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1. Abth. (1843)
Entstehung
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geſtiftete Schule zum heil. Kreuz geſtellt geweſen ſein. Die urkundlich im Jahre 1293 mit Genehmigung des Biſchofs Johann III. geſtiftete Schule zu Eliſabeth, und die wahrſcheinlich ziemlich gleich alte zu Maria Magdalena ¹) ſollen, nach den Worten des Stiftungsbriefes, einer⸗ ſeits den Kindern der Bürger den weiten und gefährlichen Weg über die Brücken nach dem Dome erſparen, andrerſeits als Vorbereitungsſchule dienen, worin außer dem Leſen, den Ele⸗ menten der Religion und des Geſanges, auch die Anfänge der latein. Sprache gelehrt würden, wofür Donatus, Cato und Theodulus vorgeſchrieben werden. Wer ſich weiter bilden wolle, (si majores libros audire voluerint) müſſe die Domſchule oder irgend eine andere gleicher Art beſuchen. Mit jenen Trivialſchulen war wohl auf gleiche Stufe die mit dem Sandſtifte verbundene Schule ²).

In dieſem Zuſtande ſcheint das Schulweſen in Breslau das 14. und 15. Jahrhundert hindurch ohne größere weſentliche Veränderungen geblieben zu ſein; doch treten noch zu den frühern 5 Schulen drei neue hinzu. Nur vorübergehend war die Umwandlung der Schule bei Corpus Chriſti in eine zweite, der Domſchule ähnliche gelehrte Schule 1520 durch Antonius Pauß ³)..

Die Bemühungen des Breslauer Magiſtrats und beſonders des Stadthauptmanns Hanns Haunold endlich, hier eine Univerſität zu gründen, führten, ungeachtet ungeheurer auf⸗ gewandter Geldſummen doch nur bis zum Erlaß eines Stiftungsbriefes durch König Wladis⸗ lav von Ungarn und Böhmen vom 20. Juli 1505, indeß die Ausführung an geheimen Gegen⸗ wirkungen bei dem päpſtlichen Stuhle und der Unthätigkeit des theilnahmloſen Königs ſcheiterte. Auch die Kämpfe der Breslauer mit Pohlen und mit dem Herzog Bartholomäus zu Münſterberg hatte wohl hemmend eingewirkt. Keinen beſſern Erfolg hatte ein, zwei Jahre darauf beim Papſte gemachter Verſuch ¹).

1) Pols Jahrbücher:In dieſem Jahre(1293) hat in Breslau die Schule zu Maria Magdalena ihren Anfang genommen, darinnen man die latein. Sprache gelehrt und den Pſalter geleſen. Denn Vir⸗ gilius und Cicero gehörten damals nur auf die hohe Schule in Welſchland und Frankreich. So durfte ſich auch niemand unterwinden(welches auch wenigen bekannt) die griechiſche, geſchweige die hebräiſche Sprache oder etwas von den ſieben freien Künſten zu profitiren oder zu leſen. Band I. S. 87. 88. Die Aechtheit der Stiftungsurkunde der Magdalenenſchule vom 12. Februar 1267 vom Kardinal Guido iſt neuerdings anerkannt worden vom Rector Herrn Reiche, Programm des Cliſ. Gymn. für 1843. Seite 7.

2) Seriptt. rerum Sil. II. ed. Stenzel p. 236. ad annum 1412.

3) Pols Jahrbücher zu 1520; rergl. über ihn Reiches Programm, S. 33..

4) Vergl. Wuttke Stiftung einer Univerſität zu Breslau in Schleſ. Pr. Blättern 1840. Nov. u. Dec. auch beſonders abgedruckt.