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1 (1899)
Entstehung
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(vorausgesetzt natürlich, dass dies kein Substantiv ist). Davon aber, dass das Prädikat, meist ein Verbum ist, rührt die lateinische Bezeichnung des Umstandswortes Adverbium= zum Verb gehörig. Alle Adverbia sind undeklinierbar. Es wird durch das Adverb ein Verbum oder ein präüdikativ gebrauchtes Adjektiv näher bestimmt; z. B.: Ein plötzlicher Tod beendigte früh Alexanders Leben. Niemand ist stets glücklich. Doch auch zu einem attributiv ge- brauchten Adjektiv kann ein Adverb treten. Der immer zufriedene Mensch wird weise ge- nannt. Auch das Adverb selbst kann wieder durch ein Adverbium näher bestimmt werden: z. B.: Unerwartet rasch starb sein Vater. Man fragt nach dem Adverbium unter Benutzung des Prädikats mit: wo? wann? warum? wie? Wonach frage ich mit wo, z. B. in dem Satze: Die Griechen siegten bei Marathon? Nach dem Orte des Sieges. Die Griechen siegten dort. Auch hier fragt man: wo siegten die Griechen? Das Adverbiumdort ist also ein Adverbium des Ortes. Es wird leicht ebenso gefunden, dass man mit wann? nach dem Adverbium der Zeit, mit wie? nach dem Adverbium der Art und Weise und mit warum? nach dem Adverbium dos Grundes fragt. Damit ist die Einteilung der Adverbia gegeben: Adverbia 1) des Ortes, 2) der Zeit, 3) der Art und Weise und 4) des Grundes!). Haben wir so die Adverbia nach ihrer Bedeutung für das Verbum oder Adjektiv, das sie näher bestimmen, eingeteilt, so sind sie nun nach ihrer Abstammung zu scheiden:

1) In solche, die von Substantiven und Adjektiven(Participia, Numeralia) gebildet sind. Am meisten kommt das vom Adjektiv gebildete Adverb vor; z. B. Antiochus fing vieles thöricht an. Während dieses Adverbium und andere, wiemächtig, frei flexionslose Formen des Adjektivs sind, wird von anderen Adjektiven und vor allem von Participien das Adverb durch Anfügung von s(entsprechend dem Gen. des Neutr.) gebildet, z. B. links, übrigens, längstens; eilends, zusehends. Von den unbestimmten Zahlwörtern wird im Positiv und Komparativ der endungslose Akkus. des Neutr. Sing. als Adverb gebraucht: viel, mehr; wenig, weniger. Die von Substantiven gebildeten Adverbien entsprechen entweder dem Genetiv der betreffenden Sub- stantiva, z. B. tags(nachts unregelmässig gebildet), teils, angesichts, falls oder dem Akkusativ: weg, heim, halb(z. B. in deshalb, währendallenthalben wiemorgen ein Dativ ist).

und 2) in solche, die von Pronominalstämmen gebildet sind; letztere heissen Pronominal- adverbien; es gibt: a) Demonstrativadverbien, b) Relativadverbien, c) Interrogativadverbien, d) Indefinitivadverbien. Sehr viele Adverbien namentlich die dem flexionslosen Adjektiv gleichlautenden sind steigerungsfähig. Der Komparativ geht auf-er(= Akkusativ des Neutr. Sing.) aus: leichter, schwerer. Der Superlativ des Adverbs wird meist mitauf oder an und dem bestimmten Artikel verbunden mit dem entsprechenden Kasus des Superlativs gebildet; z. B. am schönsten, auf das schönste, aufs schönste.

3) In Bezug auf ihre Bildung sind von den beiden genannten Gruppen zu scheiden die sogenannten adverbialen Verbindungen, in denen ein Kasus des neutralen Pronomens oder Adjektivs mit einer Präposition verbunden ist: unterdes, indes, bei weitem, von neuem, im ganzen, in allem..

9. Die Konjunktionen. Diejenigen undeklinierbaren Wörtchen, die gleichartige Satz- teile?²) in ein bestimmtes Verhältnis zu einander setzen, heissen Verbindungswörter, Kon- junktionen; z. B. Aristides und Themistokles sind berühmte Athener; hier werden 2 gleich- artige Satzteile, 2 Subjekte mit einander durchund verbunden. In dem Satze:Alcibiades

¹) Adverbia der Art und Weise und des Grundes zusammen zu werfen, halte ich für falsch, da die Adverbialia und Adverbialsätze doch die Vierteilung nötig machen. ²) Ich beschränke mich vorerst hierauf; dass die Konjunktionen auch Sätze verbinden, wird meines Erachtens besser für V aufgespart. 2*