Druckschrift 
[2.] (1896) I. Die Kämpfe an der Mündener Strasse im Jahre 1758 (Schluss). II. Die Ereignisse der Jahre 1759 und 1760
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Die Mitte, 10800 Mann, hatte im ersten Treffen die Regimenter:

Waldner 2 Bat.) rechts der

Diesbach 2 S, 7 Bataillone württemb.= 4000 Mann. Grenadiere 3» links davon

Das zweite Treffen bildeten 6 Bataillone württembergischer Füsiliere= 4800 Mann; beide standen nõrdlich von Landwehrhagen.

Das dritte Treffen, als Reserve, südlich des Dorfes, bestand aus den Regimentern:

Bentheim 2 illone. the Bata 5 Bataillone Berg 1 = 2000 Mann. Nassau 2

Der linke Flügel, auf dem Boden und dem Hopfenberge, bestand fast ganz aus Reiterei. Die erste Linie bildeten die Regimenter:

Gensd'armes 8 Schwadronen= 800 Keiter. Rohan 2 Bataillone,= 1600 Mann Beauvoisis 2 Fussvolk. Berchiny Husaren 6Schw.

Volontaires d'Alsace l»= 1100 KReiter. Royal Nassau Husaren 4»

In zweiter Linie waren aufgestellt:

Commissaire Général 2 Schw.. = 800 Keiter

8 Msrales 2 2 hinter dem Reg. Württemberg 2 6. ensd'armes. Raugraf 2 Pol= 400 Reiter 9 v hinter Rohan u. dErssy Beauvoisis.

Dieser linke Flügel zählte also in 4 Batail- lonen und 31 Schwadronen 4700 Mann. In dem bewaldeten Grunde der Jeckelsbach hatte sich eine Abteilung Freiwilliger der beiden ge- nannten Regimenter zu Fuss unter Oberst du Plessis festgesetzt. Die Abteilung des Obersten de Castries auf dem linken Fuldaufer nahm auf der Wahnhausen beherrschenden Anhõéhe, dem Saatberge, Aufstellung.

Der Aufmarsch des Ganzen vollzog sich unter dem Schutze des zahlreichen schweren

28

Geschützes wolf-, Acht-, Vierpfünder und Haubitzen, in allem mehr als 40 Stück), das vor der Front in mehreren Batterien aufgefahren war; drei vor der Mitte beim Heiligenhäuschen, eine auf der schon erwähnten Hôöhe zwischen Landwehrhagen und dem Bruchhofe, drei vor dem rechten Flügel. Zu der Entwickelung aus der Marsch- in die Schlachtordnung hatte man nicht weniger als 4 Stunden gebraucht; es war 2 Uhr geworden, ehe die Truppen ihre Stellungen in der Schlachtlinie eingenommen hatten!

Chevert hatte nach seinem Aufmarsche hinter Benterode und Sichelstein die Freikorps in das Gebüsch zwischen letzterem Orte und dem Bruchhofe(den Haidestrauch) zur Er- kundung vorgeschoben. Oberg war indes, aller- dings recht spät, von der Bewegung Cheverts gegen seinen linken Flügel benachrichtigt worden und erkannte bald, dass dieselbe darauf abzielte, den beherrschenden Staufenberg und die nach Münden streichenden waldigen An- höhen zu gewinnen. Er sandte sofort den Ge- neral v. Zastrow mit den Bataillonen Isenburg und Canitz, 2 Schwadronen Bock Dragonern und 2 Schwadronen reitender hannôverscher Jäger(aus dem zweiten Treffen) zur Deckung des bedrohten linken Flügels ab. Dieser traf um 11 ¼ Uhr auf die Légion Royale des Obersten Chabot, warf sie durch einen Bajonnetangriff aus dem Gehölze und zwang sie mit einem Ver- luste von 1 200 Mann zum Rückzuge. Dies glückliche Zusammentreffen erhöhte noch die Zuversicht der Soldaten und die schlechte Meinung, welche sie von dem Feinde hatten. Bei der Verfolgung der Geworfenen gewahrte aber Zastrow die ganze bedeutende Truppen- masse Cheverts und machte dem General v. Oberg auf der Stelle die entsprechende Meldung. Dieser beschloss, seinen linken Flügel zu ver- stärken und ihn dem umgehenden Gegner vor- zulegen. Generalmajor v. Bock mit 5 Batail- lonen und 4 Schwadronen nebst einiger schwerer Artillerie ward Zastrow zu Hülfe gesandt, während Generalmajor v. Post mit 2 Batail-