Druckschrift 
3,[1] (1897) Römische Inschriften des Mainzer Museums / zsgest. von K. Körber. Mit 100 Zinkätzungen nach Faks.-Zeichn. von Heinrich Wallau
Entstehung
Einzelbild herunterladen

64

88. Bruchstück, vielleicht von einer Weihinschrift, gefunden am 3. September 1895 im Rhein in der Nähe der Eisenbahnbrücke. Roter Sandstein. H. 46, Br. 28, D. 12 cm.

öber der Inschrift ist eine vorspringende Be- krönung abgemeiselt. Links scheint vor den drei ersten Zeilen nichts zu fehlen. Z 1 victoſria?]; Z. 2 militlum?]; Z. 3 a. A. könnte mit dem P ein J gebunden sein; Z. 4 a. E. vielleicht noch der linke Fuss eines A im Bruche sichtbar; Z. 5 Reste der Buchstaben I(?., C(oder G) und T.

1:10

89. Bruchstück, wahrscheinlich von einer Altarinschrift, ge- funden am 15. September 1896 in der mehrfach er- wähnten mittelalterlichen Stadtmauer östlich vom Gau- thor, in welcher ausser Bauinschriften fast nur solche aus Heiligtümern verbaut waren. Kalkstein. H. 45, Br. 25, D. 11 cm.

Auf der Randleiste sitzt oben ein Kapitäl, über welchem die Ansätze einer Rundung sichtbar sind. Für die Ergänzung der Z. 2 liegt[Clalud(ia tribu) nahe.

1:20 90. Bruchstück, wahrscheinlich von einer Bauurkunde, ge- funden am 15. September 1896 in der unter dem Walle östlich vom Gauthor entdeckten alten Stadtmauer. Kalk- stein. H. 39, Br. 29, D. 12 cm. In den Vertiefungen M Reste roter Farbe und weissen Stuckes. . ¹[Leg(io) XXII] pr(imigenia) p(ia)[f(idelis)]. Die zweiundzwanzigste Legion, die erstgeworbene, pflicht- treue und redliche. Unten eine Randleiste von 1 ½ 2 cm Ausladung.

91. Inschrift auf einem grossen Bauquader, gefunden in der mittelalterlichen Stadtmauer östlich vom Gauthor. Sand- stein. H. 53, Br. 71, D. 75 cem. An der einen Ecke ist eine rechtwinkelige Vertiefung ausgehauen, von 25 und 27 cm Seitenlänge und 41 cm Tiefe.

Auf der rauhen Fläche ist açuil roh eingehauen; welche Bedeutung das Wort hier hat, ist unbekannt.