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teilhaftig, überdrüssig, mächtig, verlustig; b) von solchen, welche ein Kennen, Wissen, Er- innern und deren Gegenteil ausdrücken: erfahren, fähig, kundig, bewusst, eingedenk; c) von einzelnen Adjektiven, wie: wert, würdig, schuldig, verdächtig.
III. Das Dativobjekt.
Der Dativ bezeichnet die Person oder Sache, welcher sich die Thätigkeit des Verbums zuwendet, nähert oder von der sie sich entfernt. Den Dativ regieren: 1. Die intransitiven Verba: a) des sich Näherns und Entfernens: nahen, begegnen, entfliehen, weichen. b) der Gleichheit und Khnlichkeit: ähneln, gleich sein, entsprechen. c) welche die Zugehörigkeit oder das Fehlen ausdrücken: gebühren, angehören, eignen, fehlen, mangeln. d) welche die Zuneigung oder Abneigung bezeichnen: huldigen, schmeicheln, misstrauen, drohen; gefallen, behagen, zu- sagen, genügen. e) des Nützens und Schadens: nützen, helfen. dienen, beistehen, schaden; ebenso die Redensarten: zu Hülfe kommen, wehe thun, zuleide thun. f) des Zustimmens und Gehorchens und deren Gegenteile: zuhören, folgen, gehorchen, willfahren, beistimmen, zustimmen, zureden, widerstehen, widersprechen, abraten und die Redensart: Widerstand leisten. 2. Eine Reihe von Impersonalia, welche Gefühle ausdrücken; sie haben die Person, welche die Empfindung hat, im Dativ bei sich: es ziemt mir, gefällt mir, scheint mir u. s. W. 3. Einzelne Reflexiva des sich Fügens und Widersetzens; sie haben das Objekt, dem man sich fügt oder widersetzt, im Dativ bei sich: sich widersetzen, sich anbequemen, sich fügen, sich ergeben. 4. Wir haben den Dativ als den Kasus bezeichnet, der die Person(oder Sache) ausdrückt, der sich die Thätigkeit des Subjektes zuwendet. Dementsprechend findet sich neben dem Sachobjekt im Akkusativ die Person im Dativ: a) bei den Verben des Gebens und Nehmens; b) bei den Verben der Mitteilung durch Sprache und Zeichen: mitteilen, melden, klagen, befehlen, ver- heimlichen, vorenthalten. 5. Der Dativ bezeichnet häufig auch die Person, zu deren Vorteil oder Nachteil, Gunsten oder Ungunsten das Subj. des Satzes die im Prädikat enthaltene Thätig- keit ausübt(Dat. commodi und incommodi): Was du sparst, das sparst du dir. Mein Kind wird mir alles sein. 6. Statt des Dativs sind bei den einzelnen Gruppen der Verben teilweise Umschreibungen möglich: schenken, schreiben, glauben an; vertrauen, zürnen, grollen auf; trotzen, sich wider- setzen gegen; vereinen mit; gebieten, befehlen über. Bei dieser Gelegenheit kann darauf hingewiesen werden, dass der Gebrauch der Praep., um die Beziehungen des Verbums zu den von den Praep. abhängigen Nomina auszudrücken, das Spätere und die Abhängigkeit der be- treffenden Nomina in einem der Kasus obliqui das Ursprüngliche ist. Hannibal vertraute auf den Mut der Seinen“ erscheint uns heute als das Natürliche und„Hannibal vertraute dem Mute der Seinen“ als das Gesuchte; und doch ist dem nicht so. 7. Entsprechend den vor- genannten Verben regieren den Dativ folgende Arten der Adjektiva und von solchen ge- bildete Adverbia: a) Die der Nähe oder Ferne: nahe, benachbart, fern, fremd, bekannt. b) die der Gleichheit und Khnlichkeit: gleich, ungleich; ähnlich, unähnlich. c) die der Zu- gehörigkeit und Verschiedenheit: eigen, gehörig, verwandt, angemessen, gemäss, passend, ver- schieden. d) die der Zuneigung und Abneigung: lieb, teuer, wert, genehm, feind, verhasst, abhold. e) die des Nutzens und Schadens, des Vorteils und Nachteils: nützlich günstig, dienlich, erspriess- lich, vorteilhaft, förderlich, leicht, hinderlich, schwer, schädlich, nachteilig, verderblich. f) die des Gehorchens und Nichtgehorchens: ergeben, gehorsam, folgsam, dienstbar, unterthan, trotzig, widerspänstig, unbotmässig. Auch hier sind Praepos. zulässig: angenehm, gut, günstig, richtig, vorteilhaft, passend für, gehorsam, freundlich, treu gegen; bekannt mit; abtrünnig, fern von.
IV. Die Adverbialia.
Wurde in VI und V das Adverbiale nur insoweit kennen gelernt, als es von Verben abhängt und aus Substantiven mit Praepositionen besteht, und nur die allgemeine Einteilung in die 4 Arten vorgenommen, so werden in IV auch die adverbialen Genetive und Akkusative


