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Patres in einem Häuschen hinter der alten Burg, doch mußte 1759 den öſterreichiſchen Kran⸗ ken auch dieß Haus eingeräumt werden; endlich erhielten ſie zum Unterrichte für eine kleine Anzahl Schüler der niedern Klaſſen ein, dem Mathiasſtifte gehöriges kleines Haus eingeräumt. Die höhern Studien wurden von einzelnen Lehrern zu Sagan, Liegnitz, Oppeln, die Theologie hauptſächlich in dem Dorfe Langendorf bei Neiſſe gelehrt. Erſt nach dem Hubertsburger Frie⸗ den kehrten Schüler und Lehrer in die öden, durch den Aufenthalt von Tauſenden Verwun⸗ deter und Kranker, oder Gefangener verwüſteten Gebäude zurück. Seitdem verfloſſen 10 Jahre bis zur Aufhebung des Ordens, eine Zeit, in welcher ſich die Frequenz ſchnell wieder hob. Die Trennung Schleſiens von Böhmen, mit welchem es bisher eine Kirchenprovinz ge⸗ bildet hatte, hinderte fortan die Verſetzung der Lehrer, aber der Orden ward dadurch in Schle⸗ ſien auf ſich ſelbſt beſchränkt und hatte eine geringere Auswahl zur Beſetzung der Lehrerämter, ein Umſtand, auf welchen eines der letzten und eifrigſten Mitglieder des Ordens, der verſtorbene „Rector Köhler, ein großes Gewicht zu legen pflegte, um daraus den Verfall des Jeſuitenun⸗ terrichts in Schleſien und in Breslau, den er zum Theil einräumte, zu erklären.— Aus ähn⸗ lichem Grunde waren, auf Anlaß Friedrichs des Großen, eine Anzahl franzöſiſcher Jeſuiten 1749 nach Schleſien gerufen worden, um den wiſſenſchaftlichen Geiſt durch ſie anzuregen und zu erheben.
Eine Zeit bedeutender Veränderungen für das Gymnaſium brach mit der Aufhebung des Ordens an, wovon der nächſte Zeitabſchnitt handeln ſoll. Doch begannen dieſe nicht ſofort mit dem Jahre der Aufhebung, da der große König dieſe mit ihren Wirkungen nicht eintreten laſſen wollte, weil er die Jeſuiten für den Unterricht der katholiſchen Jugend unentbehrlich hielt. Es bedurfte der nachdrücklichſten und dringendſten Bitten und Vorſtellungen, um endlich ſeine Einwilligung zu der, vom Papſte ausgeſprochenen Aufhebung eines katholiſchen kirchlichen In⸗ ſtituts zu erlangen. Die Aufhebungsbulle wurde am 5. Februar 1776 bekannt gemacht. Die Umgeſtaltung des Ordensvereins in eine Corporation der Mitglieder des katholiſchen Schulenin⸗ ſtituts wird die Geſchichte des folgenden Abſchnittes ausmachen.


