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1 (1899)
Entstehung
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Zusatz zu 2 und 3. Steht das Frage- oder Ausrufezeichen innerhalb eines Satzgefüges, so wird das folgende Wort nur dann gross geschrieben, wenn solches an sich notwendig ist. 4. Die Anrede wird durch Kommata eingeschlossen. Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir.

Quinta.

In Sexta hatte die grammatische Unterweisung im allgemeinen die Wortlehre zum Gegenstand.In Quinta, sagt Dettweiler, lat. Unterricht S. 83, geht man überall von dem aus Sexta bekannten Regelmässigen aus, befestigt die Kenntnis desselben und knüpft daran das Unregelmässige. Demgemäss gehören in das lateinische Pensum der Quinta die Besonder- heiten der Deklination, der Steigcrung von Adjektiven, der Zahlwörter und Pronomina, die Unregelmässigkeiten der Konjugationen, schliesslich der Accus. cum inf. und die Participial- konstruktionen. Während die beiden letztgenannten Kapitel auf die Lehre vom zusammen- gesetzten Satz hinweisen, dürfte zu Beginn des Schuljahres eine Wiederholung der in VI er- lernten Wortlehre am Platze sein. Hieran hat sich dann zu schliessen:

A. Eine Erweiterung der Wortlehre.

Die Deklination von lateinischen Eigennamen wie Aeneas, Anchises u. s. w., sowie der Gebrauch von Fremdwörtern wie Objekt, Pronomen verlangt ein Eingehen auf die Deklination der Eigennamen und Fremdwörter. Die Regeln über die Deklination der Eigennamen setzten aber als bekannt voraus die Einteilung der Subst.; daher ist mit dieser zu beginnen.

I. Einteilung der Substantiva. Es gibt 2 Hauptarten von Subst.

1. Gegenstands- oder Wesennamen(substantiva concreta) für selbständige Dinge, die sinnlich wahrnehmbar sind: Gott, Mensch, Tier, Auge.

2. Begriffsnamen(subst. abstracta) Namen für Eigenschaften, Thätigkeiten, Handlungen und Zustände, die gleichsam von den Dingen abgezogen sind und Dinge für sich darstellen: Liebe, Hass, Wahrhaftigkeit, Hoffnung.

Die Konkreta zerfallen in:

1) Eigennamen(Nomina propria) Theodor, Mainz, Hessen, Rhein; hierher gehören alle Vor- und Familiennamen der Personen, die Namen der Weltteile, Länder, Völker, Flüsse, Berge, Städte und Dörfer.

2) Gattungs- oder Gemeinnamen(nom. appellativa), die eine Gattung von Dingen be- zeichnen: Menschen, Esel, Waffen, Fluss.

3) Sammelnamen(nom. collectiva), welche eine Menge gleichartiger Dinge als Ganzes bezeichnen: Heer, Volk, Flotte, Bürgerschaft.

4) Stoffnamen(nom. materialia), die beim Teilen ihr Wesen behalten: Wasser, Milch, Wolle, Quecksilber.

II. Die Deklination der Eigennamen und Fremdwörter:).

a) Die Eigennamen.

1. Als Regel inbetreff der Eigennamen ergibt sich, dass diejenigen, welche regelmässig mit dem bestimmten Artikel verbunden werden, ebenso wie die übrigen Substantiva zu dekli- nieren sind. Der Rhein, des Rheines, dem Rheine, den Rhein. Der Brocken, des Brockens etc. Hierzu gehören die Namen der Berge, Flüsse, Seen und Wälder.

¹) Namentlich der Geographieunterricht wird oft Gelegenheit geben, falsche Formen von Eigennamen und Fremdwörtern richtig zu stellen. Wie oft hört und liest man(auch gedruckt): Die Nebenflüsse des Main!