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3,[1] (1897) Römische Inschriften des Mainzer Museums / zsgest. von K. Körber. Mit 100 Zinkätzungen nach Faks.-Zeichn. von Heinrich Wallau
Entstehung
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V. Inschriften,

deren ehemalige Bestimmung nicht festgestellt ist.

36. Grosse schwer beschädigte Platte. Gefunden 1839 am Eisgrubenweg. Geschenk der Militärbehörde. Schiefriger Sand- stein. H. 100, Br. 85, D. 22 cm. Der grösste Teil der Vorder- fläche ist abgesplittert. Von dem Bildwerk, welches über der IrSchrift angebracht war, ist gerade an dem Trennungsstrich

der beiden Columnen noch ein mit ausgebreiteten Flügeln breitspurig dasitzender Adler erkennbar. Rechts unter der Inschrift sah Klein i. J. 1845 (S. Mainzer Zeitschr. I. S. 208) noch zwei Figuren, von denen die eine sass, die andere, kleinere, stand und eine Keule im linken Arm führte. Von jener sieht man jetzt nur noch die Füsse, während der Herkules besser erhalten ist. Dagegen entging Klein die Bildnerei auf der verhältniss- mässig gut erhaltenen rechten Seitenfläche. In der Mitte der- selben befindet sich eine 44 em hohe Nische, über ihr liegt ein 3 cm hoher Balken und auf diesem ein 16 cm hoher Wulst. In der Nische steht rechts ein Mann, dessen Kopf und rechter Arm abgebrochen und nur in den Umrissen noch erkennbar ist. Er trägt eine oberhalb des Knies endigende Tunica, darüber ein Sagum, dessen einer Zipfel auf dem linken Arm liegt.