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Der Ausdruck obxz-aeetærd(nur in engster Verbindung mit der Negation kommt νιmρναια dες vor) findet sich noch einmal in der Odyssee und viermal in der Ilias. Aus der Grundbedeutung xe- Feiærös= weichend, nachgebend erklärt sich leicht x 493 Memνοο μμαχαια⁴ον ον εemπσιεᷣαꝓον(fest und unerschütterlich), wie auch E 892 le⁵ενοσ εο l àαοσνέαιααιον, Odx Si†εαᷣαdν(unbeugsamer, hart- näckiger, trotziger Sinn), ebenso G 32= 463 60 6 oOdxæ ⁴ † εαᷣατανι(unbezwingliche, unüberwind- liche Kraft), sowie endlich II 549 6ꝙ ν ος doονετον, O0X ⁴ †‿εαατdν(unaufhörliches, unstillbares Leid). Aber an der vorliegenden Stelle muſs das Wort notwendig im passivischen Sinne verstanden werden: „Dinge, denen man nicht nachgeben, die man nicht dulden kann“= inconcessa, intoleranda.* Dem Sinne ganz angemessen übersetzt Voss„den abscheulichen, unausstehlichen Frevel“.
Oder sollte an eine Anderung des überlieferten&ιρεααd zu denken sein? Der für das Wort ermittelte Begriff und die Vergleichung von 4 573 legt es nahe obzér vexrd für oux Br† exrd zu vermuten.— Und äubserlich leichter noch wäre die Anderung, wenn man o6xα 8 TIFSIIS“ (=— delxt) läse; denn dals 160„ oder à66Gν schon früh den Schwund des anlautenden Digamma zeigt, beweisen Stellen wie A 203, I' 224, 453, 4 232, 240, 508 etc. Vgl. Christ Prolegom. p. 162.—
2. E 892 ff. lesen wir:
1τος τοι μμιμνοσο εοτν αοeαιεον, Odx l απιν, Nons r¹v by y αουπ dmρννμι μ̈ε̈αεαοινν. 1 G di elνν räde αονέια⁴αεαν ⁸ενεμοεέ1ων.
Diese Worte werden von den ÜUbersetzern und Erklärern mit Unrecht so verstanden, als ob Zeus dem Ares vorwerfe, er habe die unbändige, trotzige Gemütsart seiner Mutter. Das kann aber dem Zusammenhange nach der Sinn nicht sein, wie V. 894 beweist:„Darum glaube ich, dals durch ihre Ratschläge Du dieses leidest“. Es ist also zol hier nicht= G01. Ares hatte sich bitter über Athene beklagt, der Zeus alles nachsehe. Dieser, welcher selbst der Here(und Athene) erlaubt hatte, den Ares zu bekämpfen(V. 756— 768), schiebt nun die Schuld von dessen Verwundung der Here zu im Gegensatz zu der Beschwerde des Ares über Athene, von der dieser vermutet(S81— 2), daſs sie den Diomedes sowohl gegen Aphrodite als gegen ihn selbst aufgehetzt habe.—
Anstatt des überlieferten ddοσνε haben Christ und Rzach(letzterer mit Berufung auf Wackernagel, Bezzenb. Beiträge IV 299 ff.) a„⁴ονε ov aufgenommen, hier wie Q 708. Dieses wäre, da dv, dvx(vgl. Gvev) die älteste Form des â privativum ist,s ganz dasselbe wie â-Ge—νꝙεεοοε unbändig (indomitus, invictus), welches auch II 549 in Verbindung mit obæ xε†εiᷣxαꝓd und ganz in demselben
¹ Im cod. Venetus ist V. 463 3 1ι überliefert, was einige Herausgeber beibehalten haben. Aber V. 32 steht ouæ&rαρατ‿ ohne Variante. Hier lieſse sich im Hinblick auf die vorangehenden Worte des Zeus (V. 27) allenfalls auch an W.«(elæν, 20αk) denken, so dafs ouæ enlεᷣœτdν=„unvergleichlich“ wäre. Aber da sowohl ixæeos und elæelos als anch emlelæeos stets mit einem Dativ verbunden wird(9ε⁷ο, d.‿ακκαέτισιν etc.), so könnte der absolute Gebrauch eines von W.« abgeleiteten sνιεαᷣαrdeς Bedenken erregen, und überdies wird man nicht an zwei verschiedene, nur äufserlich gleiche Wörter denken dürfen.
² Diese Bedeutung„unerträglich“(od+οσσνηνν heilst es daher mit Recht in den Scholien) würde, wie schon Doederlein Gloss. II S. 22 bemerkt, auch an den beiden Stellen E 892 und II 549 neben der aktivischen passend sein.
² Vgl. das analoge dνα †ενοοσ I 146, 288, N 366 oder dvd- νπαννεε ν˙σαπτο, welches nach Hes. Theog. 797 auch * 456 herzustellen sein dürfte. Ahnlich ist das deutsche Ohn-gefähr, Ohn-macht, ohn-veit etc. für das spätere und jüngere Un-gefähr etc.


