Der Deckel hat an den Ecken vier oben abgerundete viereckige Aufsätze. Der Sarg zeigt neben der Inschrift eine sehr flach gehaltene Verzierung
9 ATTIXNIAEVRSAEDOMITIVSSAL
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1: 22. D(is) Manibus). L(ucio) Peregrinio Justino, filio, Soliti... Atlianiae Ursae Domitius Salvianus conjunz et Domitii Ursus et Saloia ilii f(acien dum) e(uraverun).
Den Manen(Schattengöttern). Seinem Sohne Lucius Peregrinius Justinus hat Soliti....(diesen Sarg machen lassen).
Der Attiania Ursa haben ihr Gemahl Domitius Salvianus und ihre Kinder Domitius Ursus und Domitia Salvia(diesen Sarg machen lassen).
Der Yater des L. Peregrinius Justinus hiess vielleicht L. Solitius Peregrinus(vergl. Hettner, röm. Steindenkm., S. 92, 0.).
Von den auf dem Sarg genannten Kindern führt der Sohn ein von dem Gentile der Mutter, die Tochter ein von dem Gentile des Vaters ge- bildetes Cognomen. Der Sarg stammt wohl aus dem dritten Jahrhundert n. Chr.(s. z. Nr. 53).
Vergl. Körber, Korrbl. d. W. Z. XV, Sp. 81.
71. Grabstein des L. Cominius Pollentinus, gefunden im Anfang des Jahres 1890 an der Mainzerstrasse zu Bingen beim Bau des Hauses Nr. 20/21. Sandstein. H. 92, Br. 78, D. 23 em.
I(ucius) Cominius, O(uinti) f(ilius), Pollen- Jnus h(ic) s(itus) e(st) et Cominiae, Sp(uri) Filiae), Secundae.
Lucius Cominius Pollentinus, des Quintus Sohn, liegt hier begraben, und der Cominia Secunda, der Tochter des Spurius,(hat man diesen Stein setzen lassen?).
Z. 1 a. A. ist von L nur ein Teil der Wagrechten erhalten.— Z. 2 a. E. ist der Querstrich des T nur schwach an dem N zu erkennen; Pollentinus ist wohl als Cognomen 1115. aufzufassen, abgeleitet von dem Namen einer der drei Städte Pollentia.— Z. 3 der


