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2 (1893)
Entstehung
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So lesen wir K 224 ff. in der von Platon¹) mehrfach angezogenen Sentenz: G³ι τε̈ ν εοιένι, α πο0 6 00 S6σσι&κ drεασ τιο⁴⁶οο ꝓννq 4⁴μ⁴μοιννσ σν ε&i έο τέ*π GA³α Sοσα νꝙFee v⁶ος, Aerrr ε τε εmπ.

Wäre die Lesart éoνιν nicht zu gut bezeugt, so könnté man sich versucht fühlen, da duo auch sonst für den Genetiv oder Dativ steht(N 407, 515) ²), éOrννιένν zu verlangen; so aber liegt ein genügender Grund nicht vor, diese Anakoluthie zu beanstanden.

c) Ob dasselbe jedoch auch für das andere Beispiel dieser Art gilt, P 210 f.:

ordνrανν εινeνεναος dnrioexev νςεαᷣς ⁶οων*,

d,οαρα ν e‿εοιιννσ νεααιαμεος νεέν ⁶υοοε⁸ς erscheint wegen des unmittelbar voraufgehenden σrνναν αμάν doch zweifelhaft. Auch ist hier 8rG6εeν als Lesart Zenodots bezeugt, der also wohl dν⁵ον(dνιασ*ου gebraucht Homer so wenig wie 6νοτν) ebenfalls als indeklinabel gelten liels.

d) In einem gewissen Sinne kann man es auch eine Anakoluthie nennen, wenn der Dichter, wie z. B. H 306:

10) dιαακινιιευννινε 6 1εευνντ αμε⁴‿᷑ 2αναιν

, 0 d'o ε&ν Tα‿αιν Jοαααον εieε.

mit einem Subjekt in der Mehrheit anhebt, dann aber eine Teilung dieses Subjekts eintreten und das Verb. finitum im Singularis folgen läſst. Vgl. M 400 ff., 7I 317 ff., wo beidemale das zweite Glied überdies von dem ersten durch längere Zwischensätze getrennt ist.

e) Damit nahe verwandt ist die Anakoluthie II 265:

T009 d'&* εο παςσ α ε εν ⁴υοιισοο d⁴⁸ 1u, dérν ο*' ν dννιmον νιο ⁸ovres 700000 ς Ʒινπαειετιιαηιν 2Q‿α Gειμιννέ 0701 TGm6 οινν. Man könnte leicht die Anakoluthie beseitigen und mit geringer Anderung schreiben: II0600)eςω mποοννπτισι(εμeει⁴ιν σ τεέ᷑τεασοιν.

Aber so gewöhnlich 8zaowzos in dieser Weise als distributive Apposition neben einem

pluralischen Subjekt und Verb. finit. gesetzt wird, z. B. I 656:

G Soœi, o? d drMοατσοο ειν§ϑε‿ιας ιρφρννμνιανον

orce iodαvres αν viſa Iolαeν πα εν νκπ2. ³) so kommt doch τem in gleicher Weise nicht vor, und angesichts der oben unter d) angeführten Fälle(namentlich II 317 ff.) würde ein auf o? ενοντες folgendes οπιαεεα ohne Anstols erscheinen, wenn nicht ein anderes Bedenken sich erhöbe: ¶ας im Singularis heiſst nämlich bei Homer sonst überallganz und nichtjeder. Es ist durchweg= ö7os, aber nicht= graαναοε. Das masculinum kommt noch 33 mal vor, das femininum 74 mal, das neutrum(» 313

¹1) Vgl. Protag. 348 D., Sympos. 174 D.

2) Von dem indeklinabeln 55(25⁰) finden sich bei Homer nur diese zwei sicheren Beispiele; das dritte K 253(r6vy 550 Hot.) ist zweifelhaft; denn wenn auch der Vers echt sein sollte, so hindert nichts mit Doederlein und Koch 3° als Nominativ zu verstehen, sc. αeρρόρννκ‿μα εον(αeροωπαετιοιο.

3) Vgl. X 606, B 775, E 878, II 175, 185, 371, G 233, 347, 514, K 215 etc. etc., T 339, wo daher ynfoähevot rd Bz¹οτα Ʒi ½ s1⁴οισσι εμεᷣμάιοv den Vorzug vor Mermey verdient.

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