate. Bis an sein Lebensende war Hannibal ein Feind der Römer. Auch der Akkmusativ allein oder ab- hängig von dem Adverbium„lang“ bezeichnet die Ausdehnung in der Zeit, die Zeitdauer. Der trojanische Krieg dauerte zehn Jahre oder zehn Jahre lang.
y) Das Adverbiale der Art und Weise bezeichnet:
1. auf die Frage: wie? oder genauer: unter welchen Verhältnissen? den Umstand, der


