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1 (1899)
Entstehung
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bedeutend mit eben derselbe(idem). Der, die, das hat dieselbe Deklination wie der bestimmte Artikel; der Genetiv Sing. lautet jedoch durch die 3 Geschlechter: dessen, deren, dessen; der Genetiv Pluralis deren und derer, der Dativ Pluralis denen. Hinsichtlich des doppelten Genetivs Pluralis ist zu bemerken, dass die Form derer vor Relativsätzen gebraucht wird. Z. B. Gott erbarmt sich derer, die ihm dienen. Die Deklination der übrigen Demonstrativpronomina bedarf keiner besonderen Ubung.

Zu d. Die Relativpronomina oder beziehenden Fürwörter. Es sind folgende: welcher ¹), der, wer und was. Sie vertreten meist das vorausgehende Substantiv in dem von ihnen ein- geleiteten Satz und beziehen den ganzen Inhalt des Satzes auf dieses Substantiv, z. B. der siegreiche Feldherr wird geehrt. Was für ein Feldherr wird geehrt? der siegreiche; sieg- reich ist also Attribut. Dafür können wir auch sagen. Der Feldherr, der(welcher) siegt, wird geehrt.Der bezieht sich auf das Substantiv Feldherr, vertritt dieses in dem Relativ- satz, dessen Subjekt es bildet, und bezieht zugleich Inhalt des Satzes auf das Substantiv ²). Die Relativpronomina welcher, welche, welches und der, die das haben die Endungen des be- stimmten Artikels; die Abweichungen sind dieselben, die bei dem demonstrativender auf- geführt wurden. Der Genetiv Sing. durch die 3 Geschlechter lautet: dessen, deren dessen; der Genetiv heisst hier nurderen, der Dativdenen. Die Formen: wer(was), wessen, wem, wen(was) beziehen sich nicht auf ein vorausgehendes Substantiv; sie vertreten mit ihrem Satz gleichsam ein Substantiv, das von dem Verbum des Hauptsatzes abhängig ist; man sagt deshalb, sie werden substantivisch gebraucht.Wer lügt, dem glaubt man nicht statt: dem Lügenden(dem Lügner) glaubt man nicht. Auf jedes Relativpronomen kann ein Demonstrativpronomen im Hauptsatz hinweisen. Im Genus und Numerus richtet sich das Pron. rel. nach dem Subst., auf das es sich zurückbezieht, im Kasus nach der Konstruktion des Satzes, in dem es steht. Themistokles gab dem Sklaven, den er zu Xerxes schickte, folgenden Auftrag.Den ist das für das NomenSklaven eingesetzte Pron., richtet sich also im Genus und Numerus nach diesem. Die Thätigkeit des Schickens erstreckt sich auf den Sklaven, der Sklave ist das Objekt des Schickens, also muss das Pronomen im Akkusativ stehen.

Zu e. Die Interrogativpronomina oder fragenden Fürwörter. Mit ihnen fragt man nach Personen oder Sachen. Sie sind: wer, was, welcher, welche, welches; was für ein, was für eine, was für ein; wer und was werden geradeso wie das relativische wer und was dekliniert und ebenso substantivisch gebraucht; welcher hat selbstverständlich dieselben Deklinations- formen wie das relativische welcher ³).

Zu f. Die Indefinitivpronomina oder unbestimmten Fürwörter. Sie bezeichnen Personen oder Sachen ganz allgemein, in unbestimmter Weise entweder, weil man sie nicht genauer nennen will, oder nicht genauer nennen kann. Zu ihnen gehören: jemand, jeder. jeglicher, jedweder, jedermann, einer, mancher, irgend einer, etwas 4). Die Deklination bedarf keiner besonderen Übung: es ist vielleicht darauf hinzuweisen, dass der Dativ und Akkusativ von jemand undniemand bald stark, bald schwach, bald flexionslos ist.

8. Die Umstandswörter(Adverbia). Wie das Adjektiv eine nähere Bestimmung zum Substantiv enthält, so bildet das Adverbium zunächst eine nähere Bestimmung des Prädikates

¹) UÜberwelcher vgl. Wustmann, 1. Aufl., S. 114.

²) Zugleich mit dem Relativpron. kann das Wesen des Nebensatzes entwickelt werden. Nach den preuss. Lehrpl. ist allerdings eine Behandlung des Nebensatzes in VI auch in elementarster Form unstatthaft.

³) Die z. B. von Lyon, Handbuch I S. 45, gegebene Unterscheidung zwischen dem Relativ- und Inter- rogativpronomen kann in VI beiseite gelassen werden, da hier bloss direkte Fragen vorkommen.

¹)keiner, viele, wenige, einige, mehrere, alle, nichts zählen wir zu den unbestimmten Zahlwörtern.