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1 (1843)
Entstehung
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über die Gegenſtände ſeines Nachdenkens in Proſa geſchrieben hat. Dafür reden die ausdrücklichen Zeugniſſe des Themiſtius ¹), Diogenes, Suidas, und Anaximanders ſchaffender Geiſt und thätige Beſtrebung, dem Wiſſen allgemeinere Verbreitung zu ſichern, machen es wahr⸗ ſcheinlich. Den bekannten Verſuchen des Pherecydes*) und Cadmus) aus Milet wird dadurch nichts entzogen, wenn man nur auf die Verſchiedenheit der von ihnen in Proſa behan⸗ delten Gegenſtände ſiehet.

So unvollſtändig nun auch dieſe Darſtellung des Culturzuſtandes zur Zeit Anaximanders, ſo wie ſeines eignen wiſſenſchaftlichen Standpunctes ſein mag: ſo dürfte ſie doch wohl hinreichende Facta enthalten, um darauf die Ueberzeugung zu gründen, daß eine in geiſtiger Entwickelung bereits glücklich vorgeſchrittene Zeit, und ein Mann, der nach ſo vielen Richtungen hin und mit ſo günſtigem Erfolge ſeinen rühmlichen, wiſſenſchaftlichen Eifer an den Tag gelest, auch fähig geweſen ſei zur Erfindung eines Himmelsglobus.

Cap. II. Directe Schriftbeweiſe.

Wir wenden uns daher zur Beantwortung der zweiten Hauptfrage: Hat Anaximander nach glaubhaften Schriftbeweiſen wirklich eine Sphäre, d. i. einen Himmelsglobus, erfunden?

Es reden überhaupt nur drei altclaſſiſche Schriftſteller ausdrücklich zu Gunſten Anaximan⸗ ders, als Erfinders eines Himmelsglobus und dieſe Schriftſteller ſtehen unglücklicherweiſe fern von dem Zeitalter des Philoſophen. Wenn daher die Zeugniſſe für Anaximanders Erfin⸗ dung aus den Sammelwerken des Naturhiſtorikers Plinius, des Lexicographen Suidas und des Biographen Diogenes von Laerte geſchöpfet werden: ſo entſteht ſogleich die Verpflichtung, weder unbedingt der Führung dieſer Schriftſteller zu vertrauen, noch auch ihren Verſicherungen den Glauben ſchlechthin zu verſagen, ſondern in den äußern, auf ein erzähltes Factum ſich bezie⸗ henden Umſtänden, oder in innern Gründen ein Supplement zur Beglaubigung oder zur Ver⸗ werfung der Erzählung zu ſuchen.

1) Themiſtius(Orat. 20, oder bei Andern 26) bezeugt ausdrücklich:Oaννς 10» d r0dαναντ 24αeεέκꝓνέν *⁴νιοεννο 0 ncεενιέο 5 ε,G es db roν 1 eu Oritacra 001e M⁹ςμ 6 G**, oure dν⁴ιοςď 18 10% Et, Kxεενον kodror. Touντo⁵ ve⁶εενος 514⁴οπυε Arasiειμαη⁴οσσ 0 Tloaricdor 00 Tcaα 5 S',Ide" 6 ⁴α⁸ςε, 1 0 60s ονναεε 18 vd eerocrero, d1 2 9605, Ge 71r00108, 101e EIAν 46;0 SSerενεν rce* qν⁶έσ dνε ανκανανενονν. IIoir d eiς ⁶τιιος 1.e1drirνε 10 Ad auyodety, A³⁴ν οm ετοιςειτο 1⁷ ττ6εν EMnoc. ef. Suidas s. v. hstu. Diog. Laert. vit. yastα. Strabo I, 16. Die Unterſuchung wird ſpäter auf die einzelnen, für den vorliegenden Zweck wichtigſten Puncte zurückkommen.

2) Diog. Laert. sub Pherecyd. p. 31. Strabo Geogr. Libr. I. p. 16.

3) Plin. H. N. VII, 56. W. 29. Pherecydis fragmenta ed. 3315 Lpz. 1824.