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Stifts mit der Kaiſerlichen Kammer errichtet worden. Es iſt nicht unwahrſcheinlich, daß die damalige Kaiſerliche Münze ſich in dem ehemaligen Schönaichiſchen Hauſe befunden hatte, ehe die Jeſuiten in daſſelbe eingezogen..
Zur Erhaltung der Jeſuiten diente eine Stiftung des Grafen Thun von 100000 Gulden, welche bei der Kaiſerlichen Kammer deponirt waren und wovon 180 Gulden Zinſen monatlich gezahlt wurden.
In dieſen beiden Räumen befand ſich die neue Schule während der erſten 21 Jahre ihres Beſtehens. Leider hat es meinen Bemühungen bisher nicht gelingen wollen, das Album der Schüler aus dieſer Zeit aufzufinden. Daß ein ſolches vorhanden geweſen, beweiſet die oft erwähnte Vorrede zu dem vorhandenen Album ſeit 1659, welche auf jenes frühere ausdrücklich Bezug nimmt. Es iſt daher auch weder über die Lehrer, noch über die Frequenz aus jener Zeit etwas zu ermitteln geweſen. Nach Roppans handſchriftlichen Collectaneen wären die erſten Rectoren der oben genannte Regens Julius Cäſar Coturius ſeit 1646, der gleichfalls oft er⸗ wähnte Pater Wazin ¹) und Faber geweſen. Wenn nun die gedachte Vorrede angiebt, daß Ludovicus Craſius, welchen wir am Anfange der nächſten Periode finden werden, ſeit Wazin der ſechſte Rector geweſen ſei, ſo wären nur die Namen von drei Rectoren unbekannt, welche zwiſchen Faber und Craß fielen. Dieſe große Zahl der Rectoren in der Zeit weniger Jahre wird in Folgendem ihre Erklärung finden. Die Form und Einrichtung der Jeſuitenſchulen aber, welche jedenfalls auch die Grundlage der hier neu errichteten gebildet hat, iſt aus den Consti- tutiones und der Ratio Studiorum den Grundſätzen nach zu entnehmen, theils aus der Einrich⸗ tung gleichzeitiger Jeſuitenſchulen zu erkennen, und werden wir ein Genaueres darüber im Fol⸗ genden beizubringen uns bemühen.
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. Aen 7 Zweite Periode bis zur Gründung der Breslauer Univerſität 1702.
Schon der erſte Rector, Johann Wazin, hatte, wie die erwähnte Vorrede, ſagt bei Kaiſer Ferdinand III. um Ueberlaſſung der Kaiſerlichen Burg unterhandelt und das Verſprechen
1) Kundmann aber erwähnt dreier Bilder, die auf der Burg vor des Rectors Wohnung geſtanden und dieſe beiden erſten jeſuitiſchen Profeſſoren ſowie den Wohlthäter und Einführer derſelben, den Ma⸗ giſter Hartmann vorſtellten. Unter dem Bilde Wacins habe geſtanden: R. P. Johannes Wacin. primus Wratislaviensis missionarius, primus Superior ac deinde Kector, pleunus spiritu aposto- lico, obiit 1653; unter dem Bilde Pfeilſchmidts: R. P. Ilenrieus Pfeilschmidt, primus eum pa- ere Joaunne Waein Wratislaviam excoluit, omnibus omnia lactas, ut omues faceret salvos, vir religiosissimus, obiit 1642.


