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consentanea pronunciatio,(çuam ab affectatä tamen et adscitä probe discriminandam esse, quilibet haud degré fudicabit) orationem non parum commendat ¹).
Großen Wert legt auch Roux in seinen verschiedenen Büchern auf die Aussprache²). Doch ist er ebenso wie Schatz(1724) der Ansicht, daß man anfangs nur die wichtigsten Regeln der Aussprache durchnehmen dürfe; das andere müsse später nachgeholt werden oder dem Usus überlassen bleiben. Ebenso spricht sich Sarganeck, der Herausgeber des Verbesserten Frans. Langius(1743, 1758, 1769) aus. Da die Aussprache der schwierigste Teil der Sprache sei, komme es bei ihr vor allem auf die richtige Methode an, sonst könne dem Schüler leicht von Anfang an der ganze Unterricht verleidet werden. Die Generalregeln würden„zur allgemeinen Vorbereitung und Anschickung des Mundes“ viel beitragen.„Von den Specialregeln aber ist anfangs nicht nützlich etwas mehr theoretisch und gleichsam lehrende durchzugehen, als nur die vorne sehr groß gedruckten Buchstaben ¼, u,, g, h, J, s, 2, und derselben ihre Lesegesetze, ohne die Exceptionen.“ Alles Uebrige solle man der Praxis überlassen und in Zweifelsfällen in der Grammatik(vor allem in der beigegebenen Pronunciationstabelle) nachschlagen. Wie wir aus den weiter unten angeführten Uebungen noch sehen werden, legte Sarganeck großen Wert auf die Aussprache. Um so sonderbarer berührt bei ihm die der Bequemlichkeit der Schüler entgegenkommende Bemerkung, man brauche nicht bei allen Silben und Tönen zu skrupulös zu sein,„zumal da sich mancher kleiner Fehler durch ein eilendes Aussprechen verbergen läßt.“
Als erstrebenswert für den Unterricht gilt Schatz— und ebenso Sarganeck— die etwas leichte, flüchtige Aussprache, wie sie„in der Conversation bey Familiair-Discursen“ üblich sei. Doch meint er damit natürlich die Sprache der Gebildeten, nicht des Pöbels. Vor allem solle man sich nicht den sog. Schulton angewöhnen,„da man die Worte eckelhaffter Weise lang verziehet und ausdähnet, daß solche Pronunciation mehr einem Gesang, als blosem Lesen ähn- lich wird.“ Denn dadurch würden leicht Buchstaben mitgelesen, die gar nicht ausgesprochen werden sollten.
Wie jeder Lehrer der französischen Sprache weiß, kostet es auch heute noch, selbst in den Oberklassen, große Mühe, die Schüler zu einer fließenden Aussprache, zu einiger Gewöhnung an den französischen Akzent zu bringen. Auf die Wichtigkeit dieser Aufgabe macht schon Beza(1584) mit Rücksicht auf die von Natur aus schwerfälligeren Deutschen aufmerksam. Nachdem er die ltaliener ermahnt hat: auenda est illa in pronuntiando grauitas gqugę in penultimarum praesertim gyllabarum productione sentitur, heißt es weiter(S. 9): Germanis autem multo etiam magis fugienda est tum illa tarditas in singulis penè dictionibus vocem sistens, et tandem in extrema periodo guasi bHondere quodam delassatam praecipitaus, tum etiam in literis nimium fortiter exprimendis asperitas summopbere vitanda. Lrancorum enim ut ingenia valde mobilia sunt, ita quogue pronuntiatio celerrima est nullo consonantium concursu confragosa paucissimis longis syllabis retardata: eodem] tenore denigue volubilis: consonantibus, si dictionem aliguam terminarint, sic cohaerentibus cum proximis vocibus à vocali incipientibus, ut integra interdum sententia haud secus gquàm si unicum esset vocabulum efferatur.... Hoc igitur imprimis est Germanis prouidendum et attentissimé obseruandum, ut sese huic volubilitati quàm studiosissimè assuefaciant(S. 10)). Ebenso weist Beza, wie schon Pals- grave¹) auf die Kürze der französischen Silben hin: Sunt autem hoc loco mihi admonendi pere-
¹) In Moutons Esprit de langue franc.(1712), der allerdings auch nur 48 Seiten umfaßt, sind der Aussprache nur 3 ½ S. gewidmet.
2²) Ebenso Jacquier(1742).
3) Zum Teil zitiert von Lange a. a. O. 9.
4) Vgl. das Zitat bei Lange a. a. O. 17.


