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1. Abth. (1843)
Entstehung
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findende Promotion gründete ſich wohl auf das Apoſtoliſche Schreiben Papſt Julius III. vom Jahre 1552, wonach Schüler der Jeſuiten⸗Collegien, die außer den Univerſitäten beſtünden, ihre Scholaren, nach beendigtem Studien⸗Curſus und vorausgegangenem rigoroſem Examen, pro⸗ moviren konnten. Daß übrigens auch auf dem Gymnaſium ſchon Theologie gelehrt ward, darf um ſo weniger befremden, als dieß ja auch in den Kloſterſchulen geſchehen war, wie uns z. B. ein Profeſſor der Theologie Wichmann im Kloſter der Dominikaner in Breslau ſchon früher ur⸗ kundlich genannt wird, endlich auch in den proteſtantiſchen neuen Gymnaſien theologiſche Vor⸗ träge gehalten wurden.

Es werden beim Beginn des Studienjahres 1659 folgende Lehrer aufgeführt. Rector der ganzen Anſtalt iſt, wie ſchon angegeben, Ludwig Craß(Crasius), wiewohl nur noch bis zum 14. April 1660, wo Johannes Heints an ſeine Stelle trat; Präfect der höhern Studien und Schulen Theodor Moretus, zugleich Profeſſor der Moraltheologie und der Mathematik; Profeſſor der Controverſe Georg Krebs; Profeſſor der Metaphyſik und Ethik Chriſtoph Hryn⸗ kiewicz; Profeſſor der Phyſik Zacharias Firmin; Profeſſor der Logik Chriſtonh Todtfeller. Präfect der niedern Schulen oder des Gymnaſiums,(denn einen Rector beſaß daſſelbe nicht bis zum Jahre 1802,) war Georg Kümp, dem jedoch ſchon am 1. Januar 1660, alſo nach zwei Mo⸗ naten, Michael Plank folgte; Profeſſor der Rhetorik(der Prima) Mathäus Smucker; Profeſſor der Poeſie(Secunda) Johann Therez; Prof. der Syntax(Tertia) Paul Pausbert; Prof. der Grammatik(Quarta) Georg Maier; Prof. der Principien(Quinta) Franz Stiller; endlich Prof. der Rudimente(Sexta) Andreas Spaner. Außer den genannten Ordensgliedern wird als Regens des Seminars und Convicts(ſo angeführt, ſo daß wohl alſo Seminar auf die Fun⸗ datiſten, Convict auf die Penſionaire ſich bezieht) Aloys Richard genannt, dem der Prof. der Rudimente als Proregens zur Seite ſtand.

Und es beſtanden dieſe Profeſſuren nicht etwa nur dem Namen nach, ſondern die Zahl ihrer Zuhörer war anſehnlich. Das Album des Studienjahres 1659 60 zählt nament⸗ lich auf an Zuhörern der Moraltheologie 28; bei 5 derſelben iſt bemerkt, daß ſie Magistri philosophiae, bei 6, daß ſie Baccalaurei phil. waren, einer iſt Magister phil. und Juris utriusque candidatus; die meiſten werden als Reverendissimi Domini bezeichnet und hat⸗ ten alſo wohl geiſtliche Weihen. Wo hatten ſie den philoſophiſchen Gradus erhalten? Doch

wohl ſchon in Breslau. Als Zuhörer der Metaphyſik werden 29 aufgezählt, als Zuhörer der Phyſik 24; als Hörer der Logik 35. So gehörten alſo den höheren Studien 117 an

und es bildete die höchſte Stufe derſelben ſchon offenbar den Uebergang zu den akademiſchen Studien der Theologie, wiewohl bemerkt werden muß, daß auch ſpäter, nach Errichtung der Univerſität, die Hörer der Moraltheologie noch nicht zu den Theologen gerechnet wurden. Aber die philoſophiſche Fakultät in 4jährigem Curſus war bereits vorhanden, und mußte es wenig⸗ ſtens ſeit 4 Jahren ſeyn, da bereits für jeden Curſus Zuhörer da waren. Es fanden in der⸗ ſelben Promotionen und Disputationen ſtatt, wie denn ausdrücklich bemerkt iſt, daß 5 Hörer