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auf der Pfarrei Idſtein, dem Pfarrer Flach Höchſten Orts übertragen. Alles, was Schulrath Halm durch ſeine eifrigen Bemühungen, während der erſten 6 Jahre des Beſtehens der Anſtalt, zur Feſtigkeit der innern und äußern Verhält⸗ niſſe und ſomit zur ſegensvollern Wirkſamkeit derſelben beigetragen hat, wird ge⸗ wiß ſtets dankbare Anerkennung finden.
Schulinſpector Flach hatte ſich eine ausgebreitete pädagogiſche Bildung und eine große practiſche Fertigkeit im Unterrichtsweſen erworben, die er ſchon, ehe er nach Idſtein kam, mehrere Jahre hindurch beſonders als Lehrer der Kinder des Grafen von Ingelheim zu Geiſenheim bewährt hatte. Seinem pädagogi⸗ ſchen Scharfblicke konnte es daher nicht entgehen, daß den Zöglingen der Taub⸗ ſtummen⸗Anſtalt der praktiſche Theil ihrer Ausbildung, nämlich der Unterricht in der Lautſprache, bis hierhin faſt gänzlich abging. Seine erſte Sorge an der Anſtalt war deshalb, dahin zu wirken, daß den beiden Lehrern Hisgen und Deußer Gelegenheit verſchafft wuͤrde, ſich mit einer beſſeren Unterrichtsmethode bekannt zu machen. Zu dieſem Zwecke trug er am 13. September 1826 bei Her⸗ zoglicher Landes⸗Regierung darauf an, daß man die genannten Lehrer zur Ver⸗ vollkommnung in der Unterrichtsmethode auswärtige Taubſtummen⸗Anſtalten be⸗ ſuchen laſſen wolle. Schon am 9. October d. J. wurden, Höchſter Entſchlicßung zufolge, den beiden Lehrern Hisgen und Deußer zum Zwecke einer Reiſe nach Eßlingen und von da nach Gmünd, um ſich dort die neueren Erfahrungen im Unterricht der Taubſtummen, namentlich in der Lautſprache anzueignen und die dort erprobten Vortheile im Unterrichte auch in Camberg anzuwenden, jedem eine Unterſtützung von Einhundert und Zehn Gulden aus dem Central⸗Studienfond mit der Weiſung verabreicht, ſich unvorzüglich auf den Weg zu begeben. Dies geſchah und die genannten Lehrer kamen durch neue Beobachtungen im Taub⸗ ſtummen⸗Unterrichte bereichert, wieder von ihrer Reiſe zurück. Indeſſen konnte der ſchöne Plan des Schulinſpectors Flach, welchen er in einem Schreiben vom 25. Februar 1827 an Oberſchulrath Schellenberg ausſprach; die Lautſprache, mit Ausſchließung der künſtlichen Zeichenſprache, als Hauptunterrichtsmittel an der Anſtalt einzuführen, noch zur Zeit nicht realiſirt werden, da demſelben Hin⸗ derniſſe entgegen ſtanden, die damals noch nicht gehoben werden konnten. Na⸗ mentlich hätte nach Verbannung der künſtlichen Zeichenſprache der Director von


