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Wenn schon dieses gegen die herkömmliche Ableitung und Deutung des Wortes àνμσι‿οτm Bedenken erregt, so kommt dazu, dals die von Hesychius und Eustathius angegebene Bedeutung(520») rôν 0τν πιοιιουασασα(εσονασ, wie wir oben gesehen, an den betr. Stellen, insbesondere M 402, nicht einmal recht paſst. Oder sollte am Ende das Wort zu der Bedeutung eines bloſsen aeydνν oder suosta abgeschwächt werden? Dieses blasse Epitheton freilich würde an allen 4 Stellen passen, aber dazu hätte es dieser neuen Wortbildung nicht bedurft. Der Dichter nennt gelegentlich das οeοαασ des Achill æsya( 478, F 260), des Aias edον᷑(N 552, P 132), wie die doxie des Hektor(0 646) od*vexijs;, aber er schöpft seinen Ausdruck stets aus lebendigem Sprachbewufstsein und aus unmittelbarer Anschauung, und wenn er duσ 0oros sagt, so verbindet er damit nicht etwa den abstrakten Begriff von uéyas, ebensowenig wie mit odyvexij, das vielmehr eine sehr konkrete Vor- stellung erweckt. 26 Hierfür zeugt u. a. die bezeichnende Stelle(Z 117):
à³ασν μω ,υσυσοσ imte xad αoxova deομα αεαννv,
dvrus ꝛ) uᷣα ϑεέεν ddoς dαεααααοεασοσν wozu Aristonicus bemerkt:„Mοιασεεοασε œ deοονμινᷣe dontdeg Loς 69 νο Q QB¹w d uxevos Xœαασρισονυα.
Aber daſs nicht alle Schilde so groſs waren wie der des Hektor oder der des Achilles, des Agamemnon oder des Aias, der ein οdᷣxos trug jöre x⁴οꝙꝓσαν(H 219), ist doch bekannt und geht u. a. deutlich hervor aus 371 ff.:
d dsε ϑανο ενεᷣανα⁵s, Ex 6ν'οyν ς dμ
Teiooνει ρσάτν σϑτ, 5 d'εννἀςπησ⁴ε εςονι ⁴ιτσ. Daher würde an der Stelle B 389, wo nicht, wie an den drei andern, von einem besonderen Schilde (des Agamemnon, Sarpedon, Aeneas), welcher wie der des Aias durch seine Gröſse hervorragen könnte, sondern ganz allgemein von den Schilden der Krieger überhaupt die Rede ist, die Bezeichnung der Gröſse oder Länge²* nicht einmal passen. Wir verlangen hier einen Begriff, der als ein allgemeines Merkmal des Schildes überhaupt gelten kann.„Mannschützend“ freilich ist jeder Schild, aber àασν 600r0„ Odoa i. e. r0ν„ 800r0 εοιειαοοοα„ringsumgebend, ringsschirmend“ ist er nur dann, wenn er von ganz besonderer Gröſse ist, oder— und das müſste dann wenigstens in dem Worte gefunden werden— wenn er nach rechts und links, nach oben und unten, wie es die Umstände erfordern, durch die geschickte Hand des Kriegers bewegt wird. ²s
Diese Vorstellung von der Bewegung des Schildes nach allen Seiten ist auch sowohl B 389 erforderlich:„Triefen von Schweils wird manchem um die Brust das Gehenk des ringsschirmenden
²6 Man vergleiche auch die andern Epitheta von doνs(clipeus) und eog(scutum). Bei ersterem finden sich aufser dφrν und nodiexæis noch folgende: 9osin, Taνοει⁵*, οαντν εο, 8dærOS, o*υ⁴ασανοο, kd vrOG 649„, Palun, dαᷣααεσσα, 1²bεοεαασαᷣά—‚ 90591. Das qãνos wird genannt ανν, dαe⁴ddεν, oe‿ον, αενον, 8800, deευνν, αmριdeεον, ad‿α, Grιρμραeν, brrraαεεμιον, νea Toοννι⁴⁶e, Trv„, G„νο, TsrSfonop, A16ν,, aA va loov, zdν³eεv, 2alænoss, Talu wauαeoy.(Die gesperrten Wörter werden verschiedentlich gedeutet.)
27 Vgl. die Anmerkung Düntzers zu 41 32. S. o. Anm. 18.
²s Nicht umsonst rühmt Hektor(H 238) von sich: old' ε᷑mπ 9e¹⁶, 0d' S Aασπσνι ναυασσι m5άfSᷣν dalen etc., und heifst Tydeus(e 126) Gαemπασα‿⁴ος i. e. x. χ‧ 16 σαeά, der„Schildschwinger“.(Hesychius erklärt ̈ν⁴αάισπυα).:


