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1. Hälfte (1845)
Entstehung
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er mit einer ſolchen Aufopferung ſorgte, daß er ſelbſt oft das Nöthigſte entbehrte. Dieſe Aufopferung ſoll bei ihm ſo weit gegangen ſein, daß er, ſchon im vorge⸗ ruͤcktem Alter, ſogar einen Winter ohne Feuer zu rachte, um ſeine Kinder ja kei⸗ nen Mangel leiden zu laſſen. Mit der größten Menſchenliebe nahm er ſich der Taubſtummen an, wovon die Geſchichte des verſtoßenen, taubſtummen Grafen von Solar aus Toulouſe den ſprechendſten Beweis liefert. Eine Unterſtützung m den Unterhaltungskoſten ſeiner Anſtalt wurde ihm erſt im Jahre 1785 von Ludwig XVI. bewilligt. Ungeachtet ſeiner vielfältigen Bemühungen, war es ihm nicht gelungen, ſeinen Lieblingswunſch erfüllt zu ſehen, daß eine Taubſtummen⸗ Anſtalt auf öffentliche Koſten gegründet wurde. Er ſtarb am 23. December 1789 in ſeinem 78ten Lebensjahre. Erſt 1791 wurde die gegenwärtige Taubſtummen⸗ Anſtalt in Paris durch die conſtituirende Nationalverſammlung zu einer öffentlichen Anſtalt erhoben, nachdem bereits Abbé Roche Ambroise Sicard, unter 4 Candi⸗ daten, die ſich zu dieſem Poſten gemeldet hatten, zum Director gewählt worden war. Das Andenken des edlen Abhé de lEpée hat man in der neuern Zeit in Frankreich durch ein koſtbares Standbild geehrt, das in ſeiner Vaterſtadt, Ver⸗ ſailles, aufgeſtellt und am 27. Auguſt 1843 feierlich enthüllt wurde.,

II. Samuel Heinicke.

Samuel Heinicke wurde zu Nautſchütz bei Weißenfels, wo ſein Vater Land⸗ mann war, am 10. April 1729 geboren. Bis zu ſeinem 21. Jahre unterſtützte er ſeine Eltern bei ihren Feldarbeiten. Darauf wurde er Soldat und in die kur⸗ fürſtliche Leibgarde zu Dresden aufgenommen. Hier erwarb er ſich durch ſeinen Fleiß im Leſen nützlicher Schriften einige wiſſenſchaftliche Kenntniſſe, und ſoll ſich daſelbſt ſchon 1755, alſo ganz gleichzeitig mit Abbé de l'Epée in Paris, mit der Unterweiſung eines taubſtummen Knaben beſchäftiget haben. Er verheirathete ſich in Dresden und kam 1757 mit Frau und Kind nach Jena, wo er ſich als Stu⸗ dent inſcribiren ließ. 1758 ging er nach Hamburg. Daſelbſt wurde ihm ſehr bald von den angeſehenſten Familien der Unterricht ihrer Kinder übertragen. Hier war es auch, wo er die erſte Gattin Klopſtock's unterrichtete, durch deſſen Empfehlung er 1760 als Hauslehrer und Sekretär in das Haus des Grafen von Schimmelmann kam. Acht Jahre darnach, 1768, wurde er in Eppendorf,