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1. Abth. (1843)
Entstehung
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das projectirte prachtvolle, reichverzierte Portal zwiſchen der Kirche und der Apotheke iſt unausgeführt geblieben. Theils Schwierigkeiten, die aus der unmittelbaren Nähe der Feſtungswerke entſtanden, die das gerade Fortbauen nach dem Plane nicht verſtatteten, theils mangelnde Geldmittel hin⸗ derten den regelmäßigen Weiterbau und ließen das Gebäude ſo unharmoniſch werden, wie es jetzt erſcheint. In dem neuen Gebäude erhielt das Gymnaſium, welches uns beſchäftigt, den oberſten oder 3. Stock zu ſeinen Klaſſen angewieſen; erſt ſpäter, als dieſer obere Stock während der ſchleſiſchen Kriege ganz verwüſtet war, wurde es in die zweite Etage verlegt.

Ein Verzeichniß der Rectoren und der obern Studienpräfecten, oder, wie ſie jetzt auch häufig genannt werden, der Kanzler übergehe ich, theils, weil ſie dem Gymnaſium allein nicht angehören, ſondern auch der jetzt anerkannten Univerſität, theils und hauptſächlich, weil ſie in den, zur erſten Jubelfeier der Univerſität 1802 erſchienenen Nachrichten von dem Perſonale der Leopolds⸗Univerſität zu Breslau in ihrem erſten Jahrhunderte von dem Profeſſor Eligius Aloys Jung bereits aufgezählt und der Oeffentlichkeit übergeben worden ſind. Dagegen will ich der Vollſtändigkeit wegen, ſo weit meine Quellen es verſtatten, die Prae- fecti studiorum inferiorum oder die eigentlichen Vorſteher des Gymnaſiums aufzählen, auch einige Nachrichten über die Frequenz⸗Verhältniſſe in dieſem Abſchnitte mittheilen und endlich von den Bedrängniſſen handeln, in welche die ſchleſiſchen Kriege Gymnaſium und Univerſität gebracht haben. Zur neuern Geſchichte der Methode wird ſich wenig anführen laſſen, da dieſe dem urſprünglichen Plane im Ganzen treu geblieben.

Da die Angaben in der Gymnaſialmatrikel unvollſtändig ſind, ſo habe ich aus der mir gefälligſt mitgetheilten Univerſitätsmatrikel das Verzeichniß der Praefecti studiorum huma-

feſſor der Moraltheologie zugleich Präfect des Gymnaſiums war, ſo mangelt doch ein beſtimmtes Zeugniß. Von 1707 10 war Präfect des Gymnaſiums Anton Hanel, bis 1712 Franz Hertzig, bis 1714 Franz Neuwert, 17 ½6 Johann Rudlof, von 1715 17 Auguſt Ortmann, bis 1720 Franz Bös, bis 1722 Peter Hordes, bis 1728 Mathias Hayko, bis 1730 Leopold Hoffmann, bis 1733 Franz Weiner, bis 1736 Bernard Praſſold, bis 1738 Franz Neuſſer, 173½ Johann Kindler, 1738 Carl Gottſchlich, bis 1742 Wenceslaus Kraus, bis 1744 Franz Kreidt; wahrſcheinlich beide folgende Jahre bis 1746 Ferdinand Heinrich; 17½½ Johann Tilge; 174 Franz Haan, 173 Peter Habendorf, bis 1752 Johann Wiesner, bis 1754 Theodor Oelſchläger, bis 1756 Auguſt Langer und im Jahre 1756 Carl Tintz. Die übrigen 6 Jahre des damaligen ſchweren Krieges waren für das Gymnaſium verderblich, wie unten noch er⸗ wähnt werden ſoll. Statt der ſonſtigen Angaben enthält, die Matrikel die Bemerkung: 0b bellica disturbia dilapsis musis integro sexennio quievit matricula. Im Jahre 17 ½