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1. Abth. (1843)
Entstehung
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wird als Präfect Johann Thamm genannt; welchem bis 1766 Norbert Roßmann, bis 1768 Johann Duttar folgte. Dann verwaltete Franz Pache dieß Amt durch 5 Jahre bis 1773; über ſeine Perſon findet ſich die Bemerkung: Rector emeritus collegii Nissensis, natus 1714, obiit Vratislaviae 1785. Nach ihm übernahm Johann Duttar noch einmal die Stelle als Präfect ndch auf ein Jahr, doch iſt von ihm angemerkt: Valetudinarius, obiit Glaciü 1796. Die letzten beiden Jahre 1774 76 wo in Schleſien ungeachtet der Aufhebungsbulle Clemens XIV., der Orden nach dem Willen Friedrich des Großen noch fortbeſtand, war Franz Beinhauer Präfect des Gymnaſiums.

Die Frequenz hob ſich in den erſten Jahren nach Errichtung der Uniperſität unge⸗ mein, und beſuchten z. B. im Studienjahre 171¼ 448, im folgenden 441 Schüler die ſechs Klaſſen des Gymnaſiums. Dieſe Frequenz ſtieg bis zu den ſchleſiſchen Kriegen fortwährend und erreichte im Jahre 1740 eine ſolche Höhe, daß Univerſität und Gymnaſium zuſammen an 1300 Scholaren zählten. Dagegen ſank dieſelbe beim Ausbruche des Krieges ſofort, wie denn auch im Album bemerkt iſt: Matriculae anno 1741 vergente in 1742 ob circumstantias afflictorum temporum nullus insertus est. In der That betrug die Zahl der Gymnaſial⸗ ſchüler nur 264, und die Zahl der Studenten hatte noch mehr abgenommen.

1.

In dieſe Zeit fällt auch die erſte Jubelfeier der Stiftung des Gymnaſiums, welche im Jahre 1738 begangen wurde. Es ward auf dem Theater(dem jetzigen naturhiſtoriſchen Mu⸗ ſeum), ein Stück aufgeführt: Erſtes Jahrhundert des Breslauer Collegii in Iſaak, jener reichlichen Frucht des hunderten Jahres des, in das Land Chanaan wandernden großen Seelen⸗ eiferers Abraham, vorgebildet, mit feierlicher Begängniß des von Ihrer päpſtlichen Heiligkeit Clemente XII. jüngſt in die Zahl der Heiligen überſetzten Johannis Franciſci Regis gekrönt. Die Sendung Abrahams in das gelobte Land wird als ein Vorbild der Sendung des Jeſuiten⸗ ordens nach Schleſien und Breslau dargeſtellt, und dieſes erſte Jubeljahr ihres Wirkens wird

gekrönt durch die Heiligſprechung eines Mitglieds und Sohnes des Ordens.. Nach dem Ende des öſterreichiſchen Erbfolgekrieges 1748 nahm die Frequenz wieder zu und betrug im Jahre 17 ¾3 im Ganzen 655, wovon 312 im Gymnaſium, im nächſten ſchon 728, wovon 322 im Gymnaſium. Dieß dauerte ſort bis zum 7jährigen Kriege, denn 175 waren im Ganzen 887 Scholaren, wovon 355 im Gymnaſium. Aber ſchon im erſten Jahre des Tjährigen Krieges ſank die Geſammtzahl auf 587, die der Gymnaſiaſten darunter auf 275. Nach einem 54 ährigen Durchſchnitte betrug die Zahl der jedes Jahr ins Gymnaſium Aufgenom⸗ menen nahe an 100. Bald nöthigte der ſiebenjährige Krieg die Jeſuiten und ihre Schüler höherer und niederer Stufe zur Auswanderung aus Breslau, da das Gebäude mit Gefangenen und Kran⸗ ken, die Kirche mit Getreide angefüllt ward. Anfangs unterrichteten einige zurückgebliebene . 3*