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et élégante gqui fait les délices de la conversation et les charmes du commerce de lettres ches toutes les Nations polies.
Schlett(1797) meint, daß auf die Bildung der französischen Sprache besonders viel Fleiß verwandt worden sei. Diese— sprachwissenschaftlich natürlich unhaltbare— Ansicht beruht vielleicht auf der Tatsache, daß die historische Schreibung von der Aussprache sehr abweicht, deshalb die heutige(resp. damalige) Sprache als ein besonders künstliches Produkt erscheint.
Während noch De la Veaux(1787) die französische Sprache„die sanfteste, wegen der weichen Harmonie ihrer Laute“ nennt, ist Rädlein(1729) nicht so begeistert von der be- sonderen Schönheit des Französischen. Die lieblichste Sprache sei das ltalienische; die zwar härteste,¹) aber prächtigste das Deutsche. Das Französische sei wohl die bequemste und deutlichste, doch auch„zugleich weit ärmer als die zwey vorher benannten“ Sprachen. Das ist besonders zu beachten, daß mit diesen Worten ein Deutscher am Anfang des 18. Jahrhunderts der allgemein herrschenden Ansicht von der besonderen Vorzüglichkeit der französischen Sprache entgegentritt und sich nicht scheut, auf die Kraft und Pracht seiner Muttersprache hinzuweisen.
Daraus, daß einige Grammatiker in ihren Lehrbüchern von der Aussprache überhaupt nicht handeln, läßt sich noch nicht schließen, daß sie dieser Seite der Sprache keine Bedeutung bei- gemessen hätten. Manche Methodiker sehen eben die Lehre von der Aussprache nicht als eine Aufgabe des Lehrbuchs, sondern einzig und allein des mündlichen Unterrichts an. So sagt z. B. De Grimarest in der Vorrede zu seiner 1719 erschienenen Grammatik: Ne ne traite point de la pronontiation ni de lortographe dans mon ouvrage, gquoique ces deux choses qéhendent en guelgue fagon de la Grammaire. Je croi qu' il est tréès diſficile de bien enseigner la prononciation sur le hapier, parcegu'elle consiste seulement en des sons qui ne peuvent étre parfaitement bien exprimes gue har la voix ²). Die Bücher, die sich mit diesem Stoff befaßten, enthielten sehr viele falsche Regeln. Ebenso ist z. B. Haaß(1730) der Ansicht,„daß die Pronunciation mehr ad Praxin als ad Theoriam gehöre.“
Ausführlich dagegen behandelt Mouton die französische Aussprache(und Orthographie), besonders in seinem 1711 erschienenen Novum linguae gallicae sidus. Von vornherein weist er da- rauf hin, daß jede Sprache, und so auch die französische, besondere Eigentümlichkeiten der Artikulation besitze: Quamlibet linguam peculiarem suam servare, ut Orthographiam, ita et genui- nam ex eä resultante Pronunciationem, longé certissimum; praecipuégue apud eos in confesso est, qui addiscendis Linguis oberam dant, praeterquam guod impingendo satis illud supergue prodant. Suam namgue guaevis Lingua sibi singularem vindicat elocutionem, etsi alioguin literas cum caeteris ferè linguis communiten possideat. Onde etiam illud primum in Linguà Gallicä attendendum, guod clareè, distinctèé et convenienter omnes efferantur Syllabae, prae primis ultimae, ut poteguae nec nimis pro- ducendae, negue nimium corripiendae sunt, ne suaviloguentia impediatur, et aspera more quorumdam, quin et rustica loquendi ratio, guae à Graecis zauoqorta dicitur, introducatur: Quaeverò uti teretibus et argutis auribus ingrata, eögue nomine marimé vitanda est, ita suavis contra, geniogue moderno
¹) Besonders fallen den Franzosen die ihrer Sprache fremden, im Deutschen dagegen sich ziemlich haäufig findenden Kehllaute auf. So bezeichnet z. B. Zola in seiner Novelle L'attague du moulin(Kap. V) den Lärm der preußischen Soldaten als exclamations gutturales.
²) Sarganeck(1743), der diese Bemerkung Grimarests kennt, vertritt(S. 51) dieselbe Ansicht, daß der mündliche Unterricht vorzuziehen sei.— Ebenso betont z. B. Parrot(1763) die Uebung als besten Lehrmeister für die Er- lernung der Aussprache.— Genaueres über die mündliche Unterweisung in einem besonderen Kapitel.


