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Denn die doοmπσε dνασ‿οωτ erweist sich hier ja keineswegs als„hominem undique(od. utrimque?) cingens tegensque“ und hindert nicht, daſs Sarpedon an dem glänzenden Riemengehenk derselben vom Pfeile des Teukros getroffen wird; und wenn sogleich Aias mit der Lanzenspitze wider den ehernen Schild stöſst, so erdröhnt er sicherlich.
Auch A 32 f, wo der Schild des zur Schlacht sich rüstenden Agamemnon beschrieben wird:
dν½§ον εr àαοτιmν, oαdν dondᷣ, 9νοιν
xdανe, z eο μαμν ρααοι dLẽeᷣ́u Ldοιυηινοα ⁶αν νκ⁵⁴. ist der Begriff„dröhnend“, wenn er auch durch die Situation nicht unmittelbar nahe gelegt wird, des- wegen doch nicht unbedingt abzuweisen. Er paſst mindestens ebensogut wie die Bezeichnung ϑG̈ο οG („anstürmend“, entstanden wohl aus— vgl. 9ο εν, ⁵οσααισ); denn auch dieses ist der Schild ja eigentlich erst im Kampfessturm der Schlacht(T 162). Und heiſsen doch die vijeg dem Dichter Hoai, selbst wenn sie ruhig im Hafen liegen(A 12, 371 etc.), der Himmel dοrεοεας(E 769, 1 529 etc.), auch wenn es heller Tag ist.
An der vierten Stelle B 389 ist die Rede von der bevorstehenden Schlacht:
760080i Aν τεν τεᷣ dαρmν‿ν òꝰ οτινινεέςουν Aοα⁴⁴ος αιοεα. und die allgemeine Bezeichnung„dröhnend“ ebenso am Platze wie„mannschirmend“.—
Was aber die Herleitung des Wortes dμαασον von 906 0- anlangt, so ergibt sich alsbald, dals die Bedeutung 00600., ge00roSv,n für Homer wenigstens unbrauchbar ist. Man wird doch selbstverständlich an einer und derselben Bedeutung für alle vier Stellen festhalten müssen, und 1 32 wäre es völlig abgeschmackt, an einen blutbesudelten Schild zu denken(wie auch M 402 und F 281).
Dagegen erscheint es mir zweifelhaft, ob nicht für die etwas dunkele Stelle des Nikanderié Alexiph. 216, wo von den Erscheinungen infolge einer Vergiftung durch Toxikon die Rede ist:
ντaο G νκκάκανοει εααάνο dπο ανοσα ρμνεσmν ᴵ
6„⁴eχσ ν eeφ⁵εενο οdσ, d i εααεᷣ³αονρω σέω
à⁴μσιςετιmνν νταdειαν dmνπ ειρσςέειοσσν ν⁸εie die Bedeutung„ringsblutig, bluttriefend“ angenommen werden muſs. Denn die Erklärung der Scholien „Ti 570 T0v deνισα 6υνεισν⁶αν τεαααιφνν mο εᷣαααmνννQιτεα πeꝝν το αναα kann unmöglich befriedigen. 1 ααιςοστi besagt dμα ⁸οτ⁶ν οα d. i. rν 60r0ν παπέκιέ¶ͥ)ta, und das lälst sich vom Kopfe doch nicht füglich sagen. Etwas anderes ist es, wenn Empedokles nach Plutarch Moral. P. 683 E(Sympos. quaest. V, 8S) d.ςτν ˙mνα im Sinne von 1⁰ r*„b SOlxαεεμ⁴εμννοων
¹5 Auch kennt Homer, abgesehen von den zeuν᷑π½νια Ʒεμιτισιααιμνιαν 41, einer schon von den Alten angefochtenen Stelle, nur Bvαo Z 480, K 528 etc. und αν⁴αςέα ⁵οοτeεντα ς 509(spolia cruenta).
¹16 Vgl. darüber die eingehendere Behandlung in den N. Jahrbb. 1890 S. 826 ff.
¹: Wenn der Scholiast bemerkt: æxuιινο σ αdεεν*ρασι Jνæεᷣνανννν˙ 6"ꝗ„ ¹, ædelaαeν deνoeν, so folgt daraus, daſs er an der betr. Stelle(— 499) Aristarchs Lesart, nicht die Zenodots 0 d meσαά⁴ς¶m⁴⁴εααά, vor sich hatte, welche mit Unrecht von den meisten Herausgebern bevorzugt wird. Denn es ist durchaus irrig, daſs ᷣ⁴deεια nicht ebensogut von dem Kopfe des Menschen wie von dem des Mohnes gebraucht werden könne. Siehe den vorhin erwähnten Aufsatz in den N. Jahrbb.


