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[2.] (1896) I. Die Kämpfe an der Mündener Strasse im Jahre 1758 (Schluss). II. Die Ereignisse der Jahre 1759 und 1760
Entstehung
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ausbleiben, wenn der Feind sich überhaupt nicht zum Kampfe stellte, sondern durch schnellen, rechtzeitigen Rückzug sich demselben entzog.

Am 10. Oktober früh um 3 Uhr setzte sich Chevert mit seiner Division von Ober- und Nieder- Kaufungen über Sensenstein und Windhausen nach Dahlheim in Marsch, wo er das Niestethal überschritt. Von hier ging er auf Benterode vor und nahm nach Vereinigung mit dem Vortrabe unter de Voyer etwa gegen 10 Uhr auf den Höhen östlich von diesem Orte in 2 Treffen Aufstellung; sein rechter Flügel dehnte sich bis an das im lichten Walde zwischen Sichelstein und Nien- hnagen liegende Försterhaus hin, der linke lehnte sich an das Thal der Wellebach unterhalb Bente- rode; der Einschnitt der Schweinbach deckte die Front. In dieser Stellung gedachte er den Angriff des Hauptheeres auf das Obergsche Korps abzuwarten, den er dann durch seinen Flankenangriff unterstützen wollte.

Soubise hatte unter dem Herzoge v. Broglie auch einen Vortrab gebildet, der folgender- massen zusammengesetzt war:

36 Komp. Grenadiere zu 50 Mann= 1800 Mann 8 Bataill.(je 2 Bataill. Waldner, Diesbach, Rohan u. Beauvoisis)= 3200» 400 Gensd'armes 19 Schwadronen( Commissaire Général, 2 d'Essales, 6 Berchiny Husaren, I Volontaires d'Al- sace, 4 Royal Nassau Husaren, 4 dpchon Dragoner)

400»

= 1900»*

zusammen= 7200 Mann

Bei Tagesgrauen(gegen 6 Uhr) brach der- selbe auf, überschritt bei Sandershausen die Nieste und erstieg die jenseitige Hôhe; die vorauf- gehenden Grenadiere warfen die hannôverschen Jäger, welche noch vor Landwehrhagen standen, zurück und besetzten dieses Dorf. Der Rest des Vortrabs nahm rechts der Strasse zwischen Landwehrhagen und Benterode Aufstellung und deckte so den Anmarsch des Hauptkorps. Dieses hatte auf einer Anzahl geschlagener Brücken

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in 4 Heersäulen bei und oberhalb Bettenhausen die Losse und dann zwischen Sandersliausen und Heiligenrode die Nieste überschritten. In der Höhe von Ellenbach verdoppelte sich die Zahl der Heersäulen durch Einschiebung der nach-

folgenden Reiterei, und um 10 Uhr erschienen

die Spitzen bei Landwehrhagen, wo die Truppen- teile des Vortrabs wieder in ihre früheren Ver- bände eintraten. Auf den Anhöhen bei Land- wehrhagen, die durch die Thäler der Jeckel- bach und der Wellebach von denen bei Luttern- berge getrennt werden, stellte Soubise sein Heer in Schlachtordnung auf. Der rechte Flügel, 13000 Mann unter dem Herzoge v. Fitzjames, welcher sich links an den östlichen Ausgang von Landwehrhagen lehnte, stand auf dem Breite- triesch und dehnte sich nach rechts aus bis jen- seits des von Ellenbach über die Schanze nach Benterode führenden Weges. Im ersten In- fanterie-Treffen standen von rechts nach links die Regimenter:

La Marine 4 Bataillone

La Couronne 2. Piéèmont 4 14 Bataillone Castella 2= 5600 Mann; Planta 2

im zweiten Infanterie-Treffen:

Touraine 2 Bataillone

Chartres 2

Alsace 3 15 Bataillone Löwendahl 2= 6000 Mann. Royal Bavière 2

Royal Deuxpontsa

Das dritte Treffen bestand aus Reiterei (14 Schwadronen= 1400 Mann):

Royal Etranger 2 lwede. hinter dem Regi-

Charost 2, te d'A 1 La Vieilleville 2 mente 1sace

hinter den Regi- d'Apchon Dragon. 4 mertern Toegen Royal Allemand 2eavieren R dal Nassau Husaren 2 re u. Roya

Deuxponts. 4*