dann folgte die Reiterei in 2 Treffen zu 10 und 8 Schwadronen und zwar:
Cuirassiers 2 Schwad.
St. Jal 2„
Chabrillant 2„ 1. Treffen. Dauphin 2„
Chartres 2„
Orléans 2
Royal Piémont 2„ Treffen. Treissignies 2
.
Links schloss sich daran das Fussvolk, im ersten Treffen die Sachsen:
V
Bourbon Busset
Garde 1 Bataillon Kronprinzessin 2„
Prinz Friedrich 2„
Prinz Maximilian 1„
Prinz Joseph 1„
Prinz Xaver 1„ 3 Prinz Klemens 1„ 7 15 Bataillone. Graf Brühl 1„
Prinz Lubomirski 1„
Rochar 1„
Minckwit⸗z 1„
Prinz Gotha 1
Im zweiten Treffen marschierten auf die franzõsischen Regimenter: Belsunce 4 Bataillone Rochefort 2„
und die pfälzischen Baden 2 Bataillone Osten 2„
Die Artillerie fuhr vor dem ersten Treffen auf, eine Batterie von 8 Geschützen vor dem rechten Flügel, eine zweite von 16 Geschützen vor dem linken Flügel gegenüber dem grossen Staufenberge. Es standen mithin hier, wo die Entscheidung lag, von den leichten Truppen abgesehen, 25 Bataillone und 18 Schwadronen (15400 Mann) mit 24 schweren und 50 Bataillons- Kanonen gegen 7 Bataillone(5600 Mann) und 8 Schwadronen(1200 Mann) mit 5 schweren und 14 Bataillons-Geschützen!
10 Bataillone.
30
Der Aufmarsch war, wie schon gesagt, ungestört vollzogen worden. Die Verbündeten thaten nichts, um sich genügende Aufklärung über die feindlichen Bewegungen zu verschaffen. Die Jäger, die gewöhnt waren, in gelöster Ordnung zu fechten und jede Deckung, die ihnen das Gelände bot, zu benützen, wären vorzüglich dazu geeignet gewesen; statt dessen stellte man sie auf den äussersten linken, am weitesten vom Feinde entfernten Flügel. Auch der Vorstoss einer geschlossenen Abteilung würde ausreichende Kenntnis vom Feinde ver-— schafft haben, aber ein solcher erfolgte nicht. Aus Dünkel, oder, wenn man will, Selbst- täuschung, geschah nichts dergleichen. Alle Generale waren der Ansicht, dass kein Angriff erfolgen würde; sie meinten, die Franzosen würden es wie tags vorher mit einer blossen Beobachtung bewenden lassen. Man bemerkte wohl lebhafte Bewegungen der Feinde, allein man glaubte, sie wollten nur ein neues Lager aufschlagen. Obwohl man sah, dass die Regi- menter eins nach dem andern in Schlacht- ordnung aufgestellt wurden, obwohl man die Geschütze auffahren sah, glaubte man doch, das alles sei nur Schein. Dazu trug wesentlich der Umstand bei, dass jedes Regiment, sobald es aufmarschiert war, Feuer anzündete; vermutlich geschah dies nicht auf Befchl, sondern war von den ersten Bataillonen angefangen worden, um in der gegebenen Ruhezeit die durchnässten Kleider zu trocknen und die durchfrorenen Leiber zu wärmen, und wurde von den folgenden nachgeahmt; an Reisig und Holz mangelte es ja nicht, auch nicht im lichten Walde.
Viele Offiziere waren indes der Ansicht, man müsse jetzt, etwa bald nach Mittag, den Feind in seiner Entwickelung angreifen. Viel- leicht hätte ein entschlossener und rascher An- griff den Feind derartig gestört, dass derselbe auf jeden ernstlichen Anfall verzichtet hätte. Aber mehr wie ein ehrenvoller Rückzug wäre nicht zu erkämpfen gewesen. Den Feind gänzlich zu schlagen, war bei seiner offen-


