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2. Die Personennamen, Ortsnamen, sowie diejenigen neutralen Ländernamen, die ge- wöhnlich ohne Artikel stehen, nehmen in der Regel im Genetiv ein s an, in allen übrigen Kasus bleiben sie ohne Endung: Karl, Karls, Karl, Karl. Die Mauern Bensheims sind zum Teil noch erhalten. Die Provinzen Hessens sind von sehr verschiedener Einwohnerzahl.
3. Die männlichen Eigennamen auf s, ss, x und z und die weiblichen auf e nehmen im Genet. Sing. die Endung„ens“ an, bleiben aber in den übrigen Kasus unverändert. Das Zeugnis Franzens, Maxens; die Gedichte Horazens.
4. Ein Genetiv auf„ens“ kann bei fremden, ausserdeutschen Eigennamen nicht ge- bildet werden, wenn das s am Schluss zu der Endung des betreffenden Eigennamens gehört; man umschreibt dann den Genetiv mit der Präposition„von“ oder setzt vor den Eigennamen den Artikel. Nicht: Der Sieg Arminius, auch nicht Arminius' Sieg, sondern der Sieg des- Arminius, die Reden von Demosthenes. 3
5. Ortsnamen und neutrale Ländernamen auf s, ss, x oder z umschreiben den Genetiv mit der Präposition„von“. Die Rheinanlagen von Koblenz, die Zerstörung von Worms.
6. Eigennamen werden nicht dekliniert, wenn der bestimmte oder unbestimmte Artikel mit oder ohme Titel davorsteht. Die Gedichte des Heine. Die Regierung des Kaisers Friedrich währte 100 Tage. Die Thaten eines Friedrich des Grossen. Steht der bestimmte oder un- bestimmte Artikel nicht vor dem Eigennamen, so nimmt dieser im Genetiv ein s an; ein vor dem Eigennamen befindlicher Titel bleibt in diesem Fall undekliniert. Die Regierung Friedrichs des Grossen, das Leben Kaiser Wilhelms.
b) Die Fremdwörter.
Sie werden, wenn sie ihre Endungen abgelegt haben, dekliniert wie die deutschen Substantiva: das Objekt, des Objekts, dem Objekte, das Objekt. Besitzen die Fremdwörter ihre Endung im Nominativ Singularis, so behalten sie diese im ganzen Singular; im Genetiv Singularis wird, wenn die Endung nicht schon auf s ausgeht(wie bei: Kasus), ein s angefügt. Der Plural hat dann die Endungen des fremdsprachlichen Nominativs Pluralis in allen Kasus. Das Adjektivum, des Adjektivums, dem Adjektivum, das Adjektivum. Plural: Die Adjektiva (natürlich auch die Adjektive, ebenso wie das Adjektiv) durch alle Kasus. Uber Pluralbildung auf e oder en, z. B. die Objekte oder die Individuen oder durch den Umlaut wie Choral, Choräle sind keine besonderen Regeln aufzustellen; hier ist gute Gewöhnung die beste Lehr- meisterin. Darauf kann jedoch hingewiesen werden, dass die Fremdwörter im allgemeinen im Deutschen dasselbe Geschlecht wie in der Fremdsprache haben; die Ausnahmen wie„das Konsulat“ ergeben sich von selbst.
III. Die Deklination der Adjektiva.
1. Das attributive Adjektiva.
Da wir im Deutschen nur zwei Dekl. haben, so müssen die Adj. nach diesen gehen. Nun mag ein Adj. mit einem Substantiv, dem der bestimmte Artikel vorangeht, z. B. das alte Brot, der gute Wein, die frische Milch ¹) abgewandelt werden. Die Schüler finden, namentlich wenn schwach deklinierte Substantiva des betreffenden Geschlechtes daneben ge- stellt werden, dass diese Adjektiva schwach dekliniert sind. Die für die schwach deklinierten Substantiva geltende Regel, dass alle Formen mit Ausnahme des Nom. Singul. auf en aus- gehen, wird hier umgeändert in: mit Ausnahme des Nom. und Akkus. Sing. Nun werden dieselben Subst. ohne Artikel dekliniert, damit jedoch die Gefahr falscher Formbildung aus-
¹) Es empfehlen sich hierfür die Stoffnamen, weil nur von diesen Formen ohne Artikel, z. B.„gutes Wasser“ vorkommen; Formen wie„tapferer Soldat“ u. s. w. finden sich nicht.


