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wandlung des finiten Verbums in das entsprechende Participium, 3. die Übereinstimmung des letzteren mit dem Worte, auf das es sich bezieht; daher auch der Name der Construc- tion. Aus der Nebeneinanderstellung verschiedener Beispiele findet der Schüler, dals sie nur bei sochen Relativsätzen möglich ist, wo das Pronomen im Nominativ steht. Unschwer schlielst sich hieran die Übersetzung durch deutsche Conjunctionalsätze sowie die Veran- schaulichung des dabei zu beobachtenden Verfahrens. Dabei möchte ich die Behandlung von Sätzen wie: Als die Freunde fragten, antwortete ihnen Cäsar, in denen also das Sub- ject des Nebensatzes bei der UÜbersetzung in den Kasus des dasselbe im Hauptsatze vertre- tenden Pronomens kommt, erst für Quarta vorschlagen; wo ja ohnehin den Participialconstruc- tionen noch recht viel Raum zuzuweisen ist.
3. Der Ablativus absolutus.
Ich knüpfe die Behandlung dieser Construction gewöhnlich an das Beispiel aus dem Lesestück Epaminondas: Multo sanguine profuso animam edidit, was wir im Anschlufs an die Anmerkung des Lesebuchs seinerzeit übersetzt haben: Nach starkem Blutverluste gab er den Geist auf. Das Schwierigste an der Construction scheint der Casus zu sein; er läfst sich jedoch auf sehr einfache Weise erklären. Der Schüler construirt zuerst den deutschen Satz: Er gab auf— wer gab auf— wen gab er auf— wann gab er auf. Bei der darauf folgenden Betrachtung des lateinischen Satzes antwortet auf die letzte Frage mit wann ganz richtig der Ablativ, der sich dem Schüler also von vornherein als ein Ablativus temporis kundgibt ¹. Dadurch wird ihm vor allem die Berechtigung des Casus klar, sowie weiterhin auch die in beiden Sprachen sich entsprechende Kürze des Ausdruckes. Von der wörtlichen Uber- setzung des Lateinischen: Nach vielem vergossenem Blute, die auch die Anmerkung des Lesebuchs bietet, geht man hierauf zur Wiedergabe durch einen Nebensatz über. Auch hier findet der Schüler durch Vergleichuug dieser Übersetzung mit der lateinischen Form den Unterschied und das Verfahren beim Übertragen. Den Fall der Anwendung dieser Construc- tion hat er selbst durch Gegenüberstellen von Beispielen des vorher geübten Participium con- iunctum festzustellen. Sicherheit im Gebrauche beider Ausdrucksweisen erzielen zahlreiche Deductionen, die sich sofort anschliefsen müssen. Dabei hat jedoch der Lehrer im Interesse des Sprachgefühls und der Sprachcorrectheit der Schüler stets auf die Übersetzung durch ad- verbiale und präpositionale Verbindungen sowie gegen Ende des Schuljahres auch auf die mit dem Verbum finitum und der Conjunction»und« hinzuweisen. Viel wird in dieser Hin- sicht auch ein verständiger deutscher Unterricht nützen können, wenn von Zeit zu Zeit bei deutschen Lesestücken, die leider noch allzuhäufig Nebensätze mit als, nachdem u. s. w. enthalten, der Schüler zum Ersetzen derselben in der oben angegebenen Weise veranlalst wird. Der dabei zu Tage tretende Unterschied zwischen der lateinischen und deutschen Periodenbildung gibt ferner auf dieser Stufe schon Gelegenheit, auf den subordinierenden bezw. coordinierenden Sprachgebrauch in beiden aufmerksam zu machen.
¹ Die Richtigkeit des temporalen Verhältnisses kann nachträglich an den Beispielen aus der nach Neujahr mit Auswahl gelesenen vita Alexandri(H. Müller, de viris illustribus, lat. Lesebuch, III. Teil, Hannover, Karl Meyer) in jedem Falle nachgewiesen werden-


