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geschlossen ist, nicht allein, sondern als Bestandteile von Sätzen, z. B. guter Wein ist will- kommen; die Farbe guten Weines ist goldgelb; gutem Weine ist ein lieblicher Geruch eigen; guten Wein trinken wir gern; ebenso werden für den Plural die Endungen attributiver Adj., denen der bestimmte Artikel vorausgeht, festgestellt. Dann werden dieselben Subst. mit dem unbest. Artikel versehen; also: ein guter Wein ist willkommen u. s. w. Die Schüler werden bald die Fälle erfassen, in denen ein Adjektiv stark dekliniert wird, d. h. die Endungbuch- staben des bestimmten Artikels(mit Ausn. d. Genet. Sing. des Mascul. und Neutr.) annimmt. Zum Schlusse wird die Regel diktiert und auswendig gelernt: Ein Adjektiv wird stark dekli- niert, wenn ihm weder der bestimmte Artikel noch der unbestimmte Artikel oder ein unbe- stimmtes Zahlwort oder ein Fürwort mit den Endungen des bestimmten Artikels vorangeht. Ein zweites, drittes u. s. w. Adjektiv, das vor einem Substantiv steht, wird geradeso be- handelt wie das erste: die gute, verständige Mutter; die armen, alten Leute.
Entsprechend der Regel über die Deklination des Adj. muss man sagen: viele tapferen Soldaten; es ist jedoch auch gestattet zu sagen: viele tapfere Soldaten. Als Gesetz ergibt sich: Nach den unbestimmten Zahlwörtern: alle, wenige, viele, manche, mehrere, etliche, einige, solche ist die starke und schwache Form des attributiven Adjektivs zulässig.
2. Das substantivierte Adjektiv.
Für die substantivierten Adjektiva gelten die allgemeinen Regeln über die Deklination der Adjektiva: der Verstorbene, ein Verstorbener. Die Regel oben lautet: Ein zweites, drittes Adj., das vor einem Subst. steht, wird gerade so behandelt wie das erste attributive Adj.; sie trifft auch hier zu: Folgt einem attributiven Adj. ein substantiviertes, so nimmt letzteres die- selben Endungen an wie ersteres. z. B. der geheimnisvolle fremde Mann, dementsprechend: der geheimnisvolle Fremde; ein geheimnisvoller, fremder Mann, dementsprechend: ein geheimnis- voller Fremder. Das edle äussere Verhalten, dementsprechend: das edle Kussere; ein edles, äusseres Verhalten, dementsprechend ein edles Kusseres. Nach den oben angegebenen Aus- führungen kann man sagen: alle deutschen Männer und alle deutsche Männer; genau so ist statthaft alle Deutsche und alle Deutschen, dagegen lautet der Genetiv nur: aller Deutschen und der Dativ nur allen Deutschen. Nach den Regeln, die für die substantivierten Adjektiva gelten, werden auch die von dem zweiten Particip abgeleiteten Subst. Gesandte, Gelehrte, Bekannte, Beamte behandelt; ein Gesandter, der Gesandte.
B. Satzlehre.
a) Der einfache erweiterte Satz.
1. Das Objekt. Mit einem Satze wie:„der Schüler liebt“ oder„der Weise übt“ sind wir nicht zufrieden; vielmehr werden wir fragen: Wen oder was liebt er? Wen oder was übt er? Erst wenn der Satz etwa lautet:„Der Schüler liebt die Lehrer“ oder„der Weise übt, die Tugend“ geben wir uns zufrieden. Es bildet demnach der Ausdruck„die Lehrer“,„die Tugend“ eine notwendige, unentbehrliche Ergänzung zu dem Prädikat, wenn dies wie hier— es ist dies an zahlreichen Beispielen zu erweisen— ein Verbum ist. Die notwendige unent- behrliche Ergänzung zu dem Verbum nennt man Objekt. Wie fragt man von dem Verbum „liebt“ aus nach dem Ausdruck„die Lehrer“? Auf die Wenfrage steht der Wenfall, d. h. der Akkusativ. Das Objekt steht— so lautet die erste Beobachtung— im Akkusativ. Durch Sätze wie:„Der Knabe gehorcht den Eltern“ wird gezeigt, dass das Objekt auch im Dativ stehen kann. Der Vollständigkeit halber mag auch erwähnt werden, dass manche Verba ihr Objekt im Genetiv bei sich haben; z. B.: Der Knabe gedenkt seiner verstorbenen Eltern.


